Mutation grassiert in Klinik: Massenhaft Patienten positiv

Ines Fedder Medizinredakteurin

In einer Klinik in Nordrhein-Westfalen ist es bereits zum zweiten Mal zu einem heftigen Corona-Ausbruch gekommen. Zahlreiche Patienten sind betroffen. Aufgrund der festgestellten Mutante aus England sind nun einschränkende Maßnahmen erforderlich. Die Hintergründe.

 

+++05.03. Corona-Ausbruch im Kreis Paderborn: 82 Infizierte+++

Bereits zum zweiten Mal ist es in der Aatalklinik in Bad Wünneberg in Kreis Paderborn zu einem großen Corona-Ausbruch gekommen. Nach aktuellen Informationen wurden bisher 59 Patienten und 23 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Unabhängig von einer bestehenden Symptomatik sollen nun die insgesamt 400 Patienten und Mitarbeiter einer Reihentestung unterzogen werden, wie unter anderem das „Westfalen-Blatt“ berichtet. 

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Reha-Bereich der Klinik stark betroffen

Der Schwerpunkt des Ausbruchs soll nach Angaben des Landkreises wohl im Reha-Bereich der Klinik liegen. Todesfälle sind bisher nicht bekannt. Aktuell gibt es ein Aufnahmestopp, auch ein Besuchsstopp wurde verhängt.

 

Britische Virus-Mutation in Klinik in Bad Wünneberg festgestellt

Laut Medienberichten soll bei den positiven Fällen in der Aatalklinik auch die britische Virus-Mutante B1.1.7 nachgewiesen worden sein. Nach der folgenden Reihentestung sind weitere positive Fälle zu erwarten. 

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+++Corona-Fallzahlen am 5. März: Sieben-Tage-Inzidenz steigt+++

Das Robert Koch-Institut (RKI) vermeldet heute, am 5. März innerhalb eines Tages 10.580 Corona-Neuinfektionen. Innerhalb 24 Stunden wurden zudem 264 weitere Todesfälle von den Gesundheitsämtern dem RKI gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt mit 65,4 leicht an (Vortag: 64,7). Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Lagebericht vom Donnerstag (4.03.) bei 0,99. 

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+++04.03 Sachsen kippt Corona-Verbote+++

Obwohl Sachsen scharfe Kritik an den gestern beschlossenen Lockerungen geübt hat, kippt die Landesregierung zwei wichtige Corona-Maßnahmen: Ab Montag (03.08) werden das Ausgangsverbot und der Bewegungsradius aufgehoben. Zudem hat die Landesregierung verkündet, sich an den Beschlüssen von Bund und Ländern halten zu wollen.

 

Sachsen hebt Ausgangsverbot und Bewegungsradius auf

Aufgrund hoher Infektionszahlen erließ Sachsen im Dezember eine nächtliche Ausgangssperre. In vielen Landkreisen galt zudem der Bewegungsradius von 15 Kilometern. Ab Montag wird es beide Regeln nicht mehr geben, wie Sozialministerin Petra Köpping (SPD) im Anschluss an den Beratungen der Landesregierung erklärte. Wenn jedoch die Sieben-Tage-Inzidenz über 100 steigt, könnten die Landkreise die Regeln wieder einführen – verpflichtet wird dies aber nicht sein.  

 

Weitreichende Lockerungen geplant

Zudem möchte sich Sachsen wider Erwarten an den Beschlüssen halten, auf die sich Bund und Länder gestern auf dem Corona-Gipfel geeinigt haben. Bereits am Montag werden entsprechend des auf dem Corona-Gipfel beschlossenen Fünf-Punkte-Öffnungsplans die Kontaktbeschränkungen gelockert. Demnach dürfen sich fünf Personen aus zwei Haushalten treffen, wenn die Inzidenz unter 100 liegt. Darüber hinaus sollen Blumengeschäfte, Baumärkte sowie Museen, Galerien und Zoologische Gärten wieder öffnen dürfen. In zwei Wochen soll die Öffnung von Theatern, Opern und Konzerthäusern folgen.

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Schulen sollen wieder öffnen

Auch für Schulen hat Sachsens Landesregierung einen konkreten Öffnungsplan vorgelegt. So sollen ab dem 10. März Förderschulen zum Regelbetrieb zurückkehren. Am 15. März würden alle weiterführenden Schulen in den Wechselunterricht übergehen, wie Kultusminister Christian Piwarz erklärte. Die Schulöffnungen sollen durch flächendeckende Tests für Schüler und Lehrer begleitet werden. Diese sollen verpflichtend sein, sobald genügend Test-Kapazitäten vorhanden seien.

 

Lockerungen trotz Kritik von Kretschmer

Die Beschlüsse der sächsischen Landesregierung kommen überraschend: Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die geplanten Lockerungen gestern noch scharf kritisiert – sie kämen zu schnell und gingen zu weit. In einer Protokoll-Notiz des Beschluss-Papiers hieß es:

„Der Freistaat Sachsen hält die hier beschlossenen unkonditionierten Öffnungen angesichts der aktuellen und absehbaren Infektionslage sowie Impfquote für nicht vertretbar; er ist der Ansicht, dass Öffnungen mit einem verpflichtenden und funktionierenden Testregime gekoppelt sein müssen.“

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+++04.03 Corona-Ausbruch in Westfleisch-Fabrik+++

Nachdem Westfleisch bereits im letzten Jahr mehrmals mit Corona-Ausbrüchen zu kämpfen hatte, vermeldet das fleischverarbeitende Unternehmen erneut zahlreiche Infektionen auf einem Schlachthof für Rinder und Schweine in Hamm-Uentrop (Nordrhein-Westfalen).

In den letzten zwei Wochen seien bei den täglichen Tests der rund 1.000 Mitarbeiter 36 Corona-Infektionen festgestellt worden, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte. Darunter seien zwei Fälle der britischen Virus-Variante B1.1.7.

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Die Betroffenen seien daraufhin isoliert und in einer separaten Unterkunft untergebracht worden. Zudem mussten sich 63 Kontaktpersonen nach behördlicher Anordnung in häusliche Isolation begeben. Neben den Infizierten wurden weitere 85 Mitarbeiter isoliert. Dies sei eine „Vorsichtsmaßnahme“, erklärt das Unternehmen. Die Unterkünfte würden von einem Sicherheitsdienst überwacht. Um eine weitere Verbreitung zu verhindern, stehe das Unternehmen im engen Austausch mit der Stadt Hamm.

 

+++Aktuelle Corona-Zahlen in Deutschland: 7-Tage-Inzidenz steigt+++

Nach einem kurzzeitigen Abwärtstrend steigen die Infektionszahlen wieder – und damit auch die Sieben-Tage-Inzidenz. Das Robert Koch-Institut vermeldet 11.912 Neu-Infektionen binnen eines Tages. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.471.942 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Zudem sind innerhalb eines Tages 359 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Die Gesamt-Zahl der Corona-Todesfälle beläuft sich auf 11.869.  

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Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstagmorgen laut Angaben des RKI bei 64,7 – am Vortag lag sie noch bei 64,0. Der R-Wert, der das Infektionsgeschehen acht bis 16 Tage zuvor abbildet, sinkt hingegen leicht auf 0,93 (Vortag 0,94). Somit stecken 100 Infizierte im Durchschnitt 93 Menschen mit dem Coronavirus an.

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+++03.03. Kliniken von Corona-Ausbrüchen betroffen+++

Aktuell haben es das Knappschaftskrankenhaus in Dortmund-Brackel und das Regiomed-Klinikum Hildburghausen mit größeren Corona-Ausbrüchen zu tun. Beide Einrichtungen sind in der Vergangenheit bereits von Ausbrüchen des Virus betroffen gewesen.  

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B.1.1.7-Infektionen in Dortmunder Klinik

Wie eine Sprecherin der Stadt Dortmund auf Nachfrage von „Radio 91.2“ bestätigte, wurden im Knappschaftskrankenhaus ingesamt 56 Personen positiv auf COVID-19 getestet. Die Infizierten wurden isoliert. Es herrscht ein Aufnahme- und Entlassungsstopp.
 
Wie sich die Infektionen unter den Mitarbeitenden und Patienten verteilen, ist nicht bekannt. Was inzwischen allerdings feststeht: Bei knapp 50 Prozent der Fälle – genau 26 – handelt es sich um eine Infektion mit der britischen Corona-Mutante B.1.1.7

 

Wiederholte Corona-Ausbrüche

Das nordrhein-westfälische Krankenhaus kämpfte bereits mehrmals gegen Corona-Ausbrüche. Zuletzt kam es Ende Januar sowie Ende Februar zu sprunghaft ansteigenden Corona-Infektionen. Der aktuelle Ausbruch stehe mit dem vorangegangenen in Verbindung, hieß es vonseiten der Stadt.  

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Hildburghausen: 50 Infektionen, keine schweren Verläufe

Zu einem „explosionsartigen“ Anstieg der Corona-Infektionen kam es im Regiomed-Klinikum Hildburghausen in Thüringen. Dies bestätigte Geschäftsführer Michael Musick am Dienstag gegenüber der Presse.

Aktuell sind 30 Patientinnen und Patienten sowie 20 Mitarbeitende infiziert. Bisher zeichnen sich keine schwere Krankheitsverläufe ab. Ob sich unter den Infektionen B.1.1.7-Fälle befinden, muss noch untersucht werden. Das Ausbruchsgeschehen nannte Musick „diffus“.  

 

Klinik leitet Gegenmaßnahmen ein

Bereits im Mai 2020 hatte es das Regiomed-Klinikum mit einem kleineren Corona-Ausbruch zu tun. Damals hatten sich sechs Mitarbeitende angesteckt. Aktuell befindet sich die Einrichtung im Notbetrieb: Das Krankenhaus wurde von der Versorgung abgemeldet, Notfälle werden allerdings behandelt. 

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+++Corona-Infektionen: 1.000 mehr als vor einer Woche+++

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem Robert Koch-Institut 9.019 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind über 1.000 mehr als in der Woche zuvor, in der 8.007 neue Fälle gemeldet worden waren. Die Zahl der Todesfälle ist indes minimal gesunken: von 422 in der Vorwoche auf aktuell 418.

Seit Beginn der Pandemie in Deutschland haben sich demnach 2.460.030 Personen mit COVID-19 infiziert, 70.881 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche verzeichnet werden, sinkt seit Wochenbeginn leicht. Am Montag lag der Wert bei 65,8, am Dienstag bei 65,4 und heute bei 64,0

Auch die bundesweite Reproduktionszahl sinkt im Vergleich zum Vortag minimal: von 1,01 auf 0,94. Die 7-Tage-R bildet das Infektionsgeschehen acht bis 16 Tage zuvor ab. Der Wert gibt an, wie viele Mitmenschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt – aktuell geben 100 Infizierte das Virus an 94 andere weiter.  

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+++02.03. Corona-Ausbruch in Bäckerei-Kette in Bayern+++

In Holzkirchen im Landkreis Miersbach bei München ist es zu einem größeren Corona-Ausbruch bei der Bäckerei-Kette „Ratschillers“ gekommen. Wie das Nachrichten-Portal „Merkur.de“ berichtet, habe sich der erste positive Corona-Fall in der Produktionsstätte bereits am 11. Februar ereignet. Anschließend habe man sofort reihenweise Schnelltests angeordnet, um den Infektionsherd schnellstmöglich einzudämmen, berichtet der Geschäftsführer der Bäckerei-Kette, Bernhard Auracher gegenüber „Merkur.de“.

Infolge weiterer Testungen wurden insgesamt 16 Mitarbeiter in der Produktion positiv getestet. Bei diesen wurde auch die britische Corona-Mutante B1.1.7 festgestellt. 

 

Behörden loben schnelles Handeln

Aktuell hat der Betrieb seine Arbeit wieder aufgenommen. Die Mitarbeiter werden im Schichtsystem eingesetzt und jeweils vor Arbeitsbeginn getestet. Die Behörden lobten das schnelle und effektive Handeln des Unternehmens zur Eindämmung des Infektionsgeschehens. 

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+++Superspreaderin tritt Corona-Welle los+++

Eine Arztpraxis in Düsseldorf-Pempelfort wurde zum Hotspot eines besonders krassen Corona-Ausbruchs. Eine der Angestellten ist mit der britischen Corona-Mutante B.1.1.7 infiziert, arbeitete aber trotz Krankheitssymptomen weiter. Die Praxis ist inzwischen geschlossen, doch die Zahl der möglichen Kontaktpersonen steigt weiter. 

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Immer mehr Kontaktpersonen

Am Wochenende hatte die Stadt Düsseldorf noch von 450 möglichen Kontaktpersonen gesprochen. Inzwischen steht fest: Rund 600 Menschen sind von dem Superspreader-Vorfall betroffen. Wie unter anderem der „WDR“ meldet, habe die Arzthelferin nicht durchgängig Maske getragen, was die von ihr ausgehende Ansteckungsgefahr zusätzlich befeuerte. 

Rund 60 Prozent der möglichen Kontaktpersonen konnten inzwischen telefonisch benachrichtigt werden. Bei den restlichen stimmten die hinterlegten Telefonnummern nicht. Sie werden nun per Brief von dem Corona-Ausbruch informiert. 

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+++Corona in Deutschland: Neuinfektionen steigen weiter+++

In den vergangenen 24 Stunden sind dem RKI 3.943 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Am vergangenen Dienstag waren es mit 3.883 minimal weniger. Die Zahl der Corona-Toten verringerte sich mit 358 Menschen indes im Vergleich zur Vorwoche (415).   
Seit Beginn der Pandemie haben sich in Deutschland 2.451.011 Personen mit SARS-CoV-2 angesteckt. 70.463 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. 

Die 7-Tage-Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag minimal: von 65,8 auf aktuell 65,4. Der Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche verzeichnet werden. Am 2. Februar hatte die bundesweite 7-Tage-Inzidenz noch bei 90 gelegen. 

Im aktuellen Lagebericht gibt das Robert Koch-Institut außerdem an, dass inzwischen 4.079.107 Personen (4,9%) die Erstimpfung und 2.095.255 (2,5%) die Zweitimpfung gegen das Coronavirus erhalten haben. 

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+++01.03. Weitere Klinik im Notbetrieb+++

Neben Altenheimen sind immer wieder Krankenhäuser von Corona-Ausbrüchen betroffen. Aktuell befindet sich die ANregiomed Klinik Rothenburg im bayrischen Ansbach nach einem heftigen Corona-Ausbruch im Notbetrieb. 

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Service Corona: 5 Hinweise, dass man bereits infiziert war

 

52 bestätigte Corona-Fälle

Das Krankenhaus informiert online darüber, dass ingesamt 27 Patientinnen und Patienten sowie 25 Mitarbeitende positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden. Ob sich unter den Corona-Fällen auch Infektionen mit der britischen oder südafrikanischen Corona-Mutante befinden, ist nicht bekannt. 

 

Notbetrieb, aber kein kompletter Shutdown 

Die Klinik in Rothenburg ob der Tauber befindet sich ab sofort im Notbetrieb. Das heißt, dass alle planbaren Eingriffe bis auf Weiteres verschoben sind. Lediglich die Notaufnahme und der Kreißsaal dürfen weiterhin Patienten aufnehmen. Amelie Becher, Kaufmännische Direktorin der Klinik, betont außerdem:

„Um unsere Mitarbeiter, Patienten und deren Angehörige bestmöglich zu schützen, haben wir beschlossen, bis auf weiteres keine Patientenbesuche zuzulassen.“

Großangelegte Reihentestungen der knapp 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der 110 stationären Patientinnen und Patienten finden schnellstmöglich statt. Getestet werden dabei auch schon geimpfte Personen und jene, die eine Corona-Infektion bereits hinter sich haben. 

Graphik des Coronavirus
Krankheiten & Behandlung Corona-Mutation B.1.1.7 aus England: Erhöhte Sterblichkeit

 

+++Corona in Deutschland: Inzidenz bei 65,8+++

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz steigt weiter. Am Sonntag lag der Wert noch bei 63,8. Am Montag meldete das RKI 65,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am vergangenen Montag hatte die Inzidenz 61,0 betragen. 

Die Zahl der labortechnisch bestätigten COVID-19-Fälle im Land stieg um 4.732 Neuinfektionen auf 2.447.068. In den vergangenen 24 Stunden starben 60 Menschen mit oder an dem Virus. Ingesamt 70.105 Tote forderte die Pandemie bisher in Deutschland. 
Die Zahlen sind zu Wochenbeginn traditionell niedrig, da an den Wochenenden weniger getestet und weniger gemeldet wird. 

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+++25.02. Corona-Ausbruch bei Miele in Euskirchen+++

In einer Fabrik in Euskirchen der Firma Miele haben sich bis dato 14 Mitarbeiter mit dem gefährlichen Coronavirus infiziert. Bei sechs von ihnen konnte die britische Virus-Variante B.1.1.7 festgestellt werden. Rund 200 Mitarbeiter sind nach Angaben der Firma aktuell in Quarantäne gestellt. Die 200 Mitarbeiter waren allesamt im Produktionsbereich der Firma tätig. Laut Informationen der Verantwortlichen ist bisher kein Beschäftigter aus anderen Bereichen des insgesamt 110.000 Quadratmeter großen Werkgeländes positiv getestet worden. 

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Service „ControlCOVID“-Strategie für Lockerungen der Corona-Maßnahmen: Der Vier-Stufen-Plan des RKI

 

Ausbruch mit britischer Virus-Variante bei Miele: Alle Mitarbeiter getestet

Die Firma habe nach Bekanntgabe der ersten Corona-Fälle direkt gehandelt und anschließend alle 500 Mitarbeiter des Werks auf das Coronavirus getestet. „Miele hat an allen Standorten sehr frühzeitig und konsequent die erforderlichen Konzepte zum Schutz der Belegschaften und Dritter vor Ansteckung entwickelt und umgesetzt, den gesetzlichen Vorgaben entsprechend und darüber hinaus“, erklärt Dr. Stefan Breit, Technik-Geschäftsführer der Miele Gruppe. 

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Wie kam das Virus in die Großfabrik bei Euskirchen?

Die gesamte Produktion von Elektrogeräten wurde indes in dem Werk in Euskirchen eingestellt. „Gesicherte Erkenntnisse“, wie das Virus in das Werk in Euskirchen gekommen ist, liegen aktuell nicht vor. „Wir stehen in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt und stimmen die weiteren Schritte sorgfältig ab“, erklärt Werkleiter Hendrik Krämer in einer offiziellen Stellungnahme.

