Badezusatz selber machen – 9 Rezepte

Redaktion PraxisVITA
Zitronen und Orangen mit Ölfläschchen
Badezusätze können gesundheitliche Beschwerden lindern – und sind ganz einfach herzustellen © iStock/Anna-Ok

Viele Alltagsbeschwerden können Sie ganz einfach selbst lindern. Und zwar mit selbstgemachtem Badezusatz – PraxisVITA zeigt, welche Wirkung Öle und Gewürze im Badewasser haben und wie Sie zu Hause Badezusätze selbst herstellen.

 

Selbstgemachter Badezusatz mit Wirkung: Gewürze und Öle in der Wanne

Ein Entspannungsbad ist im Winter genau das Richtige. Besonders angenehm und sogar gesund wird es mit dem richtigen Badezusatz. Gewürze und Öle können Ihre Haut pflegen, die Muskeln entspannen und für seelisches Gleichgewicht sorgen. Die Zutaten für Ihr persönliches Gesund-Bad bekommen Sie im Supermarkt oder in der Apotheke. Für das richtige Baden sollten Sie einige Punkte beachten, damit der Badezusatz seine gesundheitsfördernde Wirkung entfalten kann:

  • Bleiben Sie nur 15 bis 20 Minuten in der Wanne – nicht länger.
  • Das Wasser sollte zwischen 35 und 38 Grad heiß sein
  • Duschen Sie nach dem Bad Reste des Zusatzes auf der Haut kurz lauwarm ab
  • Tupfen Sie die Haut nach dem Baden nur etwas ab anstatt mit dem Handtuch zu rubbeln
  • Cremen Sie die noch leicht feuchte Haut mit einer fettigen Lotion ein
  • Ruhen Sie dann mindestens eine halbe Stunde
  • Baden Sie nicht häufiger als zweimal pro Woche
 

Grüner Tee als Badezusatz hilft bei der Entgiftung

Grüner Tee wirkt nicht nur von innen, sondern auch von außen: Die zellschützenden Wirkstoffe (Polyphenole) von grünem Tee verbessern den Stoffwechsel und unterstützen so die Entgiftung. Zudem haben die Wirkstoffe Anti-Aging-Eigenschaften, weil sie der Haut bei der Regeneration helfen, sie straffen und die natürliche Balance wiederherstellen.

So funktioniert’s: Fünf bis zehn Beutel Grüntee ins Badewasser geben.

 

Badezusatz für gute Laune – Limette

Das Öl der Limette hilft bei depressiven Verstimmungen und wirkt belebend. Ein weiterer Vorteil der Zitrusfrucht: Als selbstgemachter Badezusatz kann Limette das Bindegewebe straffen.

So funktioniert’s: Drei Tropfen Limetten-Öl mit drei EL Vollmilch mischen und ins Wasser geben.

Limetten-Öl
Limetten-Öl wirkt belebend und strafft das Bindegewebe© iStock/Anna-Ok
 

Thymian-Badezusatz löst sanft verspannte Muskeln

Das in der Pflanze enthaltene Öl Thymol hat einen positiven Effekt bei Muskelkater und -Verspannungen. Die Wirkstoffe des Thymian-Badezusatzes sind krampflösend und antibiotisch. Studien weisen zudem eine Wirksamkeit gegen Osteoporose nach. Für die seelische Ausgeglichenheit ist Thymian ebenfalls förderlich: Der Duft des Krauts wirkt belebend und stimmungsaufhellend.

So funktioniert’s: 250 Gramm Blätter und Blütenstiele in einem Liter Wasser aufkochen, kurz abkühlen lassen und ins Vollbad geben. Sie können den Thymian-Sud zuvor auch durch ein feines Sieb filtern. 

 

Rosmarin im Badewasser regt die Herzfunktion an

Rosmarinextrakt regt das Herz an und führt zu leichtem Blutdruckanstieg – ideal bei niedrigem Blutdruck. Wegen seiner belebenden Wirkung ist ein Rosmarin als Badezusatz vor dem Schlafengehen nicht geeignet.

So funktioniert’s: Acht Tropfen Rosmarin-Öl mit acht EL Vollmilch mischen und ins Wasser geben.

Rosmarin-Öl
Rosmarin eignet sich als Badezusatz gut für Menschen mit niedrigem Blutdruck© iStock/Madeleine_Steinbach
 

Badezusatz aus Haferflocken für gesunde Haut

Ein Badezusatz mit Getreideflocken beruhigt die Haut sanft und lindert Reizungen und Rötungen.

So funktioniert’s: Ein bis zwei TL ins Badewasser geben. Damit kein Haferbrei daraus wird, die Flocken in ein Teenetz oder –ei geben.

 

Stimmungsvoller Badezusatz – Zimt wärmt in der Winterzeit

Das Gewürz kurbelt den Stoffwechsel an und verstärkt so die aufwärmende Wirkung des Bads. In der Schwangerschaft ist das Zimtbad allerdings mit Vorsicht zu genießen, da Zimt die Wehentätigkeit anregen kann.

So funktioniert’s: Drei bis vier Zimtstangen in das einlaufende Badewasser geben.

Zimtstangen
Ein paar Zimtstangen im Badewasser kurbeln den Stoffwechsel an© iStock/Ivanmollov
 

Baden mit Ingwer gegen Gelenkschmerzen

Der fruchtig-frische Duft von Ingwer-Öl ist nicht nur eine Wohltat für die Nase. Die im Ingwer enthaltenen Gingerole lindern auch Schmerzen. Wer unter Rheuma leidet, profitiert besonders. Testen Sie die Verträglichkeit zunächst mit Teilbädern.

So funktioniert’s: Zehn Tropfen Öl mit zehn EL Vollmilch mischen und ins Wasser geben.

 

Eukalyptus vertreibt Erkältungen

Über den Wasserdampf gelangen schleimlösende Wirkstoffe in die Atemwege. Die Bronchien entspannen sich, das Abhusten wird erleichtert.

So funktioniert’s: Zehn Tropfen Eukalyptus-Öl mit zehn EL Vollmilch mischen, ins Wasser geben.

TippFür Ihr nächstes Entspannungsbad können Sie auch Badekugeln selber machen, um für noch meh Entspannung und duftende Aromen beim Baden zu sorgen.

 

Zitrone als Badezusatz gibt Kraft und Energie

Das Öl der Zitrone ist vor allem für seine belebende Wirkung auf Körper und Geist bekannt. Ein paar Tropfen im Badewasser sind ideal, um nach einem anstrengenden Tag wieder Kraft und Energie zu tanken.

So funktioniert’s: Drei Tropfen Zitronen-Öl mit drei EL Vollmilch mischen und ins Wasser geben.

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