Babybrei selber machen – gesunde Rezepte

Baby bekommt Brei
Foto: iStock/Mirko Pernjakovic

Der größte Vorteil vom selbstgemachten Babybrei? Sie wissen ganz sicher, was drin ist. Und, nun ja, in der Regel schmeckt er auch einfach besser. Da ist auch der etwas größere Aufwand schnell vergessen. Babybrei selber machen: Wenn Sie wissen, worauf Sie beim Kochen achten müssen, wird die Zubereitung schnell zur einfachen Routine. Wir liefern Ihnen wertvolle Tipps und leckere Rezepte zum Nachkochen. 

Babybrei selber machen – unsere Tipps

Bevor Sie loslegen, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Diese Tipps sollten Sie beim DIY-Babybrei unbedingt kennen: 

  1. Bio-Produkte wählen: Wenn es um das richtige Obst und Gemüse für den selbstgemachten Babybrei geht, sollte Ihre Wahl auf hochwertige Produkte in Bio-Qualität fallen. So können Sie sich sicher sein, dass die Lebensmittel weder mit Pestiziden, noch mit anderen Schadstoffen behandelt sind. 
  2. Frische Nahrungsmittel: Außerdem sollten Sie zu ausschließlich frischen Lebensmitteln greifen. Denn je frischer ein Produkt, desto mehr Nährstoffe und Vitamine sind darin enthalten. 
  3. Zutaten sanft zubereiten: Damit die wertvollen Nährstoffe der Produkte beim Kochen nicht verloren gehen, ist auf eine schonende Zubereitung zu achten. Gemüse sollten Sie lieber dünsten als kochen – so kurz wie möglich. So werden wasserlösliche Vitamine nicht ausgewaschen.  Wenn Sie alle Zutaten vorher klein schneiden, garen sie zügiger und es werden Nährstoffe bewahrt.
  4. Ausgewogene Mischung: Ihr Baby benötigt viele Nährstoffe, um ein gesundes Wachstum sicherzustellen. Obst allein liefert zum Beispiel nicht genügend Energie. Und in einem puren Gemüsebrei steckt nicht genug Eisen – so ganz ohne Fleisch. Starten Sie mit Gemüsebrei. Nach ein bisschen Zeit können Sie Kartoffeln hinzufügen – und irgendwann auch mageres Fleisch, das sich gut pürieren lässt. 
  5. Babybrei nicht würzen: Und warum? Nun, auch wenn Ihnen der Brei geschmacklos erscheint, kann Salz sich ungünstig auf die noch nicht vollständig entwickelten Nieren Ihres Kindes auswirken. Auch andere Gewürze können weggelassen werden, um die Geschmacksnerven Ihres Nachwuchses nicht zu überfordern. 
  6. Die richtige Konsistenz beachten: Weil ein Baby noch keine oder wenige Zähne hat, ist es wichtig, dass der selbstgemachte Babybrei nicht fest, sondern schön fein püriert ist. Auf diese Weise kann die Beikost leicht geschluckt werden. Später sind auch kleine Stückchen erlaubt.  
  7. Auf Hygiene achten: Ob beim Zubereiten, Kochen oder Aufbewahren des Babybreis – Hygiene ist sehr wichtig. Zutaten sollten gut unter fließendem Wasser abgewaschen werden, um Schmutz zu entfernen. Am besten vor dem Schneiden, damit keine Nährstoffe abhandenkommen. Damit keine Keime in den Brei gelangen, sollten auch Töpfe und Geschirr stets gut gereinigt sein. 
  8. Richtig aufbewahren: Der Babybrei ist selbstgemacht und fertig zum Verzehr – und was, wenn es zu viel geworden ist? Am besten frieren Sie den Brei in kleinen Portionen ein. Wer keine Lust hat jeden Tag frisch zu kochen, der freut sich über diese Möglichkeit. Im Kühlschrank ist der Brei hingegen nur 24 Stunden haltbar. 

Babybrei-Rezepte für mittags, nachmittags und abends

Für eine optimale Versorgung Ihres Kindes sollten im Mittagsbrei, Nachmittagsbrei und Abendbrei jeweils unterschiedliche Zutaten verarbeitet sein – selbstverständlich ganz je nach Alter:

  • Das Grundrezept des Mittagsbreis besteht optimalerweise aus Gemüse, Kartoffeln, Öl, Fruchtsaft und Getreide oder Fleisch. 
  • Der Nachmittagsbrei besteht am besten aus Getreideflocken, Wasser, Öl und Obst. 
  • In den Abendbrei kommen Milch, Obst, Getreideflocken oder Grieß.

Beikost – ab wann geht’s los?

Die WHO empfiehlt die ersten sechs Monate zu stillen. Ab dem sechsten Monat können Sie also mit der Einführung eines Mittagsbreis beginnen. Dazwischen gibt es wie gewohnt Muttermilch oder die Flasche. Ab dem siebten Monat kommt dann ein Abendbrei (Milch-Getreide-Brei) hinzu und ab dem achten Monat der Nachmittagsbrei (Obst-Getreide-Brei). 

Viele Babys zeigen schon ab dem fünften Monat Anzeichen, dass sie bereit für Beikost sind. Deshalb wird generell zwischen dem 5. und 7. Monat mit der Einführung von Beikost begonnen. Die Anzeichen sind: Ihr Baby kann mit Hilfe aufrecht sitzen und den Kopf aufrecht halten, es zeigt Interesse an Ihrem Essen, es möchte sich Nahrungsmittel in den Mund stecken. 