 

+++Corona-Zahlen am 25. Februar: Zahlen steigen wieder+++

Trotz anhaltendem Lockdown steigen die Zahlen wieder. Am 25. Februar haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut 11.869 Corona-Neuinfektionen gemeldet – das sind 1.662 mehr als in der Vorwoche am 18. Februar. Auch der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert steigt von 59,3 auf 61,7. Zudem wurden dem RKI 285 Todesfälle gemeldet. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert liegt derzeit bei 0,98. 

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Service Corona-Mutante: Diese Bundesländer sind besonders betroffen

 

+++24.02. Corona-Maßnahmen: Wo gelockert, wo verschärft wird+++

Der aktuelle Lockdown ist bis zum 7. März – in Thüringen bis zum 15. März – angesetzt. Am 3. März beraten die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das weitere Vorgehen. Im Vordergrund dabei: eine umsetzbare Öffnungsstrategie für Einzelhandel, Gastgewerbe und Dienstleistungen.
Schon jetzt setzen einige Bundesländer Lockerungen der Corona-Maßnahmen um. So dürfen im März beispielsweise Gartenmärkte, Gärtnereien und Blumenläden in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen wieder öffnen. In anderen Bundesländern wiederum werden die Corona-Maßnahmen verschärft. Was wo gilt – ein Überblick.  

 

Hamburg verschärft die Maskenpflicht

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) gab am Dienstag bekannt, dass die Maskenpflicht in seinem Bundesland verschärft werden wird. Ab dem Wochenende muss an allen belebten Orten der Hansestadt eine Maske getragen werden – insbesondere an beliebten Plätzen wie Stadtpark oder Landungsbrücken. 
Wichtig: Die verschärfte Maskenpflicht gilt auch für Erwachsene auf Spielplätzen sowie für Jogger. 

 

Rheinland-Pfalz: Shopping mit Termin

In Rheinland-Pfalz gelten ab dem 1. März zahlreiche Lockerungen. Unter anderem dürfen neben dem Blumenhandel auch Friseure, Fahrschulen, Fußpflege und Tierparks öffnen. Baumärkte dürfen gartentypisches Sortiment draußen anbieten. 

Die wohl größte Lockerung: Rheinland-Pfalz ermöglicht in Zukunft Shopping nach Termin. „Wir erweitern im kleinen Rahmen unsere ‚Click and Collect‘-Regelungen“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zu den buchbaren Einzelterminen. „Das ist zum Beispiel für Bekleidungsgeschäfte und Brautmodenläden eine Perspektive.“

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Bayern öffnet Baumärkte

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) überraschte mit seinen Vorschlägen zu Lockerungen, galt er bisher doch als Corona-Hardliner. Dennoch werden in Bayern ab dem 1. März die Baumärkte geöffnet und auch Einzelunterricht an Musikschulen soll wieder möglich sein – zumindest in Regionen, deren 7-Tage-Inzidenz unter 100 liegt. Körpernahe Dienstleitungen wie Friseure und Fußpflege ist ebenfalls wieder erlaubt. 

 

Sachsen-Anhalt: Profisportler im Blick

In Sachsen-Anhalt ist ab dem 1. März wieder mehr möglich. Neben Gartenmärkten öffnen Schulen, Friseure, Baumärkte sowie Fahr- und Flugschulen. Auch an Sportschulen soll erneut trainiert und unterrichtet werden, um in Zukunft „wieder Weltmeisterschafts- und Olympiamedaillen zu erringen“, wie Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) betonte. 

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Thüringen verlängert Lockdown – mit Ausnahmen

Bereits Mitte Februar stand fest: Thüringen verlängert den aktuellen Lockdown bis zum 15. März. Grund hierfür ist das nur langsam abflachende Infektionsgeschehen. Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 118,6 ist Thüringen immer noch bundesweiter Spitzenreiter. 
Dennoch sind einige Lockerungen der Corona-Maßnahmen geplant. Ab dem 1. März dürfen Friseure und Gärtnereien wieder Kunden empfangen. Eingeschränkter Regelbetrieb in Schulen und Kitas ist genauso möglich wie das Unterrichten in Fahrschulen. 

 

+++Corona in Deutschland: Inzidenz wieder unter 60+++

Mit einer Inzidenz von 45,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche ist Baden-Württemberg noch das einzige Bundesland, das unter einer Inzidenz von 50 liegt. Bundesweit sinkt der Wert das erste Mal seit vergangener Woche wieder unter 60 – auf heute 59,3. 

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem RKI 8.007 neue COVID-19-Fälle gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.402.818 Personen mit SARS-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 422 Menschen auf 68.740. 

Die Reproduktionszahl liegt aktuell bei 0,96. Sie bezieht sich auf das Infektionsgeschehen vor acht bis sechzehn Tagen. Der Wert 0,96 bedeutet, dass 100 Infizierte rund 96 Mitmenschen anstecken. 

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+++23.02. Schulschließung wegen zu hoher Inzidenz+++

Sich nach einer Inzidenz von 100 zu richten, wenn es um Schulöffnungen geht, stellt sich für viele Städte und Landkreise als schwierig heraus. Was tun bei schwankenden Werten? Die bayrische Stadt Nürnberg ist so ein Grenzfall: Der Inzidenzwert pendelt dieser Tage zwischen knapp über und knapp unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. 
Oberbürgermeister Marcus König zieht nach nur einem Tag Wechselunterricht nun die Notbremse: Nachdem das RKI am Montag die 7-Tage-Inzidenz für Nürnberg mit 101,5 berechnete, ordnet der CSU-Politiker an, die Schulen und Kitas wieder zu schließen. 

 

Nürnberg: Nur einen Tag Wechselunterricht

Für Nürnbergs Schüler*Innen bedeutet das ab heute erneuten Distanzunterricht, die Kitas der Region kehren zur Notbetreuung zurück. Auch die nächtliche Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr gilt wieder. „Das ist keine leichte Entscheidung, aber Sicherheit geht vor“, erklärte König bei einer virtuellen Pressekonferenz am Montagnachmittag. 

Am heutigen Dienstag liegt der Inzidenzwert von Nürnberg laut RKI bei 99,0. Die Schulschließungen gelten für die komplette Woche. Am Donnerstag (25.02.) will die Stadt entscheiden, wie es im März weitergeht. 

Frau trainiert mit Maske im Fitnessstudio
Service Ab Montag: Fitnessstudios öffnen wieder

 

+++Corona in Deutschland: 3.883 Neuinfektionen+++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt im Vergleich zur Vorwoche minimal. Heute meldet das RKI 3.883 neue COVID-19-Fälle binnen 24 Stunden; vergangene Woche waren es mit 3.856 Fällen 27 weniger gewesen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 2.394.811 Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt. Die Zahl der Toten erhöht sich um 415 (Vorwoche: 528) auf ingesamt 68.318. Als genesen gelten rund 2.207.700 Personen – 9.700 mehr als gestern. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 60,5 und damit einen Hauch niedriger als am Montag (61,0). Am Sonntag hatte der Wert bei 60,2 gelegen, vergangenen Freitag (19.02.) noch bei 56,8.

Rundbürsten in einem Behälter in einem Friseurladen
Service Diese 9 Corona-Schutzmaßnahmen beim Friseur gelten ab 1. März

 

+++Corona-Ausbruch in Leipziger Pflegeheim mit tödlichen Folgen+++

In Leipzig kam es zu einem verheerenden Corona-Ausbruch. Wie unter anderem die Leipziger Volkszeitung (LVZ) berichtet, verstarben bei einem Corona-Ausbruch im Leipziger Ortsteil Liebertwolkwitz im AWO Sozialzentrum Vierseithof insgesamt 16 Menschen, nachdem sie sich mit dem Coronavirus infizierten hatten.

Unter den Todesopfern, die infolge der COVID-19-Erkrankung starben, befanden sich 15 Bewohner und eine Mitarbeiterin, die bereits im vergangenen Jahr eine Corona-Infektion überstanden hatte. „Wir wissen nicht, wie das Virus ins Haus kam“, erklärt Betreiberin Heike Buchheim gegenüber den Medien.

Insgesamt steckten sich mehr als zwei Drittel der Heimbewohner (57 Menschen von insgesamt 78) mit dem Coronavirus an. Wie unter anderem das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, haben sich auch 25 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

Auch in anderen Bundesländern kam es abermals zu heftigen Ausbrüchen. So wurden im Landkreis Cloppenburg Mitarbeiter eines Schlachtbetriebes mit dem Coronavirus infiziert. In Hannover haben sich mehrere Patienten einer psychiatrischen Einrichtung angesteckt. 

 

+++Corona-Ausbruch in Schlachtbetrieb in Garrel+++

In Garrel im Landkreis Cloppenburg haben sich in einem Schlachtbetrieb 18 Mitarbeiter infiziert. Wie der NDR berichtet, arbeiten dort rund hundert Beschäftigte, die nun in den kommenden Tagen regelmäßig getestet werden sollen. Von einer Schließung des Schlachtbetriebs wird vorerst abgesehen. 

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+++Corona-Ausbruch in psychiatrischer Einrichtung in Hannover+++

In einer psychiatrischen Station der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben sich 14 Patienten und elf Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert. Ein Sprecher der Klinik erklärte gegenüber der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“, dass jedoch keiner der Betroffenen schwer erkrankt sei. Es werde weiterhin getestet und die betroffenen Personen befinden sich in Quarantäne. Es werden aktuell keine neuen Patienten aufgenommen. Wo sich die Patienten und Mitarbeiter infizierten, ist unklar. 

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach
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+++22.02. Bundesländer setzen Lockerungen um+++

Bei den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen wurde der Lockdown zwar bis zum (vorerst) 7. März verlängert. Fast zeitgleich stand allerdings auch fest: Es wird Lockerungen der Corona-Maßnahmen geben – Stichwort Schule. Einige davon treten am 22. Februar in Kraft. 

 

Präsenzunterricht an Schulen

Ingesamt zehn Bundesländer kehren ab heute schrittweise zum Präsenzunterricht zurück:

  • Baden-Württemberg 
  • Bayern
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Hessen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen 

 
In Nordrhein-Westfalen beispielsweise dürfen rund 800.000 Schüler*Innen in ihre Klassen zurück. Dazu gehören Grund- und Förderschüler sowie Schüler*Innen aus Abschlussklassen und Berufskollegs. Für Grundschüler*Innen wird im Wechsel Distanz- und Präsenzunterricht in halbierten Klassenstärken angeboten. Die restlichen Bundesländer öffnen die Schulen zu späteren Zeitpunkten. 

 

 

Kita-Stufenplan: Mecklenburg-Vorpommern geht nach Inzidenzwerten

Nicht nur Schulen profitieren von Corona-Lockerungen. Auch immer mehr Kitas öffnen wieder. 
In Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise tritt ab heute ein Stufenplan in Kraft, der sich nach der 7-Tage-Inzidenz in der jeweiligen Region richtet: 

  1. Inzidenzwert zwischen 50 und 100: Kita-Betreuung mit Einschränkungen (u.a. beim Singen und beim Sport)
  2. Inzidenzwert über 100: Kinder sollen, müssen aber nicht zuhause betreut werden
  3. Inzidenzwert über 150: Notbetreuung für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen und von Alleinerziehenden sowie wenn es das Kindeswohl erfordert

Wichtig: jedes Kind, das eine Kita o.ä. besucht, braucht vorab eine Gesundheitsbestätigung, in der die Eltern unter anderem versichern, dass ihr Kind keine Corona-Symptome aufweist.  

Auch in Nordrhein-Westfalen ist Kita-Betreuung ab sofort wieder möglich. Im eingeschränkten Regelbetrieb bleibt es zunächst bei festen Gruppen und einem landesweit pauschal um zehn Wochenstunden gekürzten Betreuungsangebot.

Hier gibt es die Kita-Regelungen der einzelnen Bundesländer im Überblick. 

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Baummärkte und Outdoor-Sport: Was noch gelockert wird

Weiter Lockerungen treten in Nordrhein-Westfalen im Bereich des Sports in Kraft. Während Sporthallen und Schwimmbäder weiterhin geschlossen bleiben, dürfen maximal zwei Personen auf Sportanlagen im Freien gemeinsam trainieren – Tennis ist also wieder erlaubt. Kommen mehrere Personen aus einem Haushalt zum Sport im Freien zusammen, ist dies ebenfalls erlaubt. 
Bau- und Gartenmärkte in NRW dürfen ab sofort Gemüsepflanzen und Saatgut sowie das dazu benötigte Zubehör verkaufen. 

In Hamburg ist derweil ein Streit um mögliche Öffnungen der Blumenläden entbrannt. Während man in Niedersachsen beispielsweise Blumen beim Händler kaufen kann und auch die meisten Supermärkte inzwischen Sträuße und Topfpflanzen anbieten, haben die Fachgeschäfte in Hamburg geschlossen. Der Hamburger Landesverband Deutscher Floristen sowie Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) wollen dies schnellstmöglich ändern. 

 

+++Corona in Deutschland: Inzidenz steigt weiter+++

Am Montag meldet das RKI eine Inzidenz von 61 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Tags zuvor hatte der Wert bei 60,2 gelegen, vergangenen Freitag (19.02.) noch bei 56,8.

Auch die Zahl der labortechnisch bestätigten Neuinfektionen binnen 24 Stunden belegt, dass der Abwärtstrend ins Stocken gerät. Zwar wurden mit 4.369 Neuinfektionen vermeintlich wenig neue Krankheitsfälle registriert. Allerdings sind es im Vergleich zur Vorwoche lediglich 57 weniger – ein kaum spürbarer Unterschied. Zudem sind die Zahlen zu Wochenbeginn traditionell niedrig, da über die Wochenenden weniger getestet und gemeldet wird.   
Die Zahl der Todesfälle ging etwas deutlicher zurück: In den vergangenen 24 Stunden wurden dem RKI 62 neue Todesopfer gemeldet; in der Vorwoche waren es 116 Todesfälle gewesen. 

Seit Beginn der Pandemie haben sich in Deutschland 2.390.928 Personen mit dem Coronavirus infiziert, 67.903 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. 

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+++19.02. Lockdown-Verlängerung in diesem Bundesland+++

Während das Infektionsgeschehen bundesweit zurückgeht, ist die Lage in Thüringen weiterhin angespannt. Als einziges Bundesland weist Thüringen noch einen Inzidenzwert von über 100 auf – Stand 19. Februar genau 116,7. 
Für die Politik ein eindeutiges Warnzeichen: Die Regierung rund um Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Die Linke) verlängert den Lockdown.

Das RKI meldet am Freitag eine bundesweite Inzidenz von 56,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Der Wert sinkt derzeit kontinuierlich. Die Bundesländer Baden-Württemberg (41,1), Rheinland-Pfalz (47,2) und Schleswig-Holstein (49,1) haben die Grenze von 50 bereits unterschritten, viele weitere Bundesländer sind kurz davor.

 

Einschränkungen bleiben bestehen, wenige Ausnahmen

Der verlängerte Lockdown in Thüringen sieht die Aufrechterhaltung der geltenden Kontaktbeschränkungen und Ladenschließungen vor. Allerdings sind auch einige, kleinere Lockerungen geplant:

  • Nächtliche Ausgangssperre wird aufgehoben
  • Kinder bis drei Jahre entfallen aus den Kontaktbeschränkungen 
  • Private Betreuung für Kinder bis zwölf Jahren (max. zwei Haushalte) ist erlaubt
  • Fahrschulen dürfen ihren Unterricht wieder aufnehmen 
  • Grundschulen und Kindergärten öffnen mit eingeschränktem Regelbetrieb

Ab dem 1. März dürfen außerdem Friseure wieder Kunden empfangen und Baumschulen, Gartenmärkte, Gärtnereien sowie Floristikbetriebe wieder öffnen. Voraussetzung dafür sind gut ausgearbeitete Hygienekonzepte.  

Die Regelungen des verlängerten Lockdowns treten am heutigen Freitag in Kraft und gelten zunächst bis zum 15. März. Laut Gesundheitsministerium kann diese Zeitspanne allerdings auch verkürzt werden, sollten die Maßnahmen schnell greifen. 

 

+++Corona in Deutschland: Neuinfektionen gehen leicht zurück+++

Zum Wochenende meldet das RKI 9.113 Neuinfektionen und 508 Todesfälle binnen 24 Stunden. Im Vergleich zur Vorwoche gingen die Zahlen damit leicht zurück: Am vergangenen Freitag hatte das RKI 9.860 Neuinfektionen und 556 neue Todesfälle bestätigt. Auch die bundesweite 7-Tage-Inzidenz ist von 57,1 am Donnerstag auf 56,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche minimal gesunken. 

Allerdings kommt es auch in dieser Woche wieder zu Nachmeldungen. Wie das RKI online mitteilte, fehlen in den aktuellen Zahlen einige Daten: 
 

Gestern konnten ca. 70 Fälle aus Bremen nicht fristgerecht verarbeitet werden und werden erst morgen in der Statistik berücksichtigt.

Seit Ausbruch der Pandemie in Deutschland haben sich 2.369.719 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert, 67.206 sind an oder mit dem Virus gestorben. Als genesen gelten aktuell rund 2.176.300 – das sind 10.400 Personen mehr als tags zuvor. 

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+++18.02 Corona-Ausbruch in Physiopraxis: Mehr als 400 Menschen in Quarantäne+++

Nachdem sich in Wedel (Schleswig-Holstein) mehrere Mitarbeiter und Patienten einer Praxis für Physiotherapie mit dem Coronavirus infiziert haben, mussten nun mehr als 400 Menschen in Quarantäne. Noch sei unklar, wie sich das Virus verbreitet habe, erklärte der Kreis am Mittwochabend. Unter den Mitarbeitern gibt es bislang fünf positive Fälle. Zudem haben sich sechs Patienten infiziert. Die Praxis soll für zwei Wochen geschlossen bleiben.

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+++Die aktuellen Corona-Zahlen in Deutschland+++

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat heute 10.207 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden vermeldet. Das sind nahezu genau so viele wie vor einer Woche (10.237) und deutlich mehr als gestern (7556 Neuinfektionen). Hingegen ist die Zahl der Todesfälle im Vergleich zur Woche zurückgegangen. So sind innerhalb eines Tages 534 Menschen mit oder an SARS-CoV-2 gestorben, in der Vorwoche waren es 666 Menschen. Insgesamt haben sich in Deutschland seit Beginn der Pandemie 2.360.606 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, die Todesfälle stiegen auf nunmehr 66.698.

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Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist von gestern auf heute um 0,1 auf nun 57,1 angestiegen. Der R-Wert, der das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen abbildet, liegt derzeit bei 0,79. Damit stecken hundert Corona-Infizierte im Schnitt 79 Personen an.

 

+++17.02. B.1.1.7-Verdacht in Bayern+++

Wie unter anderem die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, ist es unter den Mitarbeitern der Stadtsparkasse München zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Obwohl von 210 Personen vergleichsweise wenig infiziert sind, ist der Ausbruch besorgniserregend. 

