Babyakne: Rote Pickelchen in den ersten Lebenswochen

Redaktion PraxisVITA

Babyakne ist in den ersten Lebenswochen des Säuglings keine Seltenheit. Die Ursachen sind meist hormonelle Veränderungen nach der Geburt, durch die Pickel und Pusteln entstehen. Eltern sollten bei Babykne auf die richtige Pflege achten.

Ein Baby mit Akne im Gesicht
Etwa jedes fünfte Neugeborene bekommt in den ersten Lebenswochen Babyakne Foto:  istock_princessdlaf
Inhalt
  1. Was ist Babyakne?
  2. Babyakne: Welche Ursachen hat sie?
  3. Babyakne: Was hilft dagegen?
  4. Was ist der Unterschied zwischen Babyakne und Säuglingsakne?
  5. Babyakne: Was Eltern tun können
 

Was ist Babyakne?

Babyakne, auch Neugeborenenakne genannt, ist eine häufige, aber harmlose Hauterkrankung von Babys während ihrer ersten Lebenswochen. Der medizinische Fachbegriff lautet Akne neonatorum oder Neugeborenen-Exanthem. Akne beim Baby äußert sich durch rote Pickelchen mit gelblichen Knötchen in der Mitte. Sie treten meist an den Wangen, um die Nase oder auf der Stirn auf, seltener am Rücken oder Gesäß.

Etwa 20 Prozent aller Neugeborenen sind von Akne betroffen – Jungen entwickeln sie etwas häufiger als Mädchen. Meist entstehen die Pusteln etwa drei Wochen nach der Geburt, einige Kinder kommen sogar schon mit ihnen zur Welt. Medizinisch gesehen ist die Babyakne eine spezielle Form der Acne vulgaris, also der Akne, unter der besonders Teenager in der Pubertät leiden.

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Babyakne: Welche Ursachen hat sie?

Ursachen der Babyakne sind die Hormone, die der Körper der Mutter im letzten Schwangerschaftsdrittel vermehrt ausschüttet. Sie lassen die Lungen des heranwachsenden Babys reifen, sie fördern die Ausbildung seines Immunsystems und regen auch die Talgdrüsen des Babys an, die der Haut Schutz bieten.

Dadurch produzieren die Talgdrüsen vorübergehend zu viel Talg, der die Poren verstopft und Pickel und Pusteln entstehen lässt. Etwa zwischen der dritten und sechsten Lebenswoche stellt sich zudem der Hormonhaushalt des Säuglings um. Auch darauf reagiert die Babyhaut mit vermehrter Talgproduktion.

 

Babyakne: Was hilft dagegen?

Gerade Mütter sind häufig besorgt beim Thema Babyakne. Was hilft und wie lange dauert sie? Die gute Nachricht: Neugeborenenakne muss nicht behandelt werden. Sie tritt nur zeitlich begrenzt auf und verursacht beim Baby weder Schmerzen noch Juckreiz. Innerhalb von drei bis vier Monaten heilt sie von alleine ab. Außerdem hinterlässt Babyakne im Gesicht keine Narben.

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Was ist der Unterschied zwischen Babyakne und Säuglingsakne?

Säuglingsakne (Acne infantum) tritt zwischen dem dritten und dem sechsten Lebensmonat auf. Im Gegensatz zur Babyakne muss sie behandelt werden. Das Erscheinungsbild ist ähnlich, doch aus den kleinen Pickeln auf Stirn und Wangen können sich Narben entwickeln. Daher ist Säuglingsakne ein Fall für den Kinderarzt.

 

Babyakne: Was Eltern tun können

Was ganz wichtig ist: Die Pickel sollten nicht ausgedrückt werden, da sich die empfindliche Babyhaut dadurch entzünden könnte. Auch braucht Babyakne keine besondere Reinigung. Es genügt, die betroffenen Stellen im Gesicht mit lauwarmem Wasser zu reinigen. Falsche Hautpflege kann Babyakne verstärken, daher sollten Eltern keine Babyöle oder andere fetthaltige Cremes auf die betroffenen Hautpartien auftragen. Zudem ist auf ein sanftes Abtrocknen des Gesichts zu achten, damit die Babyakne nicht gereizt wird.

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Quellen:

Abeck, D. & Cremer, H. (2014): Häufige Hautkrankheiten im Kindesalter: Klinik - Diagnose - Therapie, Heidelberg: Springer Verlag

 

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