Bauchfellentzündung: Typische Symptome sind heftige Bauchschmerzen

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einer Bauchfellentzündung gliedern sich die Symptome in zwei Kategorien. Kategorie eins umfasst die Beschwerden, die durch die Bauchfellentzündung selbst ausgelöst werden. Kategorie zwei setzt sich aus den Symptomen zusammen, die durch die zugrunde liegende Erkrankung (beispielsweise eine Blinddarmentzündung) verursacht werden.

 

Charakteristisch für die Bauchfellentzündung sind verschiedene Symptome

  • Bauchschmerzen: Typisches Zeichen für eine Bauchfellentzündung sind sehr starke Bauchschmerzen, die sich je nach Ausdehnung der Entzündung auf Teile des Bauchs beschränken oder sich auf den gesamten Bauchraum ausbreiten. Betroffene verharren meist in einer leicht gekrümmten Haltung, da jede Regung den Schmerz verstärkt.
  • Abwehrspannung: Ebenfalls charakteristisch für eine Peritonitis ist die sogenannte Abwehrspannung. Hierbei ziehen sich die Muskeln der Bauchdecke infolge des Schmerzes zusammen. Je weiter sich die Bauchfellentzündung ausbreitet, desto ausgedehnter ist die Abwehrspannung. Im fortgeschrittenen Zustand erscheint der gesamte Bauch hart.
  • Schlechtes Allgemeinbefinden: Durch die gute Anbindung des Bauchfells an den Blutkreislauf und das Lymphsystem werden Stoffwechselprodukte und Giftstoffe, die sich im Zuge der Entzündung bilden, ebenso in den Rest des Körpers gespült wie die auslösenden Krankheitserreger. In der Folge entwickeln Betroffene eine Vielzahl von Allgemeinsymptomen wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Blähbauch, Verstopfung oder einen auffallend niedrigen Blutdruck. Zudem können sich durch die Entzündung Abszesse bilden. Infolge des hohen Flüssigkeitsverlusts kann es zur Austrocknung des Körpers kommen.
 

Eine Bauchfellentzündung kann unbehandelt zur einer Blutvergiftung führen

Neben den Beschwerden der Bauchfellentzündung entwickeln sich außerdem Symptome, die auf die Grunderkrankung – den eigentlichen Entzündungsherd – zurückgehen. Je nach Grunderkrankung kann es hier zu blutigem Erbrechen im Fall eines Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwürs oder zu Koterbrechen infolge eines Dickdarmverschlusses kommen. Weitere Erkrankungen, wie eine Blinddarmentzündung oder eine Entzündung bestimmter Ausstülpungen des Darms (Divertikulitis), führen ihrerseits zu charakteristischen Beschwerden.

Eine Blutvergiftung kann sowohl Ursache für eine Bauchfellentzündung sein, als auch durch diese ausgelöst werden. Für beide Fälle gilt: Die Symptome reichen von kalter, blasser Haut über Verwirrtheitszustände und leichter Benommenheit bis hin zum Koma sowie dem Risiko eines multiplen Organversagens. Unbehandelt führt eine Bauchfellentzündung in der Regel zu einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung.

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