Bei einem Schock ist die Behandlung situationsabhängig

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einem Schock hängt die Wahl der Behandlung von der jeweiligen Ursache ab. Wichtig ist vor allem, den Auslöser für die Kreislaufstörung zu beheben. Dafür muss der Betroffene allerdings erst einmal stabilisiert und ins Krankenhaus gebracht werden.

Wenn Sie jemanden beobachten, der Symptome eines Schocks aufweist, ergreifen Sie möglichst schnell Maßnahmen zur Ersten Hilfe.

 

Erste Hilfe bei einem Schock

  • Rufen Sie sofort den Rettungsdienst (112).
  • Bringen Sie den Betroffenen in eine für ihn angenehme Position. Bei den meisten Formen des Schocks ist es sinnvoll, die Beine hoch zu lagern. Dies gilt allerdings nicht, wenn der Betroffene eine Kopf- oder Brustverletzung hat. Auch wenn er etwas über Herzprobleme äußert, lagern Sie besser den Oberkörper hoch.
  • Schützen Sie den Betroffenen vor Unterkühlung und Überwärmung. Wenn es kalt ist, decken Sie ihn nach Möglichkeit zu. Wenn es heiß ist, bringen Sie ihn in den Schatten.
  • Wenn Sie an einem sehr lauten oder hektischen Ort sind, lagern Sie ihn etwas abseits des Geschehens und schirmen Sie ihn gegebenenfalls von dem Trubel ab.
  • Reden Sie mit dem Betroffenen. Menschen mit einem Schock sind meist ängstlich oder verwirrt. Sprechen Sie ihm Mut zu und sagen Sie ihm, dass Hilfe unterwegs ist.
  • Verliert er das Bewusstsein, wobei Puls und Atmung noch spürbar sind, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage und decken Sie ihn zu. Prüfen Sie immer wieder seine Atmung.
  • Wenn die Atmung aussetzt, beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung.
Rettungstransport bei Schock
Ein Schock ist ein medizinischer Notfall, der schnell versorgt werden muss© Fotolia
 

Schock: Ärztliche Maßnahmen zur Behandlung

Sobald der Schock-Patient in Behandlung ist, versucht der Arzt, seine Kreislauffunktion wieder zu normalisieren. So verabreicht er Infusionen mit Flüssigkeit, damit der Blutdruck sich stabilisiert und das Gewebe wieder durchblutet wird. Unterstützt wird dies durch sogenannte Vasopressoren – Wirkstoffe, die den Gefäßdruck erhöhen und den Kreislauf anregen (wie Adrenalin). Über eine Nasenkanüle wird der Patient mit Sauerstoff versorgt.

 

Schock-Behandlung je nach Ursache

Alle weiteren Maßnahmen der Schock-Behandlung hängen von der Art des Schocks ab. Die Ärzte versorgen eventuelle Wunden und stillen Schmerzen mit Schmerzmitteln, die direkt über den Venenzugang verabreicht werden. Bei einem allergischen Schock geben sie über diesen Weg Kortison-Präparate, welche die überschießende Abwehrreaktion des Körpers bremsen. Geht der Schock auf einen Herzinfarkt zurück, kommen zur Behandlung auch gerinnungshemmende Mittel zum Einsatz. Beim Verdacht auf eine Blutvergiftung erhält der Patient Antibiotika, die ein breites Spektrum möglicher Erreger bekämpfen können.

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