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Wenig Fälle, aber B.1.1.7-Verdacht

Von dem Corona-Ausbruch betroffen ist die Direktion Medialer Vertrieb, die unter anderem für das Callcenter zuständig ist. Dort arbeiten ingesamt 210 Menschen, teils in Großraumbüros. Stand 17. Februar sind davon 21 Personen mit SAR-CoV-2 infiziert. Das bestätigten das Gesundheitsreferat (GSR) und der Sprecher der Stadtsparkasse auf Anfrage. 

Unter den 21 positiven Fällen ergaben erste Screening-PCR-Tests bei mindestens sechs Erkrankten den Verdacht auf die britische Virusmutation B.1.1.7, die als wesentlich ansteckender gilt. Bestätigt sind diese Fälle allerdings noch nicht. Ob die Personen tatsächlich mit B.1.1.7 infiziert sind, muss eine Genomsequenzierung zeigen. 

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Mehrere Infizierte im privaten Umfeld

Das Gesundheitsreferat bestätigte außerdem, dass aktuell 18 Menschen aus dem privaten Umfeld der Stadtsparkasse-Mitarbeiter an COVID-19 erkrankt sind. Bei 13 davon besteht ebenfalls der Verdacht auf die britische Virusmutante.

In den betroffenen Büroräumen der Stadtsparkasse München wurden nun die bereits bestehenden Hygienemaßnahmen verschärft: Häufigeres Lüften, regelmäßiges Desinfizieren aller Oberflächen, Abstandsregeln, transparente Trennwände sowie FFP2-Masken sind Pflicht. Schnelltests unter den verbliebenen Mitarbeitenden ergaben keine weitere Corona-Infektionen. 

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+++Corona in Deutschland: 7556 Neuinfektionen+++

Das RKI meldet am heutigen Mittwoch 7.556 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Hinzukommen 560 Todesfälle. Ingesamt sind seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.350.399 Menschen an COVID-19 erkrankt. 66.164 sind an oder mit dem Virus verstorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt indes weiter. Nachdem der Wert am Montag bei 58,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gelegen hatte, war er am Dienstag nur minimal auf 58,7 zurückgegangen. Heute beträgt die 7-Tage-Inzidenz 57 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. 

Im Impfmonitoring gibt das RKI an, dass inzwischen 2.813.732 Menschen (3,4%) die erste Corona-Impfung und 1.470.822 (1,8%) die zweite Impfung erhalten haben. 

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+++16.02. Corona-Mutation in Hamm ausgebrochen: 130 Menschen in Quarantäne+++

Die britische Virus-Mutante B.1.1.7 versetzt die Stadt Hamm (NRW) in einen Ausnahmezustand. Nachdem am Montag ein Bauerarbeiter auf Montage positiv auf das Virus getestet wurde, stellte der Krisenstab der Stadt nur Stunden später vier Wohnhäuser in verschiedenen Stadtteilen unter Quarantäne. Der Krisenstab geht davon aus, dass der Infizierte Kontakt zu mehreren Kollegen aus den Wohnhäusern hatte.

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Die rund 130 Bewohner mussten sich daher am Montagabend einem Corona-Test unterziehen, die von mobilen Test-Teams durchgeführt wurden. Der Rechtsdezernent der Stadt, Jörg Mösgen, sagt: „Alle Proben werden auch auf verschiedene Mutationen des COVID-Erregers untersucht.“ Bisher wurde bei fünf Kontaktpersonen das Coronavirus nachgewiesen. Allerdings ist nicht klar, ob es sich dabei ebenfalls um die Mutante B.1.1.7 handelt.

Zudem sei eine Hundertschaft der Polizei im Einsatz, die die Einhaltung der Quarantäne überwachen soll, wie eine Polizeisprecherin Dienstagmorgen erklärte. Die Bewohner dürfen ihre Wohnung für vierzehn Tage nicht verlassen.

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+++Corona-Ausbruch bei Speiseeishersteller „Froneri“+++

Beim Speiseeis-Hersteller Froneri in Osnabrück in Niedersachsen kam es zu einem massiven Corona-Ausbruch. Bisher wurden bereits 196 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, wie u.a. die „Neue Osnabrücker Zeitung“ aktuell meldet. Bei einigen der Mitarbeiter wurde die hochansteckende Virus-Mutation B.1.1.7 festgestellt, wie das Gesundheitsamt mitteilt. Die Zahl der Infizierten könnte sich zudem noch weiter erhöhen. Nach Informationen des NDR stehen noch rund 300 Testergebnisse aus. Die Lage ist „sehr besorgniserregend“, so das Statement von Osnabrücks Stadträtin Katharina Pötter. 

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Massenquarantäne nach Corona-Ausbruch bei Speiseeishersteller

Aktuell befinden sich rund 850 Mitarbeiter in Quarantäne. Das Werk ist vorübergehend bis zum 26. Februar geschlossen. Das Gesundheitsamt versucht auf Hochtouren, die Nachverfolgung der Kontakte bei den Corona-Infizierten zu erfassen. Die Firma selbst bezeichnet den Ausbruch als „pfeilschnelle Ansteckungswirkung“, welche den Standort voll erwischt habe.

Gedanken, dass man sich jetzt nach dem Verzehr des Speiseeises möglicherweise mit dem Coronavirus anstecke, müsse man dennoch nicht haben. Laut der Verbraucherzentrale sei es bisher nicht nachgewiesen, dass sich Menschen durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln mit dem Virus anstecken. 

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+++RKI meldet mehr Neuinfektionen als in der vergangenen Woche+++

Das Robert Koch-Institut meldet am heutigen Dienstag, 16. Februar, insgesamt 3.856 Neuinfektionen innerhalb 24 Stunden. Im Vergleich zur Vorwoche sind das rund 480 Fälle mehr als zuvor. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt weiterhin bei aktuell 59, das Ziel von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche rückt somit immer näher. Zudem wurden heute weitere 528 Todesfälle aufgrund von COVID-19 von den Gesundheitsämtern gemeldet. 

"Geschlossen"-Schild hängt innen an einer Glastür
Service Trotz Beschluss vom Bund: Länder mit Lockerungen

 

+++15.02. Corona-Tote trotz Zweitimpfung+++

Wie ein Sprecher des Landkreises Cloppenburg am Sonntag gegenüber „NDR 1“ bestätigte, sind in einem Pflegezentrum in Emstek fünf Senioren in Zusammenhang mit COVID-19 gestorben – obwohl sie bereits beide Corona-Impfungen erhalten hatten. 

„Wir können es uns nicht erklären“, räumte Hermann Schröer, Geschäftsführer des Pflegezentrums in Emstek und stellvertretender Landrat des Landkreises Cloppenburg, ein. Er betonte, dass die strengen Hygieneauflagen auch nach der zweiten Corona-Impfung nicht gelockert worden waren. 

 

Zweitimpfung Ende Januar

Die Corona-Impfungen hatten Mitarbeitende und Bewohner*Innen des Altenzentrums bereits im Januar erhalten. Die Zweitimpfung war am 18. und 19. Januar vorgenommen worden. Anfang Februar ergaben Reihentests im Stammhaus dann 18 Corona-Infektionen. Unter ingesamt 93 Testpersonen wurde das Coronavirus bei drei Mitarbeitenden und 15 Bewohner*Innen entdeckt. Ein weiterer Massentest am Folgetag – diesmal unter 79 Personen des Seniorenheims – deckte keine neuen Infektionen auf. 

Aktuell kämpfen noch 13 Personen gegen die Corona-Infektion. Laut „NDR“ sollen darunter auch schwere Verläufe sein. 

 

Weitere Corona-Test angeordnet

Ob die fünf Todesfälle genauer untersucht werden, stehe noch nicht fest. Bekannt sei, dass auch nach der Zweitimpfung kein hundertprozentiger Schutz gegen das Coronavirus bestünde. Ältere Menschen gehören unabhängig von einer Impfung zur Corona-Risikogruppe: „Das Immunsystem der Bewohner ist oftmals durch das Alter und eventuelle Vorerkrankungen geschwächt“, betonte der Sprecher. 

Der Landkreis Cloppenburg hat weitere Tests in dem Seniorenheim in Emstek angeordnet. 

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+++Corona-Zahlen: Zwei Bundesländer unter 50er-Inzidenz+++

Die Infektionszahlen in Deutschland gehen weiter zurück. Das RKI meldet zum Wochenstart 4.426 neue COVID-19-Fälle und 116 Tote. In der Woche zuvor waren es noch 4.535 labortechnisch bestätigte Infektionen und 158 Todesfälle gewesen. 
Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland ingesamt 2.338.987 Menschen mit COVID-19 infiziert; 65.076 Personen sind an oder mit dem Virus gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 58,9. Zwei Bundesländer haben die von der Bundesregierung als Schwellenwert festgelegte Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche bereits unterschritten: Baden-Württemberg mit einer Inzidenz von 48,3 und Rheinland-Pfalz mit einem Wert von 48. 

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+++12.02. Corona-Ausbruch mit 200 Infizierten: Ausgerechnet ein Arzt war schuld+++

Ein heftiger Corona-Ausbruch mit bisher 200 Infizierten sorgt in Niedersachsen im Landkreis Vechta für Fassungslosigkeit. Der Grund: Ein Hausarzt soll für den heftigen Ausbruch verantwortlich sein, der trotz bekannter Corona-Symptome einfach weitergearbeitet hat, berichtet Krisenstabsleiter Heiger Scholz beim Gesundheitsausschuss des Landtags. „Da fällt einem nicht mehr viel zu ein“, so Scholz. 

 

Betroffene Arztpraxis wegen mangelnder Hygiene geschlossen

Wie ein Sprecher des Landkreises Vechta berichtete, führt der Arzt eine Hausarztpraxis in Goldenstedt, die bereits Ende Januar wegen mangelnder Hygiene vorübergehend geschlossen wurde, inzwischen aber wieder geöffnet ist. Ein Sprecher der Landesärztekammer, Thomas Spieker, erklärte gegenüber „n-tv.de“: „Ein Arzt gefährdet damit die Gesundheit nicht nur seiner Patienten – sondern auch seine eigene.“

 

Inzidenz-Wert rutscht über die 200er-Marke

Der Ausbruch hat nicht nur für die betroffenen 200 Infizierten eine besondere Auswirkung. Die Sieben-Tage-Inzidenz schnellte im Landkreis Vechta in die Höhe und sprengte am Mittwoch sogar die 200er-Marke. Zwar fiel der Wert am Donnerstag minimal wieder unter die Grenze, dennoch grenzt der Landkreis an die sogenannten Corona-Hotspots. Sollten die Zahlen nicht wieder sinken, könnten weitere Maßnahmen folgen

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Service Heftige Debatte: Merkel verteidigt Lockdown-Maßnahmen

 

+++Corona-Zahlen am Freitag, 12. Februar: Unter 10.000 Neuinfektionen+++

Das Robert Koch-Institut meldet am heutigen Freitag 9.860 Corona-Neuinfektionen. Zudem wurden 556 neue Todesfälle innerhalb 24 Stunden verzeichnet.  Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert liegt derzeit bei 62,2. Der Sieben-Tage-R-Wert liegt laut dem Robert Koch-Institut bei 0,85.

Quelle:

Fallzahlen in Deutschland und weltweit, in: rki.de 

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Krankheiten & Behandlung Mediziner entwickelt und verabreicht eigenen Corona-Impfstoff: Anklage erhoben!

 

+++11.02. Ausgangssperre und weitere Kontaktbeschränkungen auf Norderney+++

Die Nordseeinsel Norderney hat die Corona-Regeln noch einmal weiter verschärft. Demnach dürfen sich die Bewohner der Insel ab kommender Woche nur noch mit einer Person aus dem eigenen Haushalt treffen. Wie u.a. der NDR berichtet, gilt zudem eine Ausgangssperre in der Nacht zwischen 21 Uhr und 5 Uhr morgens.

Der Grund: hohe Infektionszahlen. Der Landkreis Aurich wies zuletzt einen Inzidenz-Wert von 320 aus und gilt somit als Hotspot. Zuletzt hatten sich 43 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert, 108 befinden sich laut Informationen des Norddeutschen Rundfunks aktuell in Quarantäne.

 

+++RKI meldet über 10.000 Neuinfektionen+++

Das Robert Koch-Institut meldet am Donnerstag, 11.02., insgesamt 10.237 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Zudem wurden in den letzten 24 Stunden 666 Todesfälle verzeichnet. In der vergangenen Woche lag die Zahl der Corona-Neuinfektionen noch bei 14.211. Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert liegt bundesweit derzeit bei 64,2 und der Reproduktionswert bei 0,82 und somit weiterhin konstant unter 1.

 

+++Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigt Corona-Maßnahmen+++

Nach dem Bund-Länder-Gipfel am gestrigen Mittwoch verteidigt Bundeskanzlerin Angela Merkel im Deutschen Bundestag die neu getroffenen Corona-Maßnahmen. Ab neun Uhr spricht die Kanzlerin im Parlament. 

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Service Lockdown-Maßnahmen: Die neuen Beschlüsse im Überblick

 

+++Gericht kippt bestehende Maskenpflicht nach Eilantrag+++

Das Oberverwaltungsgericht für das Bundesland Nordrhein-Westfalen in Münster hat die aktuell bestehende Regelung zur Maskenpflicht in dieser Form gekippt. Demnach gilt die Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske nicht mehr überall, im Umfeld des Einzelhandels muss eine Maske laut dem OVG nicht verpflichtend getragen werden. 

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Die Hintergründe: Eine Frau aus Gelgenkirchen hat in einem Eilantrag gegen die „generelle Maskenpflicht“ geklagt. Zwar wurde die Klage bezüglich der „generellen Maskenpflicht“ abgelehnt, in einem Punkt gab das Oberverwaltungsgericht der Klägerin jedoch recht. Die derzeit gültige Coronaschutzverordnung schreibt aktuell vor, dass im Umfeld des Einzelhandels, also vor den Geschäften auf dem Parkplatz und auf dem Weg zum Eingang in „unmittelbarem Umfeld“ eine Coronaschutzmaske getragen werden muss. Der Begriff „unmittelbares Umfeld“ sei dem Gericht jedoch zu wage. Daher wurde die Verordnung in diesem Punkt vorläufig außer Vollzug gesetzt. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

Das Oberverwaltungsgericht tat sich mit dem Begriff „unmittelbares Umfeld“ vor allen Dingen deshalb schwer, weil kein eindeutiger Bereich gefasst wurde und ein Verstoß gegen die Maskenpflicht bekanntlich ein Bußgeld zur Folge haben könnte, berichtet die Deutsche Presseagentur. 

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+++10.02. Corona-Ausbruch bei Aldi in Melle+++

Wie der Landkreis Osnabrück in einer Pressemitteilung bestätigte, ist die Aldi-Filiale in Melle Zentrum eines kleineren Corona-Ausbruchs. Innerhalb der vergangenen 21 Tage haben sich ingesamt acht Mitarbeitende der Filiale mit SARS-CoV-2 infiziert. Fünf davon sind inzwischen genesen, drei noch akut. Sorge bereitet dabei ein bestimmter Fall. 

 

Britische Mutante nachgewiesen

Bei einer Mitarbeiterin konnte eine Infektion mit der wesentlich ansteckenderen britischen Virusmutation B.1.1.7 nachgewiesen werden. Der Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück und das Unternehmen Aldi Nord haben daraufhin die Filiale in der Nachtigallenstraße am Dienstag geschlossen, das Personal freigestellt und die Räumlichkeiten „umfassend desinfiziert“. 

Am heutigen Mittwoch soll der Markt wieder öffnen. Dann allerdings nicht mit den eigenen Mitarbeitenden, sondern mit Personal aus anderen Standorten. 

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Ansteckung im Supermarkt? Aldi warnt Kunden

Die Frage danach, wie sich das Virus – egal, in welcher Variante – in der Filiale ausbreiten konnte, steht nun natürlich im Vordergrund. Der Landkreis Osnabrück informiert darüber, dass ein externer Dienstleister, der am 15. Januar positiv auf das Coronavirus getestet wurde, bei einem vorherigen Termin im Markt drei Mitarbeitende angesteckt habe. Im Fall der mit B.1.1.7 infizierten Mitarbeiterin gehe man hingegen von einer Ansteckung „nicht im Markt, sondern im privaten Umfeld“ aus. 

Dennoch sprechen der Gesundheitsdienst und Aldi Nord eine Warnung an alle Kunden aus, die nach dem 1. Februar in der Filiale in der Nachtigallenstraße eingekauft haben: Es wird empfohlen, genau auf den eigenen Gesundheitszustand zu achten und sich bei ersten Symptomen direkt auf Corona testen zu lassen.

Kranke Frau liegt zudeckt auf dem Sofa, eine Hand auf dem Kopf
Symptome & Beschwerden Andere Corona-Symptome: Das bewirkt die Corona-Mutation
 

 

+++Corona in Deutschland: Inzidenz unter 70+++

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem Robert Koch-Institut 8.072 neue Corona-Infektionen und 813 Todesfälle gemeldet. Darin enthalten sind 600 Neuinfektionen aus NRW, die verspätet registriert worden waren. Damit steigt die Zahl der Corona-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie in Deutschland auf 2.299.996 Fälle. Mit oder an dem Virus sind bisher ingesamt 62.969 Menschen gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gezählt werden, sinkt indes weiter. Kratzte der Wert Ende Dezember noch an der 200er-Marke, liegt er heute bei 68,0

Im aktuellen Lagebericht gibt das RKI an, dass inzwischen 2.344.802 Menschen (40.764 mehr als tags zuvor) die Corona-Erstimpfung erhalten haben. 1.024.321 Menschen (41.037 mehr als tags zuvor) sind bereits das zweite Mal geimpft worden. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
Service Spahn prophezeit: Lockerungen noch im Winter

 

+++09.02. Corona-Ausbruch in Großfabrik: B.1.1.7 entdeckt+++

In einem der vier Logistikzentren des Werkzeug-Handelsriesen Würth in Künzelsau bei Stuttgart, Baden-Württemberg, wurden Corona-Infektionen aufgedeckt. 43 Mitarbeitende sind positiv auf COVID-19 getestet worden.

Graphik des Coronavirus
Krankheiten & Behandlung Corona-Mutation B.1.1.7 aus England: Erhöhte Sterblichkeit

 

Britische Mutante unter den positiven Fällen

Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Montagabend gegenüber der „dpa“ erklärte, seien drei von den 43 Corona-Positiven nachweislich mit der britischen Virusvariante B.1.1.7 infiziert. Da die Untersuchungen noch andauern, wird davon ausgegangen, dass weitere B.1.1.7-Infektionen ermittelt werden.

