Bauchfellentzündung: Wie wird die Diagnose gestellt?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Beim Verdacht auf eine Bauchfellentzündung wird sich der Arzt für die Diagnose ausführlich über Ihre Beschwerden informieren. Er wird Sie fragen, welche Symptome in welcher Stärke seit wann bestehen. Er wird sich nach möglichen Vorerkrankungen (zum Beispiel Morbus Crohn) erkundigen, die für eine Bauchfellentzündung als Ursache infrage kommen. Zudem wird der Arzt wissen wollen, ob Sie sich in letzter Zeit einer Punktion oder einer Operation im Bauchraum unterzogen haben.

Im Rahmen der körperlichen Untersuchung wird der Arzt bei einer Bauchfellentzündung für die Diagnose vorsichtig Ihren Bauch abtasten, um den Ursprung für die typischen Bauschmerzen genauer einzugrenzen. Er wird prüfen, in welcher Ausdehnung Sie eine sogenannte Abwehrspannung zeigen, wo sich also Ihre Bauchdecke ausgesprochen hart anfühlt. Des Weiteren wird in der Regel ein Blutbild erstellt, das wesentliche Entzündungswerte wie beispielsweise die Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) oder das CRP (C-reaktives Protein) erfasst, die infolge einer Bauchfellentzündung stark erhöht sind.

Zur Diagnose der Bauchfellentzündung wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt
Zur Diagnose der Bauchfellentzündung wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt© Fotolia
 

Eine Ultraschalluntersuchung zeigt typische Auffälligkeiten in der Darmbewegung

Zur weiteren Absicherung der Diagnose erfolgt bei einer Bauchfellentzündung eine Ultraschalluntersuchung. Sie macht freie Flüssigkeit oder Luft in der Bauchhöhle sichtbar, ein charakteristisches Anzeichen für eine Bauchfellentzündung. Zusätzlich kann der Arzt bei der Ultraschalluntersuchung typische Auffälligkeiten in der Darmbewegung beobachten. Zudem ist im Ultraschallbild unter Umständen die eigentliche Ursache zu erkennen, zum Beispiel ein Darmverschluss oder eine perforierte Gallenblase. In der Regel fertigt der Arzt außerdem eine sogenannte Abdomenübersicht an, also eine Röntgenaufnahme des Bauchraums. Ergänzende, bildgebende Verfahren wie die Computertomografie oder die Magnetresonanztomografie liefern im Zweifelsfall zusätzliche Informationen zu Ort, Ausmaß und Ursache der Bauchfellentzündung.

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