Bei Blut im Urin sind die Ursachen vielfältig

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Für Blut im Urin (Hämaturie) kommen verschiedene Ursachen infrage. Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) können aus dem gesamten Bereich der ableitenden Harnwege stammen, einschließlich der Nieren, der Harnleiter, der Harnblase und der Harnröhre. Beim Mann kann der Ursprung der Hämaturie auch in der Prostata oder den Samenbläschen liegen.

Befindet sich Blut im Urin sind Infektionen der Harnwege eine häufige Ursache, zum Beispiel eine Blasenentzündung (Zystitis). Eine Hämaturie kann aber auch aufgrund verschiedener anderer Erkrankungen des Urogenitalstrakts entstehen. Zu diesen zählen etwa:

  • Harnsteine in Nieren, Harnleiter, Harnblase oder Harnröhre
  • Nierenentzündungen (Nephritis)
  • Nierenzysten
  • angeborene Nierenerkrankungen oder Fehlbildungen der Niere
  • angeborene Fehlbildungen des Harntrakts wie beispielsweise Harnleiterverengungen
  • Tumoren der Nieren oder der ableitenden Harnwege (z. B. Nierenkrebs, Nierenbeckenkarzinom, Blasenkrebs)
  • Prostatakrebs
  • Verletzungen der Niere (z. B. Nierenquetschung, Nierenriss) oder der Harnröhre (z. B. Harnröhrenriss)

Blut im Urin kann auch als Begleitsymptom anderer Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus (sog. Zuckerkrankheit) oder fieberhafter Erkrankungen auftreten. Ebenso kann eine Vergiftung eine Hämaturie verursachen. Auch die Einnahme bestimmter blutverdünnender Medikamente wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Phenprocoumon kann zu Blut im Urin führen. Des Weiteren kann eine Hämaturie nach einer körperlichen Anstrengung oder nach dem Geschlechtsverkehr auftreten.

Blut im Urin kann aber auch ohne nachweisbare Ursachen entstehen. Vor allem bei jungen Menschen kann eine harmlose Hämaturie vorübergehend auftreten.

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