Barre: Das Trend-Work-out an der Ballettstange

Redaktion PraxisVITA

Eine neue Trendsportart erobert die Fitnessstudios weltweit: Barre! Hollywoodstars und Models schwören auf das Ganzkörpertraining an der Stange. Doch was genau hat es mit dem trendigen Work-out auf sich? Und kann man damit wirklich so fit werden wie eine Primaballerina?

Inhalt
  1. Was ist Barre?
  2. Wie funktioniert Barre?
  3. Die positiven Effekte von Barre
  4. Für wen ist Barre geeignet?
 

Was ist Barre?

Das französische Wort “barre” bezeichnet unter anderem die Stange, an der Ballerinas ihre Übungen durchführen. Da ist es naheliegend, dass auch das trendige Work-out, das an der Ballettstange durchgeführt wird, danach benannt ist. Das Konzept bedient sich an den Bewegungen des klassischen Balletts. Die Übungen werden mit Elementen aus der Gymnastik, Yoga oder Pilates angereichert. Was viele überraschen dürfte: Streng genommen ist Barre eine deutsche Erfindung. Bereits 1959 wurde es von der deutschen Lieselotte "Lotte" Berk entwickelt. Nach einer Verletzung therapierte sich die in London lebende Tänzerin mit ihrem eigens kreierten Training selbst und schuf damit das Grundkonzept für Barre. Das Work-out geriet in Vergessenheit, bis Schauspielerinnen und Topmodels aus den USA es in den letzten Jahren vor allem via Social Media wieder populär machten.

 

Wie funktioniert Barre?

Barre ist nicht gleich Ballett: Das Tutu kann also getrost im Schrank bleiben. Trainiert wird in normaler, atmungsaktiver Sportkleidung – und am besten Barfuß! Ballettschuhe muss man sich auch nicht zulegen. Jede Barre-Stunde beginnt mit einer kurzen Aufwärmphase, danach wird überwiegend an der Ballettstange trainiert. Der Mix aus Tanztechniken, Yoga und Pilates-Übungen beansprucht den gesamten Körper. Ähnlich wie beim Ballett werden die Bewegungen mitunter auf Zehenspitzen oder mit gebeugten Knien ausgeführt, was die Tiefenmuskulatur besonders beansprucht.

Neben der Stange kommen in vielen Kursen zusätzlich auch Trainingsgeräte wie kleine Hanteln, Bälle, Therabänder oder Tubes zum Einsatz. Das sorgt auch dafür, dass das Armtraining nicht zu kurz kommt. Es muss außerdem nicht ausschließlich an der Stange oder im Stehen trainiert werden. Viele Trainer komplettieren das Work-out auch gerne mit Bodenübungen auf der Matte. Schweißtreibende Cardio-Einheiten, um den Herzrhythmus hochzutreiben, dürfen bei Barre genauso wenig fehlen wie ein abschließendes Stretching. Die richtige Musik gehört während des Kurses natürlich ebenfalls dazu. Eine Barre-Trainingseinheit dauert in der Regel 45 - 60 Minuten und wird in vielen Tanz- oder Fitnessstudios als Kleingruppen-Work-out angeboten.

ältere Frau meditiert
Fitness Hormonyoga: Was bringt die Sportart wirklich?

 

Die positiven Effekte von Barre

Beim Barre soll gezielt Körperfett verbrannt und Muskelmasse aufgebaut werden. Unerlässlich für eine saubere Ausführung der Übungen ist eine gute Körperspannung und eine starke Körpermitte (engl. core). Ihr Bauch wird also die ganze Zeit direkt oder indirekt mittrainiert. Vor allem durch die Tanzelemente wird die Beweglichkeit gefördert und die Balance verbessert. Wer regelmäßig trainiert, wird merken, dass vor allem Beine und Po knackiger werden und sich die Haltung verbessert. Es gibt diverse Untervarianten von Barre – einige legen den Fokus auf Cardio und einen möglichst hohen Kalorienverbrauch, andere auf das Toning, also die Straffung des Körpers. Je nach Intensität und Ausrichtung des Kurses werden in einer Stunde im Schnitt zwischen 350 und 450 Kalorien verbrannt.

 

Für wen ist Barre geeignet?

Der Trendsport Barre ist nicht nur etwas für geübte Tänzerinnen. Ganz im Gegenteil: Auch wer mit den Begriffen Plié, Allongé oder Arabesque nicht auf Anhieb etwas anfangen kann, muss keine Scheu vor dem Work-out haben. Barre eignet sich auch für Anfänger und ist etwas für alle, die früher vielleicht gerne Ballett getanzt hätten, aber nicht die Möglichkeit dazu hatten. Der Sport lässt sich auf jedem Fitnesslevel durchführen. Wichtig ist, dass man den richtigen Kurs und den richtigen Trainer für sich findet. Generell ist das Konzept für Sportbegeisterte jeder Altersgruppe geeignet, da es besonders gelenkschonend ist. Sogar viele Schwangere können relativ lange mittrainieren – allerdings, und das gilt für die meisten Sportarten in der Schwangerschaft, nur nach Absprache mit dem Arzt. Ein großer Bonus: Das Verletzungsrisiko ist relativ gering. Besonders wer an seiner Flexibilität und seiner Haltung arbeiten will, ist mit Barre gut beraten.

Quellen:

https://barmethod.com/lotte-berk-exercise-pioneer/

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2020 praxisvita.de. All rights reserved.