 

Quarantäne ausgeweitet

Eine Sprecherin der Firma Würth sagte der „Heilbronner Stimme“, man lasse den Betrieb weiterlaufen, da der Ausbruch sich weitestgehend auf ein einzelnes Logistikzentrum beschränke.

Allerdings gelten verschärfte Quarantänemaßnahmen. So müssen nicht nur die Corona-Infizierten selbst in Quarantäne, sondern auch direkte Kontaktpersonen sowie deren Angehörige. Zusätzlich wird die Isolationsdauer von 10 auf 14 Tage erhöht.

Graphik mit Weltkugel und Corona-Mutation
Krankheiten & Behandlung Super-Mutante entdeckt! Neue Corona-Variante beunruhigt Forscher

 

+++Corona-Zahlen in Deutschland: Wieder Nachmeldungen+++

Das RKI meldet am heutigen Dienstag erstmals eine Inzidenz von unter 75: 72,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wurden binnen einer Woche an die Gesundheitsämter gemeldet. Die gezählten COVID-19-Infektionen klettern um 3.379 neue Fälle auf ingesamt 2.291.924. Die Zahl der Corona-Toten steht aktuell bei 62.156 Menschen – 481 mehr als am Vortag.

Zu 100 Prozent aussagekräftig sind die Zahlen heute allerdings nicht. Wie das RKI auf seinem Dashboard mitteilte, kam es erneut zu Meldeverzögerungen: „Gestern wurden ca. 600 Fälle aus Nordrhein-Westfalen nicht fristgerecht verarbeitet und werden erst morgen in der Statistik berücksichtigt", heißt es auf der Seite des RKI.

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Service Good News: 6 Corona-Fakten für mehr Zuversicht

 

+++08.02. Ausgangsbeschränkungen in Baden-Württemberg aufgehoben+++

Das nächste Bundesland kippt eines der aktuell vorherrschenden Corona-Verbote. In Baden-Württemberg hat der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim nun die nächtliche Ausgangsbeschränkung mit Wirkung ab kommenden Donnerstag aufgehoben. Damit gab der Gerichtshof einem Eilantrag einer Frau aus Tübingen statt. „Dem Beschluss zufolge ist die bisher landesweit von 20 Uhr abends bis 5 Uhr morgens geltende pauschale Ausgangssperre wegen der erheblich verbesserten Pandemielage nicht mehr angemessen“, berichtet u.a. der „Spiegel“.

Das Verwaltungsgericht wies die Argumentation, dass eine „verfrühte“ Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen zu erneut anwachsenden Infektionszahlen führe, zurück und bezeichnet eine solche Annahme als „pauschal“ und „undifferenziert“. Gezielte, kommunale nächtliche Ausgangssperren in Kreisen seien dennoch möglich, erklärt der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim. 

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+++Osnabrück: Ausbruch in Pflegeheim nach zweiter Impfung+++

Zwar gehen die Impfungen derzeit noch schleppend voran, dennoch werden Bewohner in Senioren- und Altenheimen möglichst zügig durchgeimpft. So auch in einem Alten- und Pflegeheim in Belm im Landkreis Osnabrück. Hier erhielten die Bewohner bereits am 25. Januar ihre zweite Impfung – trotzdem wurden jetzt mehrere Senioren in dem Altenheim positiv auf das Coronavirus getestet.

Wie der Landkreis am Sonntag gegenüber der Presse mitteilte, wurden dort insgesamt 14 Senioren trotz zuvor verabreichter zweiter Impfdosis positiv auf das Coronavirus getestet. Dabei stellte man fest, dass sie sich mit der Virus-Mutation B.1.1.7 infiziert hatten. Das Heim, die Mitarbeiter und deren Angehörige wurden in Quarantäne geschickt. 

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Nur leichte Verläufe wegen Corona-Impfung?

Bei den insgesamt 14 betroffenen Senioren wurden bisher nur asymptomatische oder leichte Verläufe festgestellt. Dies könne eine positive Wirkung des Impfstoffs sein, erklärte ein Pressesprecher des Landkreises Osnabrück, Burkhard Riepenhoff gegenüber den Medien. Geimpft wurden die Bewohner mit dem Impfstoff-Serum der Firma Biontech/Pfizer.

Eugen Brysch, Vorstandsmitglied der Deutschen Stiftung für Patientenschutz, erklärte gegenüber der deutschen Presseagentur, dass es sich immer mehr abzeichne, dass geimpfte Menschen nicht immun gegen das Coronavirus seien und es auch weitergeben könnten. „Das muss kein Schreckensszenario sein, wir werden mit dem Virus leben“, so Brysch. 

Großaufnahme des Coronavirus in Blau
Service Corona-Mutationen im Jahr: So viele Varianten prognostizieren die Forscher

 

+++Schwere Vorwürfe gegenüber Klinik-Leitung in Bayern+++

In Bayern im Landkreis Miltenberg werden schwere Vorwürfe gegenüber der Klinikleitung der Helios-Klinik Erlenbach laut. Nach einem massiven Corona-Ausbruch hieß es, die Klinik hätte ein mangelndes Hygiene-Konzept und würde sich nicht an die Auflagen halten. Sogar von einem „Skandal“ ist in der örtlichen Presse die Rede. Zu den Hintergründen:

Anfang Februar kam es in der Helios-Klinik in Bayern im Landkreis Miltenberg zu einem Corona-Ausbruch, bei dem sich mindestens 46 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infizierten. Die Gründe für den Ausbruch seien zwar derzeit noch unklar, jedoch wurden schnell Vorwürfe gegenüber der Klinikverwaltung laut. Mitarbeiter sollen FFP2-Masken über mehrere Tage tragen müssen, es habe nur eingeschränkte Corona-Testungen gegeben und es war von „auffallenden Versäumnissen“ die Rede.

Das Gesundheitsamt habe daraufhin der Klinik einen „Aufgabenkatalog“ auferlegt, so heißt es, in dem das Hygienekonzept der Klinik in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt neu erarbeitet wurde.

Die Klinik selbst bezieht nun Stellung: Es sei in Bayern keine gesetzliche Pflicht gewesen, FFP2-Masken überhaupt zu tragen und alle Mitarbeiter seien ab dem 1. Februar mithilfe eines Antigen-Schnelltests regelmäßig getestet worden. Die Testkapazitäten wolle man aber dennoch weiter ausbauen. Die Gewerkschaft Verdi stützt die Aussagen der Helios-Klinik: Es gebe keine auffallenden Versäumnisse. „Dass sich Infektionen ausbreiten, wie es Helios derzeit erlebt, ist in fast allen Kliniken so“, erklärt Stefan Kimmel von Verdi gegenüber „br.de“

Frau trainiert mit Maske im Fitnessstudio
Service Ab Montag: Fitnessstudios öffnen wieder

 

+++Corona-Ausbruch in Klinik in St. Peter-Ording+++

In St. Peter-Ording in Schleswig-Holstein kam es zu einem Corona-Ausbruch, bei dem vier Angestellte und 10 Patienten positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Der Kreis Nordfriesland ruft all diejenigen dazu auf, die sich vom 22. Januar bis 6. Februar in der Klinik aufgehalten haben, sich in Quarantäne zu begeben. Bis zum 14. Februar wurde ein Aufnahme-Stopp verhängt. Patienten und Personal dürfen nur unter eigenen Auflagen mit eigenem Auto die Klinik verlassen, das Nutzen des öffentlichen Verkehrsangebots ist ihnen untersagt, berichtet die Deutsche Presseagentur.

 

+++Zahl der Neuinfektionen und Todeszahlen in Deutschland sinken+++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt weiter. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Montag, 8. Februar, insgesamt 4.535 positive Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Zudem wurden dem Institut von den Gesundheitsämtern 158 Todesfälle gemeldet. Die Corona-Zahlen am Montag fallen erfahrungsgemäß immer etwas geringer aus, da am Wochenende weniger Corona-Tests durchgeführt werden und die Gesundheitsämter die Übermittlung der Daten meist verzögern. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 76. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut dem RKI weiterhin sinkende Inzidenz-Zahlen. 

 

+++05.02 Schärfere Corona-Maßnahmen in Ludwigshafen+++

Während vermehrt über Corona-Lockerungen debattiert wird, schlägt Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) den umgekehrten Weg ein: Weil in der Stadt bei einem Mann erstmals eine Virus-Mutation nachgewiesen wurde, soll es nun weitere Beschränkungen geben, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
Service Spahn prophezeit: Lockerungen noch im Winter

 

Bewegungsradius und erweiterte Quarantänepflicht

Zu den Maßnahmen gegen die Corona-Mutante gehört die Begrenzung des Bewegungsradius der Bewohner im Stadtgebiet auf 15 Kilometer. Diese Regel haben Bund und Länder auf einem der Corona-Gipfel im Dezember beschlossen. Allerdings liegt die Entscheidung über die Einführung dieser Regel bei den Landesregierungen. Eine weitere Maßnahme betrifft die Quarantänepflicht. Wenn eine Infektion mit einer Virus-Mutation vorliegt, soll die Quarantäne erst mit einem negativen Testergebnis aufgehoben werden können. Der verschärften Corona-Verordnung muss die Landesregierung noch zustimmen.  

Die Oberbürgermeisterin der Stadt, Jutta Steinruck (SPD), sprach von einer „vorsorglichen Gegenmaßnahme“, die das Ziel habe, einer Ausbreitung der Corona-Mutation in der Stadt zuvorzukommen. Bei einem Bewohner einer sozialen Einrichtung, der nach eigenen Angaben bereits im Frühjahr 2020 an COVID-19 erkrankt war, wurde kürzlich eine Infektion mit einer Coronavirus-Mutante festgestellt. Nachdem der Fall entdeckt wurde, ist die Einrichtung unter Quarantäne gestellt worden. Alle 157 Bewohner würden nun getestet. Ein Polizeisprecher erklärte, dass sich bisher „mehrere Menschen“ angesteckt hätten. Ob es sich dabei um die Mutation handelt, ist nicht bekannt.

Graphik mit Weltkugel und Corona-Mutation
Krankheiten & Behandlung Super-Mutante entdeckt! Neue Corona-Variante beunruhigt Forscher

  

Aktuelle Corona-Zahlen in Deutschland

Im Vergleich zur Vorwoche geht die Zahl der Neuinfektionen deutlich zurück. Das Robert Koch-Institut vermeldete 12.908 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages, vor einer Woche waren es noch 14.022 Fälle. Damit haben sich in Deutschland seit Beginn der Pandemie 2.264.909 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die sinkenden Zahlen schlagen sich in der Sieben-Tage-Inzidenz nieder. Aktuell liegt sie für das gesamte Bundesgebiet bei 79,9. Die Zahl der neuen Todesfälle erfährt hingegen einen leichten Anstieg – von 836 (29.01) auf nun 855. Bisher sind 60.597 Menschen an oder mit Sars-CoV-2 gestorben.

 

+++04.02. Ethikrat bezieht Stellung: Mehr Privilegien für Geimpfte?+++

Wird es zukünftig Sonderregelungen für bereits Geimpfte geben? Darüber denken derzeit viele nach, wenn es um das Thema „Impfen“ geht. Lass ich mich impfen, damit ich zukünftig mehr Freiheiten habe und gibt es überhaupt zukünftig Vorteile, falls ich bereits geimpft bin?

Der Ethikrat hat eine ganz klare Positionierung diesbezüglich. Besonders wichtig vorab zu sagen war es Alena Buys, Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, dass es einen Unterschied zwischen staatlichen Regelungen und Vorschriften aus der Privatwirtschaft gibt. „Wir weisen auf den wichtigen Unterschied hin zwischen einer staatlichen Regelung und privaten Anbietern“, so die Vorsitzende.

Derzeit komme eine individuelle Rücknahme staatlicher Freiheitsbeschränkungen für individuelle Personengruppen nicht infrage, so das Urteil des Ethikrats. Zwar müsse man Maßnahmen der Pandemiebekämpfung, die gravierende Grundrechtseinschränkungen beinhalten, irgendwann zurücknehmen. Dies müsse jedoch einheitlich erfolgen. 

Person infiziert Kinderstuhl
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Maskenpflicht und Abstandhalten auch für Geimpfte

Vorschriften wie die Maskenpflicht und das Einhalten von Abständen sei aufgrund der geringen Belastung auch für Geimpfte weiter zumutbar. Hier dürfe es keine Unterschiede geben, damit es nicht zu Ungerechtigkeiten komme.

Ausnahmen für Geimpfte in diesen Fällen

„Sonderregelungen“, ein Begriff, den der Ethikrat auf Nachfrage im Übrigen ablehnt, könne es in zwei Fällen dennoch geben. Im Falle

  • einer langfristigen Planung der Privatwirtschaft, auf die der Staat keinen Einfluss hat und
  • von Behandlungen in stationären Einrichtungen für pflegebedürftige und behinderte Menschen.

Da Bewohner in Pflegeheimen und Behinderten-Einrichtungen besonders durch Ausgangsverbote, Besuchs- und Kontakteinschränkungen betroffen sind, sollen diese Maßnahmen, sobald ein Großteil der Bewohner geimpft ist, aufgehoben werden.

Über weitere Rechte für Geimpfte könne man derzeit alleine deshalb nicht diskutieren, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass auch bereits Geimpfte das Virus weiterverbreiten. „Eine Möglichkeit einer vollständigen Unterdrückung der Ansteckungsgefahr gibt es derzeit nicht“, sagt Prof. Sigrid Graumann, Sprecherin der AG Pandemie des Deutschen Ethikrates. Eine Testpflicht für Einreisende auch für Geimpfte beispielsweise sei daher auch weiterhin sinnvoll. Forderungen nach Ausnahmen für Geimpfte seien hier wenig hilfreich, so die Experten.

Gruppe von Wanderern von hinten in einem verschneiten Wald
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Vorteile für Geimpfte bei Sportveranstaltungen, Konzerte und Co.?

Prof Volker Lipp, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrates, sieht natürlich auch die Nachteile für Nicht-Geimpfte, wenn es um privatwirtschaftliche Unternehmen geht. Anders als der Staat seien private Anbieter prinzipiell frei darin, mit wem sie einen Vertrag abschließen. Es sei aber eine falsche Annahme, dass zum Beispiel Fitnessklubs früher öffnen können, weil sie nur Geimpfte einlassen. Dies ist ausdrücklich nicht der Fall.

Ob es später eine andere Grundlage dieser Entscheidungen gibt, müsse man dann sehen. Denn nur wenn Impfstoff für alle verfügbar ist, könne man die Situation anders einschätzen. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
Service Spahn prophezeit: Lockerungen noch im Winter

 

+++03.02. Epidemische Lage bis Ende Juni verlängert+++

Die Bundestags-Fraktionen von Union und SPD wollen die Feststellung zur „epidemischen Lage“ um drei weitere Monate verlängern. Das berichtet u.a. die „Welt“. „Wir haben uns mit dem Koalitionspartner prinzipiell darauf verständigt, die epidemische Lage bis zum 30. Juni zu befristen“, so der SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich gegenüber den Medien.

Hintergrund: Die Festlegung der epidemischen Lage ermöglicht es der Regierung, nötige Schutzmaßnahmen durch Verordnungen zu ergreifen, ohne das Parlament in die Entscheidung mit einzubeziehen. Die Festlegung der „epidemischen Lage“ hatte in der Vergangenheit für schwere Proteste in Berlin geführt.

Quelle:

SPD und Union wollen epidemische Lage bis Ende Juni verlängern, in: welt.de

 

+++Sinkende Zahlen: Strenge Corona-Maßnahmen im Norden aufgehoben+++

Der Lockdown zeigt weiterhin Wirkung. Vor allem im Norden. Allein in Kiel, der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein, sank der Inzidenz-Wert erstmals unter die kritische 50er-Marke und liegt aktuell laut Daten des Robert Koch-Instituts aktuell bei 48,2.

Und auch in Mecklenburg-Vorpommern gehen die Corona-Zahlen zurück. Grund genug, dass mehrere Landkreise bereits ihre strengen Corona-Maßnahmen lockern.

 

Mecklenburgische Seenplatte: Ausgangsbeschränkungen und 15-Kilometer-Regel gekippt

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden die nächtliche Ausgangsbeschränkung, die Einreisebeschränkungen sowie die 15-Kilometer-Regelung aufgehoben. Das erklärte der Vize-Landrat Kai Seiferth gegenüber den Medien. Ein wesentlicher Grund, warum die strengen Corona-Maßnahmen hier nun gelockert werden können: Seit zwei Wochen liegt der Inzidenzwert unter 200 und seit sieben Tagen sogar unter 150. Damit gilt der Landkreis offiziell nicht mehr als Hotspot. Zudem sei noch keine der Corona-Mutationen in der Mecklenburgischen Seenplatte nachgewiesen worden, erklärte Seiferth gegenüber der Presse. 

Antikörper Immunglobulin
Service EMA prüft von Spahn gekauftes Corona-Medikament: Was sind monoklonale Antikörper?

 

Vorpommern Greifswald zieht ebenfalls verschärfte Corona-Regeln zurück

Auch der Kreis Vorpommern-Greifswald hat die verschärften Corona-Regeln bezüglich der nächtlichen Ausgangssperre und der 15-Kilometer-Regel zurückgenommen. Zur Begründung: Der Landkreis hatte bereits zuvor angekündigt, die bis dato geltenden Allgemeinverfügungen zu überprüfen.

Das Verwaltungsgericht hatte die Maßnahmen für nicht rechtmäßig erklärt, da sie auf Länderebene getroffen werden müssen. Derartige Einschränkungen der Grundrechte können nach Auffassung der Richter nicht durch eine Allgemeinverfügung des Landkreises beschlossen werden, so heißt es. Vielmehr bräuchte es eine Rechtsverordnung auf Landesebene.

 

+++Corona-Zahlen am 3. Januar 2021: Über 9.000 Neuinfektionen+++

Das Robert Koch-Institut meldet am heutigen Mittwoch 9.705 Neuinfektionen und 975 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden sowie eine 7-Tage-Inzidenz von 83. 

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Service Karneval 2021: Rosenmontags-Zug im Lockdown!

 

+++02.02. Angst vor britischer Corona-Mutation+++

Die britische Corona-Mutation greift weiter um sich – im eigentlichen und im übertragenen Sinne: Während die Virusvariante B.1.1.7 Menschen in einem Altenheim in Leverkusen tötet, sieht sich das Klinikpersonal in Bayreuth, wo es aktuell lediglich den Verdacht auf B.1.1.7 gibt, Ausgrenzungen im Alltag gegenüber. 

