Heilpflanzenlexikon

Bärlauch kann Altersbeschwerden lindern

Bärlauch ist besonders als Küchenkraut bekannt. Er lindert aber auch Verdauungsbeschwerden, Bluthochdruck und hilft bei altersbedingten Gefäßveränderungen.

Bärlauch im Wald
Bärlauch sprießt im Frühjahr und eignet sich als Gewürz für Speisen und kann einige Altersbeschwerden lindern© Fotolia
 

Bärlauch: Anwendung und Heilwirkung

Definition Bärlauch

Bezeichnung: Allium ursinum Familie: Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) Gattung: Lauch (Allium)

Als pflanzliches Arzneimittel wird Bärlauch eher selten verwendet. Trotzdem hat er eine gewisse Heilwirkung. Die Volksmedizin verwendet Bärlauch bei Verdauungsbeschwerden, Bluthochdruck sowie vorbeugend gegen altersbedingte Gefäßveränderungen. Ihm wird eine antibakterielle, antibiotische, blutdrucksenkende, durchblutungsfördernde und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Vor der Blütezeit gelten die Blätter als heilsam, danach nur noch die Blüten. Eine Bewertung durch die Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes liegt nicht vor.

 

Im Bärlauch enthaltene Wirkstoffe

Allicin, Alliin, Vinylsulfid, Lauchöl, Flavonoide

 

Botanik

Bärlauchpesto gegen Frühjahrsmüdigkeit
Bärlauchpesto schmeckt nicht nur besonders lecker, sondern regt auch gleichzeitig den Stoffwechsel an. Genau richtig, um die Frühjahrsmüdigkeit zu bekämpfen© Fotolia

Der mehrjährige Bärlauch kann 20 bis 50 cm groß werden. Die ausdauernde, krautige Pflanze mit einem zwei- oder dreikantigen, geraden Stängel hat langstielige, grundständige Laubblätter mit einer Breite von je zwei bis fünf Zentimetern. Die Blätter des Bärlauchs beginnen schon im Februar und März zu wachsen. In den Monaten April bis Juni blüht die Pflanze mit einem doldenartigen Blütenstand. Dieser besteht aus fünf bis 20 sternförmigen, weißen, dreizähligen Blüten. Der Geruch des Bärlauchs erinnert leicht Knoblauch.

 

Verbreitung

Die Heimat des Bärlauchs ist Nordasien und Europa. Angebaut wird er insbesondere in Südeuropa.

 

Andere Namen des Bärlauchs

Bärenlauch, Waldknoblauch, wilder Knoblauch

Wissenswertes über Bärlauch

Beim Sammeln von Bärlauch ist darauf zu achten, dass er nicht mit Maiglöckchen, dem Gefleckten Aronstab oder den austreibenden Blättern der Herbstzeitlosen verwechselt wird. Diese Pflanzen ähneln in ihrer Blattform sehr dem Bärlauch, sind aber giftig und können lebensgefährlich sein.

In Naturschutzgebieten darf Bärlauch nicht gesammelt werden. Außerhalb von Naturschutzgebieten ist das Sammeln geringer Mengen für den Eigenbedarf erlaubt. Um den Bestand zu schonen, sollte der Bärlauch nicht ausgegraben werden. Außerdem sollte pro Pflanze lediglich ein Blatt gepflückt werden.

Bärlauch findet vielfältige Verwendung in der Küche. Zunehmend wird Bärlauch als Knoblauchersatz verwendet.

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