Baby ist erkältet: Was hilft?

Redaktion PraxisVITA

Wenn das Baby erkältet ist, sind besondes frisch gebackene Eltern schnell besorgt. Doch ab wann geht man bei Erkältung mit dem Baby zum Arzt? Und ist ein Schnupfen bedenklich?

Babys neigen im ersten Lebensjahr zu Erkältungen, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgebaut ist
Babys neigen im ersten Lebensjahr zu Erkältungen, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist Foto:  istock | pixelfit
Inhalt
  1. Warum ist mein Baby so häufig erkältet?
  2. Was hilft, wenn das Baby erkältet ist?
  3. Ab wann geht man mit dem Baby bei Erkältung zum Arzt?
 

Warum ist mein Baby so häufig erkältet?

Meist besteht kein Grund zur Sorge, wenn das Baby erkältet ist. Zwischen sechs und zehnmal im Jahr bekommen Babys in der Regel eine Erkältung, weil das Immunsystem noch nicht ausgereift ist. Dann haben Viren eine größere Chance, sich über den Mund, Nasen und Rachenraum zu verbreiten. Eine Erkältung kommt zudem in der kälteren Jahreszeit häufiger vor, weil die Schleimhäute nicht gut durchblutet werden, was sie wiederum durchlässiger für Viren macht.  Oft wird eine Erkältung von Fieber begleitet. Hält sie länger an, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Bis eine Erkältung bemerkt wird, können zwischen Ansteckung und ersten Anzeichen bis zu fünf Tage vergehen. Erste Symptome einer Erkältung beim Baby sind häufig Abgeschlagenheit und Schnupfen. Schläft das Baby unruhig, schreit es viel und läuft die Nase, könnte es erkältet sein. 

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Was hilft, wenn das Baby erkältet ist?

Ein Mittel gegen Viren, die eine Erkältung auslösen, gibt es nicht. In der Regel dauert eine Erkältung beim Baby zwischen sieben und zehn Tagen an. Eltern fragen sich aber häufig: Welche Behandlung ist sinnvoll, wenn das Baby Schnupfen hat? In der Tat können Eltern einige Dinge tun, um ihren Kindern Linderung zu verschaffen.

Ist das Baby erkältet, helfen Ruhe und viel Schlaf. Feuchte Tücher über der Heizung befeuchten die Luft und unterstützen die Atemwege. Hat das Baby Schnupfen, gibt es einfache Mittel wie Nasentropfen aus Kochsalzlösung, die die Schleimhäute abschwellen lassen. Auch gibt es in der Apotheke milde Nasentropfen, die speziell für erkältete Babys entwickelt wurden.

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Ist ein Baby erkältet, raten Ärzte von ätherischen Ölen als Behandlung ab. Sie können zu starken Nebenwirkungen wie Übelkeit oder sogar Krampfanfällen führen. Tees aus Fenchel oder Holunder dagegen helfen sehr gut bei Erkältung. Auch eine warme Milch mit Honig hilft bei trockenem Husten. Manchmal wirkt auch ein freiverkäuflicher Hustensaft aus der Apotheke.

 

Ab wann geht man mit dem Baby bei Erkältung zum Arzt?

Ist ein Schnupfen bedenklich? Die Antwort lautet: zunächst nicht. Doch ist das Baby erkältet und die Symptome halten länger als drei Tage an, sollte der Gang zum Kinderarzt nicht hinausgezögert werden. Ebenso sind Teilnahmslosigkeit und eine schnelle Atmung oder ein Röcheln im Hals Alarmsignale. Je jünger das Baby ist, desto eher sollten Eltern bei einer Erkältung der Arzt aufsuchen, etwa wenn es jünger als drei Monate ist. Auch bei anhaltendem Fieber ab 39 Grad ist ein Arztbesuch ratsam. Sind Eltern unsicher, was zu tun ist, wenn das Baby erkältet ist, sollte eine Beratung beim Kinderarzt oder beim ärztlichen Bereitschaftsdienst erfolgen.

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Quellen:

Erkältung. Was ist eine Erkältung was ein grippaler Infekt?, in: Kinderärzte im Netz

Grippaler Infekt – eine häufige Erkrankung bei Kindern, in: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Mein Kind hat Fieber, in: Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin

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