Graphik des Coronavirus
Krankheiten & Behandlung Corona-Mutation B.1.1.7 aus England: Erhöhte Sterblichkeit
 

 

Trotz Impfung: 15 Tote in Altenheim

Das Ausbruchsgeschehen in dem Leverkusener Altenheim ist intensiv. Ingesamt haben sich laut einer Sprecherin der Stadt 47 Senioren und 25 Mitarbeitende angesteckt. Seit dem ersten Fall am 28. Dezember 2020 sind 15 Bewohner verstorben. Die britische Coronavirus-Variante B.1.1.7 konnte nachgewiesen werden. 

Am 30. Dezember waren die ersten 150 Personen der Pflegeeinrichtung geimpft worden. Die zweite Impfdosis am 20. Januar 2021 konnten dann nur noch 110 Menschen bekommen, da sich die restlichen 40 bereits mit SARS-CoV-2 infiziert hatten. 

 

Personal machtlos gegen B.1.1.7

Inzwischen sei geklärt, dass das Coronavirus vom Personal in die Einrichtung gebracht wurde. Das bestätigte der Leiter des Leverkusener Gesundheitsamts, Martin Oehler, gegenüber der „Bild“-Zeitung. Ein Versagen der Mitarbeitenden aber liege nicht zwangsläufig vor, schließlich sei die britische Variante des Coronavirus’ wesentlich ansteckender als der Originalstamm. 
 

„Nach allem, was wir bisher wissen, ist die Corona-Mutation B.1.1.7 so ansteckend, dass man schon nach wenigen Minuten Kontakt mit einem Infizierten selbst infiziert ist.“

Das Personal des Altenheims muss seit Sommer 2020 wöchentlich einen PCR-Test machen und wird seit Ende des Jahres zusätzlich mit Schnelltests auf eine mögliche COVID-19-Infektion getestet. 

Kranke Frau liegt zudeckt auf dem Sofa, eine Hand auf dem Kopf
Symptome & Beschwerden Andere Corona-Symptome: Das bewirkt die Corona-Mutation

 

+++Klinikum Bayreuth: Personal wird gemobbt+++

Das Klinikum Bayreuth wartet derzeit auf die Bestätigung von 23 Verdachtsfällen, bei denen es sich um eine Ansteckung mit B.1.1.7 handeln könnte. „Solche Verdachtsfälle werden keinesfalls leichtfertig ausgesprochen. Wir rechnen fest damit, dass wir tatsächlich die Mutation im Haus haben“, betonte Frank Schmälzle, Pressesprecher des Klinikums. 

Doch schon vor einer möglichen Bestätigung richtet die britische Corona-Mutation Schaden an: Wie Schmälzle berichtet, sieht sich das Klinikpersonal empfindlichen Ausgrenzungen im Alltag gegenüber. 

 

An Tankstelle abgewiesen, Kind in Notbetreuung isoliert

Über 3.300 Menschen arbeiten im Klinikum Bayreuth. Einige von ihnen haben von Vorfällen berichtet, bei denen sie Ausgrenzung im Alltag erlebt hätten. 

Eine Mitarbeiterin sei beispielsweise an einer Tankstelle abgewiesen worden. Der Parkausweis in ihrem Wagen habe verraten, wo sie arbeitet. Eine andere Kollegin habe Probleme bei der Notbetreuung: Ihr Kind sei von den anderen isoliert worden und hätte den „ganzen Tag“ alleine spielen müssen. Des Weiteren lägen Beschwerden von Nachbarn einer Mitarbeiterin vor: Man könne nicht nachvollziehen, warum die Frau den Waschraum des Hauses mit FFP2-Maske benutze. 

 

Ausgrenzung entbehrt jeglicher Grundlage

Die Vorurteile, denen sich das Klinikpersonal gegenübersieht, kann Frank Schmälzle nicht nachvollziehen. „Bei aller berechtigten Sorge: Unsere Mitarbeiter mit Patientenkontakt werden täglich getestet. Das ist ein Maß an Sicherheit, das sich kaum noch steigern lässt. Von den Kollegen geht vermutlich sogar weniger Risiko aus als von jedem anderen Bürger“, betont der Pressesprecher. 

Zusätzlich zu den täglichen Corona-Tests befinden sich die Mitarbeiter des Klinikums Bayreuth in einer sogenannten Pendler-Quarantäne: Sie dürfen lediglich zwischen ihrem Zuhause und der Arbeit pendeln, dazu allerdings nicht die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. 

 

+++Corona in Deutschland: Weniger neue Fälle+++

Obwohl es gestern (01.02.) erneut zu Meldeverzögerungen kam und sich in den aktuellen Zahlen Nachmeldungen befinden, sinkt die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden im Vergleich zur Vorwoche leicht: 6.114 neue SARS-CoV-2-Fälle wurden dem RKI von gestern auf heute gemeldet – rund 300 Fälle weniger als in der Woche zuvor. Auch bei den Todesfällen gibt es einen leichten Abwärtstrend zu verzeichnen: 903 Corona-Tote in der Vorwoche, 861 aktuell. 

Seit Beginn der Pandemie haben sich 2.228.085 Personen mit SARS-CoV-2 angesteckt. Ingesamt 57.981 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben.

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 90,0. Die 7-Tage-R, die angibt, wie viele Menschen ein COVID-19-Infizierter im Schnitt ansteckt, liegt bei 0,88. Der Wert bezieht sich auf das Infektionsgeschehen acht bis 16 Tage zuvor. In Zahlen bedeutet das, dass 100 Coronapositive im Mittel 88 weitere Menschen infizieren. 

Illustration der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen
Service Sieben-Tage-Inzidenz: Was sagt der Wert aus und wie verlässlich ist er?

 

+++Pähler Bäckereibetrieb am Ammersee muss Betrieb einstellen +++

In der Bäckerei Kasprowicz in Pähl am Ammersee in Bayern kam es zu einem verheerenden Corona-Ausbruch. Betriebsinhaber Julian Kasprowicz spricht gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ sogar von einem „brutalen Schlag“, da er seine Produktionsstätte erst im vergangenen Jahr eröffnet habe.

Die insgesamt 19 Filialen des Bäckerei-Betriebs rund um den Ammersee, Starnberger See und im Oberland mussten ihren Betrieb einstellen, weil sich in der Produktionsstätte in Pähl insgesamt 14 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert haben. Seit Sonntag sind nun alle Filialen, die mit Brot- und Backwaren aus der Produktionsstätte beliefert wurden, geschlossen. 

 

Bäckerei-Schließung in Pähl: Mutiertes Corona-Virus schuld am Ausbruch?

Derzeit werde noch untersucht, um was für ein Coronavirus es sich handle oder ob gar ein mutierter Erreger festgestellt werden kann. „Wir haben ein ausgefeiltes Hygiene-Konzept entwickelt und eingehalten. Dass es uns nun so trifft, zeigt doch nur, wie hochansteckend Corona ist“, erklärt der 32-jährige Betriebs-Inhaber Julian Kasprowicz gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“.

Quelle:

Bäckerei schließt 19 Filialen nach Corona-Ausbruch, in: sueddeutsche.de

 

+++01.02. Datenpanne beim RKI+++

Es ist die dritte Datenpanne in fünf Tagen. Am Montag meldet das RKI 5.608 Corona-Neuinfektionen und 175 Todesfälle. Eigentlich ein Grund zur Freude, waren doch am vergangenen Montag (25.01.2021) noch 6.729 neue Infektionen und 217 Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet worden. 
 

Allerdings sind die Zahlen nicht aussagekräftig: Wie das RKI mitteilte, wurden aus Sachsen-Anhalt keine aktuellen Fallzahlen übermittelt. Diese fließen wohl erst am Dienstag in die Statistik ein.

Bereits am Donnerstag und Samstag vergangener Woche war es zu verspäteten Meldungen gekommen, wodurch das RKI die genauen Corona-Zahlen erst vormittags veröffentlichen konnte. Heute Morgen um 9 Uhr war auf dem RKI-Dashboard online der Hinweis zu lesen: 
„Die Daten werden derzeit aktualisiert. Bitte schauen Sie später wieder vorbei.“

Impfstofflaschen von vier verschiedenen Herstellern in einer Reihe
Service Corona: Biontech, Moderna, Astrazeneca – Unterschiede und Wirksamkeit

 

+++Köln: Inzidenzwert steigt sprunghaft+++

Schlechte Nachrichten aus Köln: Die Stadt verzeichnet einen sprunghaften Anstieg der Corona-Neuinfektionen. Am Wochenende erhöhte sich die 7-Tage-Inzidenz zunächst von 61,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf 77,9. Am Montag meldete das RKI dann einen Wert von 79,3. Explizite Gründe für den Anstieg sind nicht bekannt. 

Trotz des sprunghaften Anstiegs liegt die Stadt in Nordrhein-Westfalen deutlich hinter dem Spitzenreiter Schmalkalden-Meiningen (Thüringen), der mit einem Inzidenzwert von 340,2 der aktuell am schlimmsten von SARS-CoV-2 betroffene Hotspot Deutschlands ist. 

Grafische Darstellung des Gehirns.
Symptome & Beschwerden Neuro-COVID: Was Corona im Gehirn anrichtet

 

+++Britische Virus-Mutation B.1.17 in Kölner Kitas nachgewiesen+++

Die Corona-Mutation B1.1.7 ist auch in Deutschland an immer mehr Ausbrüchen beteiligt. Nachdem in den vergangenen Tagen die geplante Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Baden-Württemberg wegen eines Corona-Ausbruchs in einer Freiburger Kita kurzfristig verschoben werden musste, wurde das mutierte Virus nun auch in vier Kölner Kindertagesstätten nachgewiesen.
Es scheint, als wäre die Prognose von Kanzleramtschef Helge Braun bereits eingetreten – die britische Virus-Mutation B.1.1.7 wird nun, nachdem in Deutschland die Coronaviren häufiger sequenziert werden, bei immer mehr Ausbrüchen festgestellt. So auch bei gleich vier Corona-Ausbrüchen in unterschiedlichen Kindertagesstätten in Köln.

Wie u.a. der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, wurde die britische Virus-Mutation bei insgesamt vier Erzieherinnen und Erziehern sowie bei zwei Kindern nachgewiesen. Bei zwei weiteren Fällen werde noch geprüft, ob es sich auch hier um die britische Virus-Mutante handelt. Zudem stehe das Testergebnis für zwei weitere Kinder aus.

Das Familienministerium von NRW erklärt: „Wir nehmen die genannten Fälle sehr ernst, mahnen aber gleichzeitig zur Besonnenheit.“ Es sei derzeit nicht davon auszugehen, dass es in Kitas zu höheren Infektionszahlen aufgrund der Virus-Mutation B1.1.7 komme.

Die Kindertagesstätten in NRW befinden sich nicht wie vom Bund vorgeschlagen im kompletten Lockdown, sondern in einem eingeschränkten Regelbetrieb. Laut aktueller Datenlage befindet sich zudem in Deutschland jedes dritte Kind in einer Kita-Notbetreuung.

Person infiziert Kinderstuhl
Service Massive Corona-Ausbrüche: Kitas öffnen trotzdem

 

+++Corona-Zahlen am 29. Januar: Inzidenz weiter niedrig+++

Die Gesundheitsämter übermittelten dem Robert Koch-Institut am Freitag, 29. Januar, 14.022 Neuansteckungen mit dem Coronavirus. Am vergangenen Freitag lag die Zahl der Neuinfektionen noch bei 17.862. Zudem wurden dem RKI 839 Todesfälle gemeldet. Die Gesamtzahl der Corona-Toten beträgt demnach laut aktuellem Stand 55.752. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt mit 94 weiterhin konstant unter 100.

Quellen:

Britische Virusmutation in vier Kölner Kitas nachgewiesen, in: ksta.de

Sechs Fälle von britischer Corona-Mutation in Kölner Kitas, in: rp-online.de

COVID-19: Fallzahlen in Deutschland und weltweit, in: rki.de 

Laborgeräte zur Analyse des Coronavirus’
Service Coronavirus-Variante aus Brasilien: Ärzte fürchten neuen Effekt der Mutation

 

+++28.01. Corona-Ausbruch in Pflegeheim mit – 19 Bewohner tot+++

In Markt Schwaben (Landkreis Ebersberg) herrscht nach einem verheerenden Corona-Ausbruch in einer AWO-Einrichtung große Trauer. Laut Medien-Berichten sind in der Einrichtung in der Trappentreustraße insgesamt 19 Bewohner an dem Coronavirus verstorben. Die Einrichtung ist geschlossen worden, nachdem laut Gesundheitsamt insgesamt 63 Bewohner und 24 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Fast ein Drittel der infizierten Bewohner ist seitdem gestorben, berichtet u.a. „merkur.de“.

 

19 Corona-Tote in Bayern nach heftigem Ausbruch in AWO-Einrichtung

Von den insgesamt 19 Toten sind 16 noch vor Ort im Pflegeheim gestorben. Drei weitere wurden in einer Klinik behandelt und verstarben dort in Folge der COVID-19-Infektion. Warum nicht alle Patienten in die Klinik eingewiesen wurden, erklärt das Landratsamt folgendermaßen: „Der Arzt entscheidet über die Einweisung in die Klinik.“

Dr. Peter Kreissl, Direktor der örtlichen Kreisklinik, erklärte in diesem Zusammenhang gegenüber „merkur.de“: „Wir führen keine Triage durch.“ Man müsse die Verlegung auf die Intensivstation immer in Absprache mit den Ärzten abwägen. Einige Patienten haben zudem oft den Wunsch, wenn die gesundheitliche Lage aufgrund des allgemeinen Zustands des Patienten aussichtslos sei, würdevoll zu sterben ohne intensivmedizinische Maßnahmen. 

Frau mit Maske in der Bahn hustet
Service Immunität nach Corona: Forscher warnen vor dieser Folge

Das Gesundheitsamt sucht derweil nach einer Erklärung für den verheerenden Ausbruch. Eine Sprecherin des Landratsamts erklärte, dass ein begünstigter Faktor sein könne, dass in der Einrichtung viele Demenzkranke wohnen, die aufgrund der Krankheit die Hygienemaßnahmen nicht in Gänze beachten können. Es wurden bisher keine weiteren Defizite vom bayerischen Landratsamt festgestellt. 

Frau untersucht ihre Zunge
Krankheiten & Behandlung Neues Symptom „Corona-Zunge“: Mediziner mahnen zur Vorsicht

 

+++Corona-Zahlen am 28. Januar: RKI-Meldung verzögert sich+++

Das Robert Koch-Institut meldet am Donnerstagmorgen noch keine aktuellen Fallzahlen. Die Übermittlung verzögere sich, so heißt es. 

 

+++Baden-Württemberg: Geplante Schulöffnung wegen Corona-Ausbruch verschoben+++

Ursprünglich sollten Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusministerin Susanne Eisenmann am Mittwoch bei einer Pressekonferenz verkünden, wie und in welcher Form der Präsenz-Unterricht in Baden-Württemberg ab Montag wieder aufgenommen werden soll. Doch daraus wurde nichts.

In einem Statement der Regierung des Landes heißt es: „Das Presse-Statement entfällt!“ Grund dafür sei das Auftreten einer mutierten Virus-Variante in einer Freiburger Kindertagesstätte. Zwei bestätigte Fälle seien bereits nachgewiesen. Zudem wurden 21 weitere Infektionen festgestellt, die jetzt untersucht werden müssen. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
Service Spahn prophezeit: Lockerungen noch im Winter

 

Schulöffnung in Baden-Württemberg vertagt: Das sagt die Regierung

Die Entscheidung über eine frühere Öffnung von Kindertagesstätten und Grundschulen, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann bereits angekündigt hatte, müsse daher verschoben werden. „Ministerpräsident Kretschmann macht auch in diesem Fall die Entscheidung über eine mögliche Öffnung vom aktuellen Infektionsgeschehen abhängig“, geht aus dem Pressestatement der Regierung hervor. 

Seniorin trägt während des Spaziergangs eine FFP2-Maske
Service Verschärfte Corona-Regeln in diesen Bundesländern: Was jetzt gilt

 

Kita-Notbetreuung: Jedes dritte Kind wird nicht zu Hause betreut

Obwohl Schulen und auch Kindertagesstätten offiziell im Lockdown geschlossen sind, befindet sich laut aktueller Datenlage dennoch jedes dritte Kind in einer Kita-Notbetreuung. Ein Ausbruch, wie er aktuell in Freiburg aufgetreten ist, ist also trotz harter Lockdown-Beschränkungen dennoch möglich. Laut Forschungserkenntnissen hat die neue Virus-Variante, wie sie nun auch in Freiburg grassiert, zudem eine besondere Auswirkung auf Kinder.

 

+++27.01. Bayreuth und Steinfurt: Verdacht auf B.1.1.7+++

Seit Tagen versucht das Berliner Humboldt Klinikum, einen besonders heftigen Corona-Ausbruch in den Griff zu bekommen: Im Haus war die britische Virusvariante B.1.1.7 nachgewiesen worden, die als wesentlich ansteckender als der Originalstamm gilt. 20 bestätigte Fälle und Quarantäne für 1.700 Mitarbeiter*Innen wurden zu Wochenbeginn bestätigt. 

Berlin ist kein Einzelfall. Aktuell werden Verdachtsfälle aus Kliniken in Bayreuth (Bayern) und Steinfurt (Nordrhein-Westfalen) gemeldet. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
Service Spahn prophezeit: Lockerungen noch im Winter
 

 

Aufnahmestopp an zwei Bayreuther Kliniken

In zwei Krankenhäusern der Klinikum Bayreuth GmbH gibt es ingesamt 13 B.1.1.7- Verdachtsfälle, elf davon bezeichnet die Klinikleitung als „konkret“. Es könne allerdings bis zu 14 Tagen dauern, bis Klarheit herrscht. Betroffen sind das Klinikum Bayreuth und das Krankenhaus Hohe Warte. 

Beide Häuser werden prophylaktisch geschlossen und auf Notbetrieb umgestellt. Es gilt ein Aufnahmestop für neue Patienten; wer entlassen werden soll, wird zweimal in 48 Stunden auf Corona getestet. Rund 3.300 Mitarbeiter*Innen sind in sogenannter Pendelquarantäne: Sie dürfen lediglich zwischen ihrem Arbeitsplatz und ihrem Zuhause pendeln. Öffentliche Verkehrsmittel dürfen sie dazu nicht nutzen. 

 

Steinfurt: Verdacht auf B.1.1.7 im UKM Marienhospital

Das UKM Marienhospital Steinfurt meldet wie Bayreuth Verdachtsfälle aus dem eigenen Haus. Drei Personen könnten sich mit der britischen Virusvariante infiziert haben. Der Verdacht sei am Montagnachmittag aufgekommen, bestätigte die Klinik am Dienstag. Um welche Personen – Personal oder Patienten – es sich bei den Verdachtsfällen handelt, enthüllten die Zuständigen mit Verweis auf den Datenschutz nicht. 