Kartoffelbrei selber machen
Foto: iStock/tycoon751

Rezept: Karotten-Pastinaken-Kürbis-Gemüsebrei (ideal für den Beikost-Start)

Was Sie brauchen: 

  • Bio-Gemüse, etwa Karotten, Kürbis, Pastinaken (300 g)
  • Wasser

So geht’s: 

  1. Waschen Sie das Gemüse vor der Verarbeitung unbedingt gründlich ab, um Schmutz zu entfernen. Anschließend putzen, schälen und in kleine Stücke schneiden. Gut zu wissen: Je kleiner die Stücke, desto kürzer die Garzeit. So bleiben mehr Nährstoffe und Vitamine in der Kost.
  2. Geben Sie das kleingeschnittene Gemüse in einen Topf und bedecken Sie es mit ¾ kalten Wasser. Lassen Sie es mit geschlossenem Deckel ca. 10-15 Minuten leicht kochen bis das Gemüse schön weich ist. Je nach Größe der Stücke kann die Kochzeit variieren.
  3. Nun lassen Sie das Gemüse kurz abkühlen und pürieren das Gemüse anschließend zu einem feinen Brei – mit dem Kochwasser! Dieses enthält nämlich die ausgewaschenen Nährstoffe.

Rezept: Gemüse-Fleisch-Kartoffel-Brei (ideal für den Mittag)

Was Sie brauchen: 

  • Bio-Gemüse, z.B. Zucchini, Karotten, Broccoli (100 g)
  • Kartoffeln (50 g)
  • Mageres Fleisch vom Schwein, Rind, Lamm oder Geflügel (30 g)
  • Fruchtsaft (1-1,5 EL)
  • Rapsöl (1 EL)
  • Wasser

So geht’s: 

  1. Fleisch in wenig Wasser weich kochen, klein schneiden und hinterher gut pürieren. Gemüse gründlich waschen, putzen und klein schneiden. Dünsten Sie es in wenig Wasser bis es weich ist. Jetzt können Sie das pürierte Fleisch hinzugeben und lassen die Masse einmal kurz aufkochen.
  2. Geben Sie die geschälten, in kleine Stücken geschnittenen und weichgekochten Kartoffeln dazu. Umrühren und Obstsaft eingießen.
  3. Zum Schluss nur noch Pflanzenöl unterheben und etwas abkühlen lassen.

Zucchini Avocado Brei
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Rezept: Zucchini-Avocado-Brei (vegetarischer Mittagsbrei)

Was Sie brauchen: 

  • Zucchini (100 g)
  • Reis (roh ca. 25 g)
  • ¼ Avocado, reif
  • Hirseflocken (1 EL)
  • Apfelsaft (3 EL)
  • Wasser

So geht’s: 

  1. Reis nach Packungsanleitung weich kochen. Waschen Sie die Zucchini gut ab und schneiden sie in kleine Stückchen. Diese geben Sie in einen Topf und fügen etwa 50-60 ml Wasser hinzu. Lassen Sie alles ca. 7-8 Minuten leicht köcheln.
  2. Geben Sie nun die Hirseflocken und den gekochten Reis dazu. Einmal aufkochen lassen und 2-3 Minuten quellen lassen.
  3. Schneiden Sie das Fruchtfleisch einer ¼ Avocado in kleine Stücken. Geben Sie die Avocado zusammen mit dem Apfelsaft in den Topf und pürieren alles fein. Sollte der selbstgemachte Babybrei zu fest sein, einfach noch etwas Wasser hinzufügen. 

Bananenbrei
Foto: iStock/tycoon751

Rezept: Himbeer-Banane-Brei (ideal für den Nachmittag)

Was Sie brauchen: 

  • Feine Vollkorn-Haferflocken (20 g)

  • Himbeeren, frisch oder aufgetaute TK-Ware (50 g)

  • Banane (50 g)

  • Wasser (100 ml)

  • Rapsöl (1 TL)

So geht’s: 

  1. Lassen Sie das Wasser in einem Topf kurz aufkochen und geben Sie die Vollkorn-Haferflocken hinzu. Nun 1-2 Minuten leicht weiterkochen lassen.

  2. Schalten Sie die Herdplatte dabei ruhig schon aus. Waschen Sie die Himbeeren oder lassen Sie tiefgekühlte Früchte mit genügend Vorlaufzeit auftauen.

  3. Banane schälen und kleinschneiden. Geben Sie das Obst zum Haferbrei, fügen Sie das Rapsöl hinzu und pürieren Sie alles zu einem feinen Babybrei. Selbstgemacht schmeckt’s einfach besser. 

Milch-Getreide-Brei
Foto: iStock/Thomas Demarczyk

Rezept: Milch-Getreide-Brei (ideal für den Abend)

Was Sie brauchen:

  • Vollmilch oder Säuglingsmilch  (200 ml)
  • Feine Vollkorn-Haferflocken oder Grieß (20 g)
  • Obstsaft oder -püree (4 TL)

So geht’s: 

  1. Kochen Sie die Vollkorn-Getreideflocken in der Vollmilch (3,5 % Fett) auf oder rühren Sie diese je nach Packungsanweisung in die Milch ein. Wer Säuglingsmilch  nutzt, sollte die Flocken in heißes Wasser einrühren und aufkochen lassen.
  2. Abkühlen lassen und Säuglingsmilchpulver unterrühren. Als letztes fügen Sie den Obstsaft bzw. das Obstpüree hinzu. Gut durchmischen, fertig.