Bauchschmerzen-Diagnose: Wie gehen die Ärzte vor?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Um die richtige Bauchschmerzen-Diagnose zu stellen, sind neben einer gründlichen Befragung des Patienten oft auch spezielle Untersuchungen erforderlich.

Mäßige Beschwerden, die beispielsweise mit Übelkeit und einer harten Bauchdecke einhergehen, weisen normalerweise auf eine Magen-Darm-Infektion hin.

 

Bauchschmerzen-Diagnose bei diesen Symptomen besonders wichtig

Bei Bauchschmerzen sollten Sie unter diesen Umständen unbedingt einen Arzt für die Diagnose aufsuchen:

  • sehr starke Bauchschmerzen, die plötzlich auftreten
  • Bauchschmerzen, die länger als drei bis vier Wochen anhalten
  • Beschwerden, die mit Pausen immer wiederkehren
  • plötzliche Blutungen (z. B. Schwarzfärbung des Stuhls durch Blut, Blut beim Wasserlassen)
  • Kreislaufprobleme
  • hohes Fieber (über 39 Grad Celsius)
  • starke zusätzliche Symptome (z. B. Brustschmerzen, Rückenschmerzen, Verwirrtheit, Atemnot)
 

Bauchschmerzen-Diagnose beginnt mit einer Befragung

Der Arzt beginnt die Bauchschmerzen–Diagnose mit einer Befragung. Unter anderem möchte er wissen:

  • Seit wann bestehen die Beschwerden?
  • Wie genau äußern sie sich?
  • In welchen Situationen treten sie auf?
  • Wo genau sind die Beschwerden lokalisiert?
  • Wie stark sind die Schmerzen? Hat sich die Intensität verändert?
  • Welche Begleitsymptome treten auf?
Arzt-Patienten-Gespräch
In einem Arzt-Patienten-Gespräch werden die Möglichkeiten einer Magen- und Darmspiegelung als Untersuchungsmethode für die Bauchschmerzen-Diagnose besprochen© Fotolia
 

Viele Methoden für die Bauchschmerzen-Diagnose eingesetzt

In der Regel verbindet der Arzt das Gespräch direkt mit einer körperlichen Untersuchung. Durch vorsichtiges Abtasten und Abklopfen des Bauchs versucht er beispielsweise, gemeinsam mit dem Patienten die Beschwerden für die Bauchschmerzen-Diagnose genauer zu lokalisieren. Außerdem hört er mit dem Stethoskop die Darmgeräusche ab.

Viele weitere Methoden stehen für die Bauchschmerzen-Diagnose zur Verfügung. Ihr Einsatz richtet sich danach, wo der Arzt die Ursache vermutet. Wenn die Beschwerden durch psychosomatische Faktoren ausgelöst werden (z.B. durch Stress, Überlastung, Reizwahrnehmung, Veranlagung), wird der Arzt in der Regel umfangreiche Untersuchungen durchführen, die eine körperliche Ursache sicher ausschließen können.

 

Weitere Untersuchungsmethoden für die Bauchschmerzen-Diagnose

Atemtest im Rahmen der Bauchschmerzen-Diagnose
Zu den möglichen Untersuchungsmethoden für die Bauchschmerzen-Diagnose gehören auch Atemtests zur Erkennung von Nahrungsmittelintoleranzen© Shutterstock

Das sind mögliche Untersuchungsmethoden für die Bauchschmerzen-Diagnose:

  • Analyse einer Stuhlprobe (z. B. graue Farbe bei gestörtem Fettstoffwechsel, schwarze Farbe bei Blut aus dem Magen im Stuhl, gelbe Farbe bei Krankheiten der Leber oder der Galle)
  • Bei chronischem Durchfall auch Laboranalyse des Stuhls, um unter anderem eventuelle Erreger zu identifizieren
  • Blutuntersuchung (z. B. Blutzucker, Hormonspiegel, Entzündungswerte)
  • Magenspiegelung
  • Darmspiegelung
  • Weitere bildgebende Verfahren (z. B. Ultraschall, Computertomografie, Magnetresonanztomografie, Kernspintomografie, Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmittel)
  • Entnahme von Gewebeproben (Biopsie)
  • Test auf Lebensmittelunverträglichkeiten (z. B. Atemtest bei Laktoseintoleranz)
Behandlung
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