Allerdings wurde augenblicklich ein Besuchsverbot erteilt und alle nicht dringlichen Eingriffe abgesagt. Zeitgleich wurden Reihentest durchgeführt. Schon am Dienstag sollen rund 1.000 Abstriche genommen worden sein, meldet unter anderem die „dpa“. 

 

Corona-Mutation in Berlin: Neue Fälle im Humboldt Klinikum und der Charité

Im Vivantes Humboldt Klinikum legten die jüngsten Reihentests indes zwei neue B.1.1.7-Infektionen offen. Damit gibt es ingesamt 24 bestätigte Fälle der britischen Virusvariante. Der Leiter des Gesundheitsamts Reinickendorf, Patrick Larscheid, stufte das als „erfreuliche Nachricht“ ein: Es stünden aktuell keine weiteren Testergebnisse aus. Das Klinikum befindet sich dennoch weiterhin unter Quarantäne. 

Im Vivantes Klinikum in Spandau wurden bisher zwei Mutationsfälle bestätigt, außerdem haben sich zwei Menschen außerhalb der Kliniken mit B.1.1.7 angesteckt. Alle vier Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. 

Die Berliner Charité meldet drei positive B.1.1.7-Tests. Wie die Klinikleitung mitteilte, befinden sich zwei Patienten in häuslicher Quarantäne, die dritte Person werde isoliert auf einer COVID-19-Station behandelt. 

 

+++Corona in Deutschland: Neuinfektionen sinken weiter+++

Am Mittwoch meldete das RKI 13.202 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden. Vergangenen Mittwoch waren noch 15.974 Neuinfektionen innerhalb eines Tages registriert worden. Auch die Zahl der Todesopfer sinkt leicht: Von 1.148 Menschen am gleichen Tag der Vorwoche auf 982 aktuell. 
Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.161.279 Personen mit COVID-19 infiziert. 53.972 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sank von 107,6 gestern auf heute 101,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. 

 

+++26.01 Bayern: Gericht kippt 15-Kilometer-Regel+++

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die 15-Kilometer-Regel für Corona-Hotspots gekippt. Damit wurde einem Eilantrag stattgegeben. Als Grund nannte das Gericht den Grundsatz der Normenklarheit: für die Betroffenen sei der Geltungsbereich der 15-Kilometer-Regel nicht hinreichend erkennbar. Von dem Beschluss unberührt bleibt allerdings das Recht der Kommunen mit hohen Infektionszahlen, eine Einreisesperre für touristische Tagesausflüge zu verhängen.

Frau hält Zigarette in der Hand
Service Corona: Haben Raucher ein höheres Risiko oder nicht?

Die 15-Kilometer-Regel galt in Bayern seit dem 11. Januar. Bewohner von Städten und Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 durften sich bisher nur noch in einem Umkreis von maximal 15 Kilometer bewegen. Diese Regel gehört zum Maßnahmen-Paket, das Bund und Länder vor rund zwei Wochen als Reaktion auf die hohen Infektions- und Todeszahlen beschlossen hatten. Der Hintergrund: In Städten und Landkreisen mit hohen Infektionszahlen soll die 15-Kilometer-Regel die Mobilität der Menschen einschränken und so die weitere Verbreitung des Coronavirus stoppen.

Eine andere, neu eingeführte Corona-Maßnahme wurde hingegen vom bayerischen Verwaltungsgerichtshof bestätigt: die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken in Bus, Bahn und beim Einkaufen bleibt in Bayern auch weiterhin in Kraft.

 

+++26.01. Corona im Klinikum Nordfriesland weiterhin nicht unter Kontrolle+++

Das Klinikum Nordfriesland kämpft seit Anfang des Jahres gegen einen Corona-Ausbruch. Bei einem zweiten Reihentest an den Standorten Husum und Niebüll wurden nach rund 1.200 Tests am Wochenende nun 21 neue positive Fälle gezählt: 18 in Husum und drei in Niebüll. 

Graphik des Coronavirus
Krankheiten & Behandlung Corona-Mutation B.1.1.7 aus England: Erhöhte Sterblichkeit

 

Geschäftsführer spricht von einem „Rätsel“

Vor Ort kann man sich nicht erklären, woher die Neuinfektionen kommen. Laut Klinik-Geschäftsführer Stephan W. Unger sei das Hygienekonzept nach den ersten Corona-Fällen nicht nur überarbeitet, sondern verschärft worden. Sieben Hygienefachkräfte sind im Dauereinsatz und prüfen beispielsweise, ob die Mitarbeiter*Innen ihre Schutzkleidung richtig anlegen. „Trotzdem kommt es immer noch zu Neuinfektionen. Wir stehen vor einem Rätsel", so Unger laut „NDR“

Die Frage, wie sich 21 Menschen trotz strenger Hygienemaßnahmen anstecken konnten, bleibt also unbeantwortet. 

 

Dritte Reihentestung noch diese Woche

Da das Klinikum Nordfriesland kommende Woche zumindest den Betrieb in der Notaufnahme und der Husumer Geburtenstation wiederaufnehmen möchte, sollen noch diese Woche noch einmal alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf COVID-19 getestet werden. Der aktuell geltende Aufnahmestopp für neue Patienten wurde in Absprache mit dem Kreis Nordfriesland verlängert. „Bis wir Sicherheit haben, müssen unsere Häuser noch einige Tage länger geschlossen bleiben“, erklärt Landrat Florian Lorenzen dazu. 

Seit Anfang Januar kämpfen die Standorte Husum und Niebüll gegen den heftigen Corona-Ausbruch. Informationen zufolge sind seither ingesamt 82 Mitarbeiter und 62 Patienten in der Klinik Husum positiv auf das Coronavirus getestet worden; in Niebüll 44 Mitarbeiter und 24 Patienten. Der Kreis Nordfriesland hatte ingesamt 3.300 Menschen daraufhin in Quarantäne geschickt. 

 

+++Corona in Deutschland: Inzidenz sinkt weiter+++

Am heutigen Dienstag meldet das RKI 6.408 neue COVID-Fälle. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.148.077 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg um 903 auf ingesamt 52.990 Menschen. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz, die aussagt, wie viele Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner gerechnet binnen einer Woche registriert werden, geht weiter zurück. Der Wert lag am vergangenen Freitag bei 115,3 und sank bis Montag auf 111,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Heute liegt er bei 107,6. 

Im Impfmonitoring weist das RKI aus, dass inzwischen 1,9% der deutschen Bevölkerung ihre erste Corona-Impfung erhalten haben. Das sind 1.554.335 Menschen. 228.763 Personen haben bereits die Zweitimpfung erhalten. 

 

+++25.01. Corona-Mutant in Berliner Klinik+++

Der bisher überwiegend in Großbritannien aufgetretene Corona-Mutant B.1.1.7 hat zu einem der schwersten Corona-Ausbrüche in Deutschland geführt: Bis Sonntag wurden im Berliner Humboldt-Klinikum 20 Personen positiv auf B.1.1.7 getestet – 14 Patienten und sechs Mitarbeiter. 
Bei nachfolgenden Tests sollen 50 weitere Corona-Infektionen offengelegt worden sein, wie unter anderem die „B.Z.“ berichtet. Ob darunter auch B.1.1.7-Infektionen sind, ist derzeit nicht bekannt. Sämtliche Mitarbeiter sollen in den kommenden Tagen auf SARS-CoV-2 getestet werden. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel
Service Angela Merkel: Pandemie eine Zumutung

 

Quarantäne für 1.700 Menschen

Da der Corona-Mutant B.1.1.7 als wesentlich ansteckender gilt, beschloss Klinikbetreiber Vivantes strenge Gegenmaßnahmen. Für ingesamt 1.700 Mitarbeiter des Klinikums in Reinickendorf gilt ab sofort eine sogenannte Pendel-Quarantäne: Die Menschen dürfen sich nur noch zwischen dem Krankenhaus und ihrem Zuhause bewegen. Um Ansteckungen im öffentlichen Nahverkehr zu verhindern, wird ein Shuttleservice eingesetzt. 

Der Reinickendorfer Amtsarzt Patrick Larscheid hatte bereits am vergangenen Freitag einen Aufnahmestopp für neue Patienten verhängt. Die verbleibenden 400 Patienten werden isoliert behandelt. 

 

Das sagt der Klinikbetreiber

Johannes Danckert, Geschäftsführer des Klinik-Betreibers Vivantes, lässt gegenüber der Presse keinen Zweifel daran, dass man den Corona-Ausbruch sehr ernst nimmt. „Dass die neue Mutation infektiöser ist, scheint sich zu bewahrheiten. Wir spüren es am eigenen Leib“, so Danckert. „Wir müssen das Infektionsgeschehen schnell aufdecken, damit wir es rückverfolgen können – genau das machen wir jetzt.“

Das Dramatische an der Situation ist, dass das Berliner Humboldt-Klinikum bisher als Vorbild galt, was die Einhaltung von Hygienemaßnahmen angeht. Wie sich B.1.1.7 dort verbreiten konnte, ist bisher nicht geklärt. 

Corona-Patient wird behandelt
Service Warum sterben so viele an Corona in Deutschland? 3 Gründe für die hohe Todesrate

 

Auch Spandau vom Ausbruch betroffen

Bis Sonntag wurden offiziell keine neuen B.1.1.7-Fälle aus dem Humboldt-Klinikum in Berlin gemeldet. Allerdings wurde ein Patient im Vivantes-Klinikum Spandau positiv auf die Virusmutation getestet. Er war zuvor aus Reinickendorf dorthin verlegt worden. 

„Es ist nicht auszuschließen, dass bei den nun flächendeckenden Testungen weitere Fälle gefunden werden“, sagte Vivantes-Chef Danckert laut „Tagesspiegel“. „Wir recherchieren alle internen und externen Verlegungen.“

 

+++Kanzleramtschef: Corona-Mutant wird „Führung übernehmen“+++

Mit Blick auf den Corona-Ausbruch im Berliner Humboldt-Klinikum äußerte sich Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sehr besorgt über die Virusmutation aus Großbritannien. Zu Gast bei Anne Will erklärte der Politiker: 
 

„Wir sehen ja momentan, dass wir jetzt in mehreren Krankenhäusern auch schon mit der Mutante zu tun haben. Das heißt, das ist bei uns im Land angekommen, und deshalb wird sie irgendwann so wie in anderen Ländern auch dann die Führung übernehmen und wird Probleme machen. […] Da bin ich sehr sicher.“

Das Infektionsgeschehen müsse deshalb konsequent und vor allem möglichst schnell unter Kontrolle gebracht werden. Ein langes Ringen mit B.1.1.7 würde nicht gelingen: „Wir wollen sie so lange wie möglich aus dem Land raushalten und da, wo sie schon ist, eben sehr niedrig halten. Das wird man auf Dauer nicht schaffen“, so Braun.

Bundespressekonferenz mit Jens Spahn, Christian Drosten und Lothar H. Wieler
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+++Corona in Deutschland: Zahl der Neuinfektionen sinkt leicht+++

Obwohl die Infektionszahlen montags stets niedrig ausfallen, da an den Wochenenden weniger gemeldet und getestet wird, zeichnet sich zu Wochenbeginn ein leichter Rückgang des Infektionsgeschehens ab. Das RKI verzeichnet heute 6.729 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Das sind etwas weniger Fälle im Vergleich zur Vorwoche, in der 7.141 Neuinfektionen gemeldet worden waren.   
Die Zahl der Corona-Toten stieg minimal von 214 Fällen in der vergangenen Woche auf 217 neue Fälle. 
Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.141.665 Personen mit SARS-CoV-2 angesteckt. 52.087 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt bei 111,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Vergangenen Freitag hatte der Wert noch bei 115,3 gelegen. 

FFP2-Maske
Information FFP2-Masken: Woher und was ist wichtig?

 

+++7 Tote in bayerischem Seniorenheim trotz Corona-Impfung+++

Dieser Fall zeigt eindrücklich, dass die erste Corona-Impfung keinen wirksamen Schutz gegen das Virus aufbaut: In einem Seniorenheim im Kreis Miesbach, Bayern, erlagen sieben Senioren ihrer Corona-Erkrankung, obwohl sie zuvor die erste Impfung erhalten haben. Wie konnte das passieren?

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Corona-Ausbruch in Altenheim: 41 Infizierte, 7 Tote

Von dem Corona-Ausbruch in einem bayerischen Seniorenheim im Kreis Miesbach sind 41 Bewohner betroffen. Zuvor erhielten 34 Senioren die erste Corona-Impfung – doch sieben von ihnen starben trotzdem an den Folgen ihrer COVID-19-Erkrankung. Das Landratsamt erklärte, dass die verstorbenen Bewohner bereits zuvor mit dem Coronavirus infiziert waren, was allerdings erst nach der Impfung klar wurde. Denn die Inkubationszeit – die Dauer zwischen Infektion und den ersten Symptomen – kann sich auf bis zu 14 Tage erstrecken. Erklärend fügt das Landratsamt hinzu, dass sich der vollständige Impfschutz erst „sieben Tage nach der zweiten Impfung“ aufbaue.

Weil sich die betroffenen Bewohner bereits vor der Impfung mit Corona angesteckt haben, kann ausgeschlossen werden, dass das Virus durch das Impfteam in das Seniorenheim gelangt ist. Wie das Landamtsrat betonte, sei eine Infektion durch das Personal ohnehin unwahrscheinlich, da das Team bei den Impfungen mit Ganzkörper-Schutzkleidung ausgestattet sei. Zudem gebe es derzeit keine positiven Test-Befunde.

FFP2-Maske
Information FFP2-Masken: Woher und was ist wichtig?

 

+++50.000 Corona-Tote in Deutschland seit Beginn der Pandemie+++

Die Zahl der Neuinfektionen und der Corona-Todesfälle sinkt seit Tagen kontinuierlich. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat heute 17.862 Neuinfektionen binnen eines Tages vermeldet – vor genau einer Woche waren es mit 22.368 Fällen deutlich mehr. Das schlägt sich positiv auf die Sieben-Tage-Inzidenz wieder, die derzeit bei 115,3 liegt. Am 22. Dezember erreichte das Bundesgebiet noch einen Wert von 197,6.

Auch die Zahl der Todesfälle geht leicht zurück. Innerhalb eines Tages sind 859 Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben (Vorwoche: 1113). Der Rückgang konnte aber nicht verhindern, dass die Zahl der Corona-Todesfälle in Deutschland eine traurige Marke erreicht: Seit Beginn der Pandemie sind hierzulande mehr als 50.000 Menschen gestorben.

 

+++21.01. Gericht setzt Kontaktbeschränkungen außer Kraft+++

Die aktuelle Regelung der Kontaktbeschränkungen aufgrund von Corona sind im Saarland vom Oberverwaltungsgericht gekippt und außer Kraft gesetzt worden. Demnach sei die Regel, dass private Zusammenkünfte sich auf einen Haushalt und eine nicht in diesem Haushalt lebende Person beschränken müssen, unzulässig.

Eine Frau klagte gegen den Beschluss, da sie sich dadurch gehindert sehe, ihre Enkel gemeinsam mit ihrem Mann und mit deren Eltern zu treffen, berichtet u.a. die Saarbrücker Zeitung

Menschen gehen mit medizinischen Masken durch die Straßen
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Die Kontaktbeschränkung stehe laut Gericht mit einer weiteren Corona-Rechtsverordnung im Gegensatz, laut derer sich die Vorgaben zur Kontaktbeschränkung nicht auf Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandten in gerader Linie, Geschwistern, Geschwisterkinder und deren jeweiligen Haushaltsangehörigen beziehe.

„Vorliegend ist für die Rechtsbetroffenen nicht klar, ob für sie (durchaus weit gefasste) Regelung in
§ 1 Abs. 2 VO-CP mit der Ausnahme vom Kontaktverbot für den familiären Bezugskreis oder die (erheblich strengere) Norm des § 6 Abs. 1 VO-CP (Kontaktbeschränkung auf einen Haushalt und eine weitere Person) gilt“, erklärten die Richter. 
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Nun müsse der Verordnungsgeber klären, welche der beiden Vorschriften nun gilt. Gesundheitsministerin Monika Bachmann erklärte bezüglich des Sachverhalts: „Natürlich ist mir bewusst, dass die derzeitigen Einschränkungen viele Saarländer auf eine Belastungsprobe stellen. Aber wir können die Pandemie nur gemeinsam besiegen. Jeder zwischenmenschliche Kontakt birgt ein Infektionsrisiko.“

 

+++ Deutlicher Rückgang der Corona-Neuinfektionen +++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen am heutigen Donnerstag, 21. Januar, zeigen einen deutlichen Rückgang. Laut Angaben des Robert Koch-Instituts liegt die 7-Tage-Inzidenz aktuell bei 119,0 – der niedrigste Wert seit dem 1. November. Dennoch haben sich innerhalb eines Tages rund 20.398 Personen mit dem Coronavirus angesteckt. Außerdem wurden dem RKI 1013 Todesfälle innerhalb eines Tages gemeldet.

 

+++20.01. Wieder Corona in einem Seniorenheim+++

Immer wieder kommt es in Senioren- und Pflegeheimen zu großflächigen Corona-Ausbrüchen. Vor dem Hintergrund, dass ältere und kranke Menschen die größte Risikogruppe bilden, ein echtes Problem. Aktuell kämpft das Seniorenhaus Matthäus – ein Pflegeheim der Diakoniestiftung Alt-Hamburg – gegen einen Corona-Ausbruch. 

 

Corona-Ausbruch in Seniorenheim in Hamburg: Drei Viertel der Bewohner erkrankt

Von den ingesamt 118 Bewohnerinnen und Bewohnern der Pflegeeinrichtung in Hamburg-Winterhude sind 88 an Corona erkrankt. Das sind drei Viertel der pflegebedürftigen Menschen. Die erste Infektion war Ende Dezember 2020 entdeckt worden. Inzwischen sind zehn Patienten an oder mit dem Virus verstorben. 

Auch unter den Mitarbeitenden gibt es COVID-19-Fälle: Laut „Hamburger Morgenpost“ haben sich 26 von ingesamt 96 Arbeitnehmer*Innen mit SARS-CoV-2 infiziert. 

 

Strenges Besuchsverbot

Das Seniorenhaus Matthäus in Hamburg-Winterhude versucht, die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Mit ersten Erfolgen: „29 Bewohner und 21 Mitarbeiter sind inzwischen aus der Quarantäne entlassen, gelten also als genesen. Fast alle noch Infizierten haben zudem leichte Verläufe“, erklärt Jan Hell, Assistent der Diakonie-Geschäftsführung. 

Die eingeleiteten Maßnahmen umfassen ein strenges Besuchsverbot. Aber es dürfen nicht nur keine Menschen das Seniorenheim betreten: Auch die Bewohnerinnen und Bewohner dürfen die Einrichtung aktuell nicht verlassen. Wie lange diese Regelungen gelten werden, ist nicht bekannt. 

