Bahnstreik 2021: Unerwartete gesundheitliche Auswirkungen!

Redaktion PraxisVITA

Stundenlanges Warten auf die Bahn, Ärger über ausgefallene Züge und weniger Zeit zu Hause: Der Bahnstreik zerrt an den Nerven. Aber nicht nur die leiden, der gesamte Körper gerät in Aufruhr: Hier erfahren Sie, wie der Bahnstreik Ihrer Gesundheit schaden kann.

Video Platzhalter

Zwei Tage Streik hat die Lokführergewerkschaft GDL angekündigt. Bis zur Nacht zum Freitag fallen die meisten Züge aus. Solch ein Bahnstreik setzt dem Vorhaben vieler Menschen ein jähes Ende – ob dem Pendeln zur Arbeit oder dem Weg in den wohlverdienten Urlaub.

Solch eine „Blockade“ von außen kann enormen Stress auslösen. Wir fühlen uns hilflos und häufig wütend. Zusammen mit der aktuellen Pandemiesituation ergeben sich so Gesundheitsrisiken, die mit dem Bahnstreik einhergehen.

 

Bahnstreik 2021: Höheres Corona-Risiko in vollen Zügen

Eine durch den Bahnstreik geförderte Gesundheitsgefahr liegt auf der Hand: Wenn weniger Züge fahren, sind diese Züge deutlich voller – und es wird schwierig bis unmöglich, ausreichend Abstand zu halten.

Die Ansteckungsgefahr mit Covid-19 steigt in vollen Zügen. Aber das ist nicht das einzige Gesundheitsrisiko, das der Bahnstreik mit sich bringt.

Frau mit stressbedingten Schlafstörungen
Stress Stressabbau: Die 10 besten Naturheilmittel

 

Zugverspätungen stressen den Körper

Eine 2002 durchgeführte Studie US-amerikanischer Wissenschaftler kam zu dem Ergebnis, dass die tägliche Fahrt zum Arbeitsplatz das Level des Stress-Hormons Cortisol erheblich ansteigen lässt. Am höchsten ist demnach das Stresslevel bei Pendlern, die mit häufigen Zugverspätungen zu kämpfen haben. Je öfter der Zug Verspätung hatte, desto gestresster sind die Pendler.

Und die Folgen einer dauerhaften Stressbelastung auf die Gesundheit sind seit Langem bekannt: Sie treibt den Blutdruck in die Höhe und mit ihm steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Wut bringt das Herz in Gefahr

Gerade hat sich die Corona-Situation etwas entspannt und wir sind alle wieder mobiler geworden, da funkt der Bahnstreik direkt in die Urlaubszeit. Viele Reisende können nicht anders, als Wut zu empfinden.

Doch das kann gefährlich werden: Eine australische Studie zeigte 2015, dass das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, nach einem Wutanfall enorm ansteigt. In den zwei Stunden nach dem Ausbruch ist es demnach mehr als achtmal so hoch als normalerweise. Gerade für Menschen, die bereits an Bluthochdruck leiden, kann die Aufregung über die streikenden Lokführer darum gefährlich werden.

Lächelnde Frau sitzt auf dem Sofa und schaut auf ihr Smartphone
Stress Studie belegt: Schon das Foto eines Freundes reduziert Stress!

 

Stressfrei durch den Bahnstreik

Doch was, wenn die tägliche Fahrt nun mal sein muss, um das Büro zu erreichen, oder wenn die Urlaubsreise mit der Bahn schon gebucht ist? Dann sollten Sie sich mit diesen Anti-Stress-Waffen wappnen, die Sie gesund an Ihr Ziel bringen:

  • Richtige Atmung: Langsames und bewusstes Ein- und Ausatmen beruhigt den Körper innerhalb kurzer Zeit. Versuchen Sie außerdem, gedanklich der stressigen Situation zu entfliehen, indem Sie sich etwas Schönes vorstellen. Das verringert das Stresslevel und lässt die Zeit schneller vergehen.
  • Bewegen: Um den während der Fahrt aufgebauten Stress wieder abzubauen, sollten Sie sich anschließend bewegen. Versuchen Sie, eine Bus- oder U-Bahn-Station früher auszusteigen und die restliche Strecke zum Büro oder nach Hause zu Fuß zu gehen.
  • Aufs Fahrrad umsteigen: Pendler sollten wenn irgend möglich aufs Fahrrad umsteigen. Dadurch sinkt nicht nur das Stresslevel, sondern auch das Risiko einer Corona-Ansteckung im vollen Zug.

Ob Bahnstreik oder nicht – regelmäßige Entspannung ist wichtig, um gesund zu bleiben. Mit einfachen Methoden lässt sich das Stresslevel dauerhaft senken.

Frau schnupft in ein Taschentuch
Stress Krank durch Stress: Diese Krankheiten können entstehen

Quellen:

Evans, G. W., Wener, R. E., & Phillips, D. (2002): The morning rush hour: Predictability and commuter stress, in: Environment and behavior

Buckley, Thomas, et al. (2015): Triggering of acute coronary occlusion by episodes of anger, in: European Heart Journal

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2021 praxisvita.de. All rights reserved.