Bauchaortenaneurysma: Ultraschall rettet Leben

Redaktion PraxisVITA
Ultraschall erkennt Bauchaortenaneurysma
Bauchaortenaneurysma erkennen: Mit dem Ultraschall kann der Arzt krankhafte Vergrößerungen der Bauchschlagader erfassen © istock/AndreyPopov
Inhalt
  1. Bauchaortenaneurysma: Gefährlich und häufig unentdeckt
  2. Bauchaortenaneurysma: Neue Untersuchung für Männer zugelassen
  3. Bauchaortenaneurysma-OP: Kranke Gefäße werden ersetzt

Ab 2018 gibt es für Männer ab 65 Jahren eine neue Vorsorgeuntersuchung: Ein Ultraschall soll helfen, gefährliche Ausstülpungen der Hauptschlagader früh zu erkennen. Männer sind sechsmal häufiger von dem sogenannten Bauchaortenaneurysma betroffen. Die neue Vorsorgeuntersuchung soll zahlreiche Leben retten.

 

Bauchaortenaneurysma: Gefährlich und häufig unentdeckt

Oft spüren die Betroffenen nichts, und trotzdem schweben sie in Lebensgefahr: Bis zu acht Prozent der Männer über 65 Jahre sind von einer Aussackung der Hauptschlagader im Bauch betroffen. Doch das sogenannte Bauchaortenaneurysma verursacht oft keine oder nur unklare Beschwerden wie beispielsweise Bauch- und Rückenschmerzen oder Schwindelgefühle, die nicht eindeutig zuzuordnen sind. Auch wenn man mit der Gefäßmissbildung beschwerdefrei leben kann, ist sie äußerst gefährlich. Denn je größer das Bauchaneurysma ist, desto höher ist die Gefahr, dass es platzt.

Reißt das Bauchaortenaneuyrisma, sind die Folgen verheerend: Innerhalb von Sekunden kommt es zu einer großen inneren Blutung, die den kompletten Kreislauf gefährdet. Nur etwa 20 Prozent der Betroffenen überleben diesen massiven Blutverlust. Doch wird ein solches Bauchaortenaneurysma rechtzeitig erkannt, kann es auf Veränderungen beobachtet und operiert werden, wenn das Risiko eines Einrisses zu hoch wird.

Bauchaortenaneurysma
Ein Bauchaortenaneurysma ist eine bedrohliche Erkrankung. Wenn die geweitete Bauchschlagader platzt, besteht Lebensgefahr © istock/chombosan
 

Bauchaortenaneurysma: Neue Untersuchung für Männer zugelassen

Wie können sich Männer vor einem Riss des Bauchaortenaneurysma schützen? Studien zeigen, dass eine Aussackung mittels einer Ultraschall-Untersuchung zuverlässig und frühzeitig erkannt werden kann. Seit 2018 wird das Screening von den Gesetzlichen Krankenkassen einmalig für Männer über 65 Jahren gezahlt.

Das Bauchschlagader-Screening kann jeder Arzt vornehmen, der befähigt ist, eine Ultraschalluntersuchung durchzuführen. Wenn Ihr Hausarzt ein Ultraschallgerät besitzt, sind Sie bei ihm richtig.

Bei der einmaligen Untersuchung vermisst der Arzt die Bauchschlagader an der Stelle mit dem größten Durchmesser mit einem Ultraschallgerät. Das kann zusammen mit dem „Check up-35“ erfolgen oder bei einem extra Termin gemacht werden. Misst der Arzt dabei einen Gefäßdurchmesser von 5,5 cm oder mehr, raten Experten zu einem operativen Eingriff.

Rückenschmerzen durch Bauchaortenaneurysma
Ein Bauchaortenaneurysma verursacht oft keine oder nur unklare Beschwerden wie z.B. Rückenschmerzen © istock/Lars Neumann
 

Bauchaortenaneurysma-OP: Kranke Gefäße werden ersetzt

Entweder wird der erkrankte Gefäßabschnitt durch eine Kunststoffprothese ersetzt oder die Ader wird mit einer kleinen Röhre von innen stabilisiert. Welches Verfahren idealerweise bei einem Bauchaortenaneurysma eingesetzt wird, hängt von der Lage des Aneurysmas und dem Zustand der Blutgefäße ab.

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