FFP2-Maske
Information FFP2-Masken: Woher und was ist wichtig?

 

Untersuchungen laufen

Dem Ursprung des Ausbruchs soll nun auf den Grund gegangen werden. „Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sucht gerade gemeinsam mit dem Gesundheitsamt nach den Ursachen des Ausbruchs und der starken Verbreitung“, so Heil. Seiner Meinung nach könnten die gelockerten Besuchsregelungen dem Coronavirus Tür und Tor geöffnet haben. „Während der ersten Corona-Welle im Frühjahr gab es in fast allen Pflegeheimen Besuchsverbote und wir hatten deutlich weniger Ausbrüche“, betont der Assistent. 

Noch sind die Bewohnerinnen und Bewohner im Seniorenhaus Matthäus nicht gegen Corona geimpft. Bis Mitte Februar sollen aber sämtliche Hamburger Seniorenheime durchgeimpft sein.  

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+++Corona in Deutschland: Knapp 16.000 Neuinfektionen+++

Das RKI meldet am Mittwoch 15.974 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.068.002 Menschen mit COVID-19 angesteckt. Die Zahl der Todesfälle stieg um 1.148 auf ingesamt 48.770 Menschen. 

Die bundesweite 7-Tages-Inzidenz, die die die Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche berechnet, sinkt indes weiter. Aktuell liegt sie bei 123,5 – gestern betrug der Wert noch 131,5. Seinen bisherigen Höchststand hatte der Wert am 22. Dezember mit 197,6 erreicht. 

Die 7-Tage-R liegt derzeit bei 0,87. Der Wert spiegelt das Infektionsgeschehen acht bis 16 Tage zuvor wider und sagt aktuell aus, dass 100 COVID-19-Infizierte im Mittel 87 Mitmenschen anstecken. 

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+++19.01. Corona-Ausbruch in Klinikum, 2200 Menschen in Quarantäne+++

Das Klinikum Nordfriesland in Schleswig-Holstein kämpft mit einem der heftigsten Corona-Ausbrüche seit Beginn der Pandemie in Deutschland – und das gleich an zwei Fronten. An den beiden Standorten Husum und Niebüll sind ingesamt über 2.200 Menschen von dem Ausbruch betroffen. 

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133 bestätigte Corona-Fälle

Ingesamt wurden in Husum und Niebüll bis Montagabend (18. Januar) 133 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet: 73 Mitarbeiter und 60 Patienten. 54 Mitarbeitende befinden sich in häuslicher Quarantäne. Von den infizierten Patienten werden 52 im Husumer Klinikum versorgt, informierte der Kreis Nordfriesland.
Die Zahlen der im Klinikum betreuten COVID-19-Infizierten nach Standorten: 

  • Husum: 26 Mitarbeiter, 33 Patienten 
  • Niebüll: 28 Mitarbeiter, 19 Patienten 

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2.200 Menschen in Quarantäne

Als infektionskritisch stuft die Klinikleitung den Zeitraum ab dem 4. Januar ein: Eine mögliche Ansteckung könne nicht ausgeschlossen werden, deswegen gelten vorsorgliche Quarantänemaßnahmen. Aktuell befinden sich rund 1.300 Mitarbeiter und etwa 900 ambulante und stationäre Patienten in Quarantäne. 

Für einzelne Mitarbeiter des Klinikums gelten sogenannte „Quarantäne-ersetzende Maßnahmen“, die sicherstellen sollen, dass zumindest die medizinische Grundversorgung an beiden Standorten des Klinikums gewährleistet ist. So können die Mitarbeiter „ihrer Arbeit weiterhin nachgehen, solange keine Symptome eines Atemwegsinfektes vorliegen.“ Diese Regelung gilt zunächst bis zum 27. Januar 2021. 

 

Aufnahmestopp für neue Patienten

„Trotz aller Anstrengungen und der Umsetzung strenger Hygienemaßnahmen ist es noch nicht gelungen, weitere Infektionen zu unterbinden“, heißt es in der Mitteilung des Kreises Nordfriesland.

An beiden Standorten des Klinikums herrscht deswegen ein Aufnahmestopp für neue Patienten, der vorerst bis zum 21. Januar 2021 gilt. Lediglich medizinische Notfälle, bei denen ein Weitertransport nicht vertretbar wäre, werden behandelt.

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+++Corona in Deutschland: Wieder fast 1.000 Todesfälle+++

Das RKI meldet 11.369 Corona-Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden. Damit steigt die Zahl der Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie auf 2.052.028 laborbestätigte Infektionen. Die Zahl der Todesfälle steigt um 989 Menschen auf ingesamt 47.622. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz, die die Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche angibt, liegt aktuell bei 131,5. Seinen bisherigen Höchststand hatte der Wert am 22. Dezember mit 197,6 erreicht. 

Seit dem 18. Januar umfasst das Impfmonitoring des RKI nicht nur die Gesamtzahl aller Personen, die die Corona-Impfung erhalten haben. Gezählt werden nun auch jene, die die Zweitimpfung verabreicht bekommen haben. Aktuell sind 1.139.297 Personen in Deutschland geimpft, 6.581 davon bereits zum zweiten Mal.

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+++RKI gesteht ein: Fehler bei der Meldekette+++

Das Robert Koch-Institut meldete heute, am 18. Januar, insgesamt 7.141 Neuinfektionen innerhalb eines Tages – einen Wert, wie es ihn seit Ende Oktober nicht mehr gegeben hat. Man könnte meinen, der aktuelle Lockdown zeigt endlich Wirkung – doch dieser Schein trügt.

Denn wie das RKI am heutigen Vormittag mitteilte, könnten Fehler in der Meldekette Schuld an den niedrigen Infektionszahlen am heutigen Montag sein. So zeigten einige Bundesländer auffällig niedrige Werte. Für das Bundesland Rheinland-Pfalz wurden nur zwei Neuinfektionen gemeldet. Und auch Schleswig-Holstein und Bayern vermeldeten verdächtig geringe Zahlen.

Eine Sprecherin bestätige auf Nachfrage den vermuteten Fehler: Man prüfe derzeit, was der Grund für die wenigen Meldungen war. Es könnte also heute noch zu Nachmeldungen kommen.

Quelle:

Nur 7141 Neuinfektionen?, in: tagesschau.de 

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+++18.01. Unbekannte Virusmutation in Bayern+++

52 infizierte Patienten, 21 infizierte Mitarbeiter: Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen, Bayern kämpft derzeit mit einem heftigen Corona-Ausbruch. Das ist allerdings nicht alles: Unter den Coronapositiven wurde ein bisher unbekannter Virusmutant entdeckt. 
Virologe Prof. Dr. Christian Drosten und sein Team in der Berliner Charité untersuchen die neue Virusvariante. 

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Neuer Mutant für Drosten & Co. 

Frank Niederbühl, Geschäftsführer des Klinikums, bestätigte den Fall um die neue Virusmutation gegenüber dem „Münchner Merkur“. Demnach hätte ein spezielles Laborgerät, das gezielt in der Pandemie angeschafft worden war, ungewöhnliche Ergebnisse bei einigen, allerdings nicht allen durchgeführten Corona-Tests angezeigt. 

Um dem Verdacht nachzugehen, seien die auffälligen Proben zu Drosten und seinem Team nach Berlin geschickt worden. „Es ist eine Variante, die die Experten dort selbst noch nicht kannten“, so Niederbühl.

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Untersuchung soll Infektiosität klären 

Allein beim Schlagwort Virusmutation denken viele an die neuen Mutante aus Japan, Südafrika und England, die zwar nicht tödlicher, dafür um bis zu 70 Prozent ansteckender sein sollen. Ob das bei der Virusvariante von Garmisch-Partenkirchen ebenfalls der Fall ist, sollen nun Drosten und seine Mitarbeiter klären. Aus Bayern kommen allerdings beschwichtigende Worte: 

„Eine Panikmache wäre absolut unseriös und unangebracht. Allein die Tatsache, dass es eine neue Variante ist, besagt ja nicht, dass sie infektiöser ist“, betont Frank Niederbühl. „Wir erwarten bis Ende Januar eine Rückmeldung mit weiteren und aussagekräftigen Details.“

In der Klinik wurden derweil sämtliche Corona-Schutzmaßnahmen verschärft, um dem Ausbruch Herr zu werden. Das Klinikum befindet sich aktuell im Notbetrieb.

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+++Unangemeldete Corona-Kontrollen im Burgenlandkreis+++

58 Corona-Tote allein am Wochenende meldet der Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt. Eine Besonderheit zwingt die Politik nun zum Handeln: Weil jeder zweite Todesfall in einem der ingesamt 39 Pflegeheimen zu beklagen ist – jedes dritte Heim kämpft gegen Corona-Ausbrüche –, sollen nun „verstärkte, unangemeldete Kontrollen“ durchgeführt werden, um „die Einhaltung der strengen Regeln zu überwachen“. Dies teilte Götz Ulrich (51, CDU), Landrat von Freyburg, der „Bild“-Zeitung mit. 

 

+++RKI meldet: "Fallzahlen stabilisieren sich“+++

Zum Wochenstart meldet das Robert Koch-Institut 7.141 neue COVID-19-Fälle, womit die Zahl der Gesamtinfizierten seit Beginn der Corona-Pandemie auf 2.040.659 steigt. Im aktuellen Lagebericht stuft die Behörde die Gefahr für die Bevölkerung wie gehabt als „sehr hoch“ ein, betont allerdings auch, dass sich das Infektionsgeschehen langsam verändert.  

„Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember, einem Rückgang während der Feiertage und einem erneuten Anstieg in der ersten Januarwoche scheinen sich die Fallzahlen wieder zu stabilisieren.“

Der Hinweis, dass die aktuellen Zahlen aufgrund von Meldeverzögerungen um Weihnachten und Neujahr herum nur bedingt aussagekräftig seien, wird inzwischen online nicht mehr eingeblendet. Dennoch ist es so, dass die gemeldeten Corona-Fälle zu Wochenbeginn traditionell niedrig sind, da viele Gesundheitsämter am Wochenende keine Daten übermitteln und grundsätzlich weniger getestet wird. 

 

214 Todesfälle: Weniger als in der Vorwoche

Dem RKI wurden ingesamt 214 Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet. Am vergangenen Montag waren es 343 gewesen. Damit sind seit Beginn der Pandemie in Deutschland 46.633 Menschen mit oder an COVID-19 verstorben. Als genesen gelten rund 1.691.700 Personen – 19.700 mehr als tags zuvor. Daraus ergeben sich 302.300 aktive Corona-Fälle in Deutschland. Aus dem Impfmonitoring geht hervor, dass inzwischen 1.048.160 Menschen gegen COVID-19 geimpft sind. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 134,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Die 7-Tage-Reproduktionszahl, die das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen widerspiegelt, liegt bei 0,93. Das heißt, dass 100 Corona-Infizierte im Schnitt 93 Mitmenschen anstecken. 

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+++Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: Appell für mehr Homeoffice+++

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier richtete sich nach den eindringlichen Worten des RKI-Chefs Lothar H. Wieler am gestrigen Tag ebenso mit einem eindringlichen Appell an die deutsche Bevölkerung und an die Arbeitgeber in Sachen Homeoffice. Man müsse die Mobilität in Deutschland weiter einschränken – und zwar durch mehr Homeoffice-Arbeit, wann immer es irgendwie möglich ist. 

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„Leider erkranken bei uns im Land nach wie vor viel zu viele Menschen an Corona“, so Frank-Walter Steinmeier; an seiner Seite der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds Reiner Hoffmann und Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger. Ihr dringliches Anliegen an Arbeitgeber und Arbeitnehmer: „Ermöglichen Sie das Arbeiten von zu Hause!“

Viele haben ihre Kontakte schon maximal reduziert, da sollte auch die Arbeitswelt nachziehen, fordert Steinmeier und erklärte: „Zeigen wir nicht mit dem Finger auf die anderen, tun wir selbst, was getan werden muss.“ Die Mutationen verschärfen die Infektionsgefahr zusätzlich. Man müsse jetzt die Kontakte weiter einschränken und die Mobilität verringern. „Uns ist bewusst, dass Homeoffice nicht für jede Tätigkeit geeignet ist“, erklärt Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger. Und dennoch: „Es kann noch mehr getan werden. Hier sind alle gefordert.“ 

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Bundespräsident Steinmeier fordert: „Helfen Sie mit, damit wir die Pandemie besser in den Griff bekommen.“ Solidarität heißt heute Abstand halten, damit Menschen sich nicht infizieren und man möglichst rasch aus dieser schwierigen Situation komme, erklärte Arbeitgeberpräsident Dulger noch einmal nachdrücklich. Man sei sicher, dass man gemeinsam erfolgreich die Krise überwinden werde – wenn man zusammenhalte.

Eine Pressekonferenz in dieser Art sei doch eine eher ungewöhnliche Art und Weise und zeigt, wie ernst die Situation in Deutschland derzeit ist. In der kommenden Woche will Bundeskanzlerin Angela Merkel über weitere Corona-Maßnahmen mit den Ministerpräsidenten der einzelnen Länder verhandeln.

 

+++15.01. Zwei Millionen Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet+++

Bereits am gestrigen Tag vom RKI-Präsidenten Lothar H. Wieler angekündigt, ist es heute auch schon so weit – Deutschland hat die Grenze von 2 Millionen Corona-Infizierten seit Beginn der Pandemie überschritten. Das Robert Koch-Institut meldete heute insgesamt 2.000.985 diagnostizierte Corona-Infektionen. Und die Gesamtzahl samt Dunkelziffer dürfte noch viel höher liegen. Zudem wurden dem RKI binnen 24 Stunden 1.113 neue Corona-Todesfälle gemeldet. Der Höchststand vom vergangenen Donnerstag (1.244) wurde nicht überschritten. 

Coronavirus COVID-19 unter dem Mikroskop
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Die Interpretation der Datenlage ist auch jetzt noch schwierig, wie auch RKI-Chef Wieler betonte. Denn insbesondere an den Feiertagen und zwischen den Jahren wurde in Deutschland weniger getestet. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,02.

 

+++ Angela Merkel fordert härtere Maßnahmen – Bund-Länder-Treffen soll vorgezogen werden+++

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich angesichts der immer häufiger auftretenden Corona-Mutationen (aktuell wurden 20 bereits in Deutschland gemeldet) besorgt und fordert härtere Maßnahmen. Das eigentlich erst am 25. Januar stattfindende Bund-Länder-Treffen soll nun schon auf die kommende Woche vorverlegt werden, wie u.a. die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. So habe die Bundeskanzlerin „sehr schnelles Handeln“ gefordert.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier erklärte ebenfalls gegenüber den Medien, dass ein weiteres Bund-Länder-Treffen so schnell wie möglich stattfinden müsse. Auch Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, stimmte mit ein. Man müsse über Verschärfungen reden. Laut „Bild“-Informationen könne das nächste Gipfeltreffen bereits am 20. Januar stattfinden. 

Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts
Service RKI-Chef Wieler fordert noch massivere Einschränkungen

 

Noch schärfere Maßnahmen im Mega-Lockdown: Diese 3 Einschränkungen werden diskutiert

Laut „Spiegel“- und „Bild“-Informationen werden bereits jetzt mögliche Verschärfungen diskutiert. Man habe es satt, dass die bei dem Gipfeltreffen beschlossenen Maßnahmen von den Ländern immer wieder abgemildert bzw. nicht umgesetzt werden. Unter anderem werde laut Medien-Informationen über diese drei Maßnahmen diskutiert:

  • Wiedereinführung von Grenzkontrollen
  • FFP2-Masken-Pflicht bundesweit, wie sie bereits in Bayern vorherrscht
  • Anordnung von Home-Office, wo es möglich ist

Zudem berichtet die „Bild“-Zeitung darüber, dass auch über die Einstellung des öffentlichen Nahverkehrs bereits diskutiert werde. Laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur weist die Bundeskanzlerin diesen Bericht jedoch von sich. Man müsse zwar den ÖPNV entlasten, dies würde aber durch mehr Homeoffice und weitere Kontakteinschränkungen gelingen. 

Mehrere Personen sitzen mit Maske im Büro
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Deutschland stehen angesichts der neuen Corona-Mutationen und den hohen Infektionszahlen schwere Wochen bevor, wie die Bundeskanzlerin bereits zuvor ankündigte. ein „Totaler Lockdown“, wie er bereits in Frankreich und anderen Nachbarländern vollzogen wurde, wird auch in Deutschland immer wahrscheinlicher. Auch RKI-Chef Lothar Wieler beklagte unlängst: „Für mich ist das kein vollständiger Lockdown.“ Dass demnach noch weitere, schärfere Maßnahmen kommen werden, ist so gut wie sicher.

Quelle:

Kanzlerin will Lockdown-Beratungen mit Ministerpräsidenten vorziehen, in: zeit.de

 

+++14.01. Bremen: Corona-Ausbruch mit 18 Toten+++

In einem Pflegeheim in Woltmershausen (Bremen) nimmt ein Corona-Ausbruch immer schwerere Ausmaße an. Laut Medien-Informationen sind nach ersten positiven Testungen im Dezember letzten Jahres nun bereits 18 Bewohner infolge des Ausbruchs an dem Coronavirus verstorben. Insgesamt 92 Bewohner und 44 Mitarbeiter hatten sich insgesamt mit dem Coronavirus infiziert.

Mehrere Personen sitzen mit Maske im Büro
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Der Ausbruch zeigte nicht nur dramatische Auswirkungen bei den ansteigenden Todeszahlen, sondern führte auch dazu, dass bereits zu Beginn des Ausbruchs im Dezember (Kalenderwoche 50 und 51) der Inzidenzwert im Stadtteil enorm anstieg. So betrug bei Entdeckung des Ausbruchs 5,34, aktuell ist er wieder auf 2,91 gefallen.

Der Beginn des Ausbruchs lässt sich laut Behördensprecher Lukas Fuhrmann auf den 11. Dezember zurückführen, berichtet u.a. der „Weser-Kurier“. Am 14. Dezember habe es dann die ersten positiven Laborbefunde gegeben.

 

Corona-Ausbruch im Seniorenheim in Woltmershausen: Ursachenforschung läuft

Annemarie Czichon, Ortsamtsleiterin zeigte sich erschüttert über das „Ausmaß des Ausbruchs“. „Ich finde es aber richtig und wichtig, dass das Gesundheitsamt den Vorfall intensiv begleitet“, sagte sie gegenüber dem „Weser-Kurier“. Wie es zu so einem Ausbruch kommen konnte, ist noch unklar.

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„Eine einfache Ursache lässt sich nicht ermitteln“, erklärte Behördensprecher Fuhrmann. Ein Faktor sei vermutlich, dass es in dem Heim viele Demenzkranke Personen gibt, die schwerer zu betreuen sind. „Eine demente Person Quarantäne auf dem Zimmer zu verordnen, ist aufgrund der mangelnden Fähigkeiten zur Einsicht ohne Freiheitsentzug kaum möglich“, so Lukas Fuhrmann.

Die Heimleitung erklärte auf eine Anfrage schriftlich: „Wir tun alles, um eine Ausbreitung zu verhindern. Dazu stehen wir in engem Kontakt mit den Behörden.“ Man gehe derzeit nicht davon aus, dass die Heimleitung fahrlässig gehandelt habe, so heißt es.

Quelle:

Corona-Ausbruch in Pflegeheim in Woltmershausen, in: weser-kurier.de 

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+++89 Prozent der Corona-Toten in Deutschland über 70+++

Der Schutz der vulnerablen Gruppen in Alten- und Pflegeheimen muss wohl derzeit das vorrangigste Ziel in Deutschland sein. Geht doch aus dem Lagebericht des Robert Koch-Instituts von Dienstag doch hervor, dass in Deutschland rund 89 Prozent der Corona-Toten über 70 Jahre alt sind und „die Zahl der verstorbenen Fälle unter den in Einrichtungen nach §§ 23 und 36 IfSG Betreuten besonders hoch gewesen sei, so das RKI. Zu den genannten Einrichtungen laut  §§ 23 und 36 IfSG gehören Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sowie Obdachlosenunterkünfte.

 

+++Neue Rekord-Todeszahlen in Deutschland erreicht+++

Das Robert Koch-Institut vermeldet am heutigen Donnerstag, 14. Januar, einen erneuten Rekord-Wert bei den Corona-Todeszahlen. Innerhalb eines Tages sind 1.244 Menschen an Corona verstorben und 25.164 neue Corona-Fälle in Deutschland gemeldet. Insgesamt steigt die Zahl, die seit Beginn der Pandemie an Corona oder unter Beteiligung verstorben sind, auf 43.881. Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert liegt derzeit bei 151,2. 

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+++13.01. Zahl der Todesfälle wieder über 1.000+++

Nach den bekanntermaßen niedrigeren Meldezahlen über das Wochenende und zu Wochenbeginn wurden dem RKI in den vergangenen 24 Stunden 1.060 neue Todesfälle gemeldet. Der bisherige Höchststand von 1.188 Toten war am Freitag (8. Januar) verzeichnet worden. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle in Deutschland auf 42.637 Personen ingesamt. 

Wie das RKI in seinem Lagebericht vom Dienstag aufschlüsselt, waren 89 Prozent der verstorbenen Menschen 70 Jahre und älter. Der Anteil der über 70-Jährigen an der Gesamtzahl der übermittelten COVID-19-Fälle hingegen beträgt nur 15 Prozent.  

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Steigende Inzidenzwerte – nicht nur bei den Älteren

Klar ist, dass bei steigenden Infektionszahlen auch die Inzidenzwerte steigen. Die 7-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche verzeichnet werden. In allen Altersgruppen steigen die Werte seit Meldewoche 32 – in etwa dem Beginn der zweiten Welle im Spätsommer 2020 – kontinuierlich. 
Das RKI schreibt dazu: „Der über die Feiertage und den Jahreswechsel beobachtete Rückgang der 7-Tage-Inzidenzen setzt sich nicht weiter fort. Stattdessen sind in allen Altersgruppen, v.a. in den jüngeren Altersgruppen (zw. 15 und 39 Jahren) deutliche Anstiege zu beobachten.“ 

 

Die Inzidenzwerte im Vergleich

Jeden Dienstag schlüsselt das RKI die demografische Verteilung der Corona-Infektionen in einer Übersichtstabelle auf. Demnach beträgt die 7-Tage-Inzidenz in KW 1/2021 

  • 209,64 bei den 25- bis 29-Jährigen (Vorwoche: 165,51)
  • 207,73 bei den 30- bis 34-Jährigen (Vorwoche: 166,29)
  • 188,29 bei den 35- bis 39-Jährigen (Vorwoche: 152,2)
  • 190,93 bei den 40- bis 44-Jährigen (Vorwoche: 162,54)

Zum Vergleich: Der Inzidenzwert in der Personengruppe der 60- bis 79-Jährigen liegt aktuell bei 130 und bei den über 80-Jährigen bei 317. 

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+++Corona in Deutschland: aktuelle Zahlen+++

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt indes weiter. Gestern hatte der Wert bei 164,5 gelegen, heute meldet das RKI 155 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. 
Die 7-Tage-R liegt aktuell bei 1,07. Sie bezieht sich auf den Infektionszeitraum vor acht bis 16 Tagen und sagt aus, wie viele Mitmenschen ein Corona-Infizierter im Schnitt ansteckt. 

Die Zahl der Corona-Fälle stieg um 19.600 auf 1.953.426 ingesamt. Seit Impfstart am 27. Dezember 2020 wurden 688.782 Personen gegen SARS-CoV-2 geimpft. Das sind 60.858 mehr als am Vortag. 

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+++12.01. Bayern beschließt FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr und Einzelhandel+++

Bayern zählt zu den Bundesländern mit den strengsten Corona-Maßnahmen. Angesichts der nach wie vor hohen Corona-Fallzahlen hat das bayerische Kabinett nun eine FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr und im Einzelhandel beschlossen.

 

Einkaufen und Bahnfahren nur noch mit FFP2-Masken erlaubt

Bereits kommenden Montag soll die verschärfte Maskenpflicht in ganz Bayern gelten. Dann ist das Betreten von Bus und Bahn sowie das Einkaufen nur noch erlaubt, wenn man eine FFP2 trägt. "Wir wollen auch den Alltag sicherer gestalten", erklärte Ministerpräsident Söder den Schritt. Während Alltagsmasken in erster Linie andere schützen würden, diene eine FFP2-Maske verstärkt dem Selbstschutz, sagte Söder weiter. Die Verfügbarkeit solcher-Masken sei im Handel zudem „ausreichend gewährleistet“.

FFP2-Masken haben den Vorteil, dass sie mit einem speziellen Filter ausgestattet sind, der verschieden große Partikel abfangen kann, unter anderem auch Coronaviren. 

FFP2-Maske
Information FFP2-Masken: Woher und was ist wichtig?

 

Söder kündigt Testpflicht für Pendler an

Neben der verschärften Maskenpflicht werde in Bayern auch die Test-Pflicht für Pendler wieder eingeführt. Diese wurde vom Bayerischen Verwaltungsgericht gekippt. Auf der Grundlage der neuen Einreise-Quarantäneverordnung, die diese Woche vom Bund verabschiedet wird, habe Bayern jedoch eine rechtliche Grundlage für die Wiedereinführung der Corona-Maßnahme, so Markus Söder auf der Pressekonferenz. Die Testpflicht für Pendler soll dazu beitragen, das Infektionsrisiko in den Grenzgebieten zu reduzieren.

Illustration eines Virus
Krankheiten & Behandlung Corona: An diesen Tagen ist man am ansteckendsten

 

+++12.01. Neuer Corona-Hotspot in Deutschland+++

Zu Wochenbeginn wies das Robert Koch-Institut noch Meißen als deutschlandweiten Corona-Hotspot aus: Der Landkreis in Sachsen hatte einen 7-Tage-Inzidenzwert von 546,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche erreicht und war damit Spitzenreiter. Nun gibt es einen neuen Hotspot, dessen Inzidenzwert knapp 600 beträgt. 

 

Saalfeld-Rudolstadt wird Hotspot

Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 595,9 weist der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen aktuell den bundesweit höchsten Wert auf. Mit etwas Abstand folgen:

  • LK Hildburghausen (Thüringen) mit 526,9
  • LK Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (Sachsen) mit 525,7
  • LK Bautzen (Sachsen) mit 510,4

Meißen liegt mit einer 7-Tage-Inzidenz von 434,8 inzwischen bundesweit auf Platz 10. 

Graphik des Coronavirus
Krankheiten & Behandlung Corona-Mutation B.1.1.7 aus England: Erhöhte Sterblichkeit

 

+++Spahns Strategie gegen Corona-Mutationen+++

Aktuell ist die Angst vor den Coronavirus-Mutationen groß, da die Virusvarianten zwar nicht tödlicher, aber wesentlich ansteckender sein sollen. Um eine Ausbreitung in Deutschland zu verhindern, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) einen Entwurf für strengere Einreiseregeln vorgestellt, der unter anderem dem „Spiegel“ vorliegt. 

 

Einreise nur mit negativen Corona-Test

Dem Papier zufolge sollen die strengeren Einreisebedingungen ab dem 14. Januar 2021 gelten. Vorgesehen ist, dass Passagiere aus jenen Ländern, in denen die Mutationen grassieren – aktuell vor allem Großbritannien, Irland und Südafrika – nur mit einem negativen Corona-Test nach Deutschland kommen dürfen. Gleiches gilt für Einreisende aus Ländern, deren 7-Tage-Inzidenz den Grenzwert von 200 überschreitet. 

Transitreisende und Passagiere, die lediglich einen Flugwechsel durchlaufen, sollen von den neuen Regelungen ausgenommen sein. 

 

Online-Anmeldung vorab

Zusätzlich zur Testpflicht bei der Einreise müssen sich Passagiere vor Reiseantritt online registrieren lassen. Die Daten dienen den deutschen Gesundheitsämtern später zu besseren Kontrollmöglichkeiten, wenn es um die Überprüfung einer eventuellen Quarantänepflicht geht. 

Graphik eines Coronavirus-Partikels
Krankheiten & Behandlung Noch eine neue Corona-Variante aus Japan! Experten sind alarmiert

 

+++Corona in Deutschland: Knapp 13.000 neue Corona-Fälle+++

Am Dienstag meldet das RKI 12.802 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 1.933.826 Menschen in Deutschland mit SARS-CoV-2 infiziert. Als genesen gelten aktuell rund 1.570.000 Personen – 24.500 mehr als tags zuvor. Die Zahl der aktiven Fälle sankt um circa 12.600 im Vergleich zum Vortag auf ingesamt 322.300. 

Wie das RKI weiterhin angab, sind in den vergangenen 24 Stunden 891 Menschen an oder mit COVID-19 gestorben. Ingesamt verzeichnet Deutschland damit 41.577 Corona-Todesfälle. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt bei 164,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Gestern hatte der Wert bei 166,6 gelegen. Die 7-Tage-R sank minimal von 1,18 am Vortag auf aktuell 1,14. Das bedeutet, dass 100 Corona-Infizierte im Mittel 114 Mitmenschen anstecken. 

Die Gesamtzahl der geimpften Personen in Deutschland, die das Impfmonitoring des RKI ausweist, beträgt 613.347. Das sind 28.221 Menschen mehr als tags zuvor. 

Illustration der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen
Service Sieben-Tage-Inzidenz: Was sagt der Wert aus und wie verlässlich ist er?

 

+++11.01. Gelockerte Corona-Kontaktregeln für Kleinkinder in Niedersachsen+++

Entsprechend der Corona-Maßnahmen, die Bund und Länder bei dem letzten Corona-Gipfel beschlossen, hatte Niedersachsen zunächst angekündigt, private Treffen mit Angehörigen des eigenen Hausstands und mit maximal einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person zu gewähren. Auch Kinder sollten von dieser Regelung nicht ausgenommen werden. Nun rudert Niedersachsen zurück: Die Corona-Kontaktregeln sollen für Kleinkinder bis zu drei Jahre gelockert werden, wie die Regierungssprecherin erklärte.

Graphik des Coronavirus
Krankheiten & Behandlung Corona-Mutation B.1.1.7 aus England: Erhöhte Sterblichkeit

Als Grund nennt die Landesregierung, dass Kleinkinder ununterbrochen betreut werden müssen. Durch die geänderten Kontaktregeln können Eltern nun ihr Kind bei privaten Treffen mitnehmen. So können etwa zwei Mütter mit ihren Babys zusammen spazieren gehen. Auch mehr als zwei Kinder unter drei Jahren dürfen bei Treffen zwischen zwei Personen dabei sein, da sie nicht mehr als Begleitpersonen zählen.

Hinweise aus der Bevölkerung und ähnliche Abweichungen von den beschlossenen Corona-Regeln in anderen Bundesländern habe die Regierung zu den Lockerungen bewogen. Die am Sonntag in Kraft getretene Verordnung des Landes beinhaltet noch keine konkreten Corona-Kontaktbestimmungen für Kleinkinder. Dies soll mit der nächsten Änderung der Verordnung nachgeholt werden.

Schmutziges altes 15 km pro Stunde Schild
Service 15-Kilometer-Radius: Wie man ihn berechnet und in welchen Landkreisen er gilt

 

+++11.01. Kripo ermittelt wegen Corona-Ausbruch+++

In der Thüringer Pflegeeinrichtung „AZURIT Seniorenzentrum Weimarblick“ haben sich 83 von ingesamt 94 Senioren und Seniorinnen mit dem Coronavirus infiziert. Das Seniorenheim beklagt 23 Todesfälle seit Weihnachten. Wie unter anderem die „Bild“-Zeitung berichtet, hat die Stadt nun Ermittlungen der Kriminalpolizei in die Wege geleitet. 

 

Verstöße gegen die Corona-Hygieneregeln?

Der Corona-Ausbruch wütet schon seit Wochen in dem Seniorenheim. Zwischenzeitlich war die Lage so dramatisch, dass Ehrenamtliche des Katastrophenschutzzuges bei der Pflege helfen mussten; aktuell sind Kräfte der Bundeswehr zur Unterstützung vor Ort.

Ende vergangener Woche entschied sich die Stadt zu einer Anzeige gegen die Pflegeeinrichtung. „Diese hohe Anzahl von Todesfällen wirft Fragen auf, die durch eine Untersuchung beantwortet werden müssen“, betonte Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine (48, parteilos). Untersucht werden müsse unter anderem, ob es „trotz der geltenden Hygieneregeln und der mehrfachen Unterstützung durch die Stadt zur Abwendung eines Pflegenotstandes“ zu Verstößen gegen die Corona-Hygieneregeln gekommen sei. Den Berichten zufolge hatte ein Arzt Aussagen in diese Richtung gemacht. 

Impfstofflaschen von vier verschiedenen Herstellern in einer Reihe
Service Corona: Biontech, Moderna, Astrazeneca – Unterschiede und Wirksamkeit

 

+++Corona in Deutschland: 12.497 Neuinfektionen+++

Das RKI meldet zum Wochenstart 12.497 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 1.921.024 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Als genesen gelten rund 1.545.500 – etwa 20.200 mehr als tags zuvor. Daraus ergeben sich knapp 334.800 aktive COVID-19-Fälle, rund 8.100 weniger als am Vortag.
Die Zahl der Todesfälle erhöht sich um 343 auf 40.686 Menschen. 
Wie in den vergangenen Wochen macht das RKI online jedoch darauf aufmerksam, dass die Aussagekraft der aktuellen Corona-Zahlen durch deutliche Meldeverzögerungen zum Jahreswechsel abgeschwächt sei. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt bei 166,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Die 7-Tage-Reproduktionszahl liegt laut RKI-Situationsbericht vom 10. Januar 2021 bei 1,18. Das bedeutet, dass 100 Corona-Infizierte im Schnitt 118 Mitmenschen anstecken. 

Inzwischen gibt das RKI auch im sogenannten Impfmonitoring die Zahl der immunisierten Personen in Deutschland an. Aktuell haben 532.878 Menschen in Deutschland die Corona-Impfung erhalten – etwa 50.066 mehr als am Vortag. Zum Vergleich: Am 29. Dezember 2020 betrug die Zahl der geimpften Personen 41.962. 

Corona-Impfzentrum
Service Corona-Impfung: Terminvergabe der Bundesländer im Überblick

 

+++ Dänemark entwickelt digitalen Impf-Reisepass +++

In Deutschland soll es keine Impfpflicht geben, das hat nicht nur der Ethik-Rat immer wieder betont, sondern auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spricht fortwährend von einem „Impfangebot“. Vorteile für bereits geimpfte Personen soll es ausdrücklich nicht geben, so heißt es. Nun prescht das erste europäische Land vor und erhöht den Druck, was eine mögliche Impfung angeht.

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Deutschlands Nachbarland Dänemark arbeitet bereits an einem digitalen Impf-Pass, wie das Gesundheitsministerium laut übereinstimmenden Medienberichten bekannt gab. „Mit dem Dokument soll es Geimpften möglich werden, künftig in Länder reisen zu können, die einen Impfnachweis verlangen“, berichtet der „Spiegel“.

 

Flugreisen nur noch nach Corona-Impfung?

Der digitale Impf-Ausweis könne bereits in den kommenden Monaten über die Homepage des Gesundheitsministeriums verfügbar sein. Ob man zukünftig nur mit einem derartigen Dokument zum Beispiel Flugreisen ins Ausland unternehmen darf? Bereits im November kündigte die Airline Quantas an, Passagiere nur mit Impfnachweis mitzunehmen. Laut Spiegel-Informationen gehe auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr davon aus, dass Langstreckenflüge möglicherweise nur noch mit Impfnachweis oder negativen Corona-Test möglich sein werden.

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+++08.01. So viele Todesfälle wie nie zuvor in Deutschland+++

Das Coronavirus grassiert weiter in Deutschland. Das zeigt sich nicht zuletzt an den hohen Todeszahlen. Aktuell vermeldet das Robert Koch-Institut 1188 neue Todesfälle innerhalb 24 Stunden – so viele Todesfälle wie nie zuvor! Zudem wurden 31.849 Neuinfektionen gemeldet.

Einen nicht unwesentlichen Teil zu den alarmierenden Corona-Zahlen tragen die zahlreichen Ausbrüche in Senioren-Einrichtungen bei. Denn obwohl es oberste Priorität hat, die besonders vulnerablen Gruppen (u.a. Personen über 80 Jahre) zu schützen, kommt es immer wieder zu Corona-Ausbrüchen bei Heimbewohnern und Pflegekräften. Ein aktueller Fall eines größeren Corona-Ausbruchs in Rödinghausen scheint auf dem ersten Blick unerklärlich. 

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+++Corona-Ausbruch in Seniorenheim trotz Corona-Impfung+++

In Rödinghausen in NRW haben sich zwölf der 90 Bewohner und zwei Mitarbeiter in dem Seniorenheim „Haus am Wiehen“ mit dem Coronavirus infiziert. Das Besondere: In der Einrichtung wurde noch nie zuvor eine positive Corona-Testung vermeldet. Und ausgerechnet jetzt kam es zu einem Ausbruch, nachdem die Bewohner und die Belegschaft Ende Dezember gegen das Virus geimpft wurde.

„Am 28. Dezember hatten wir unsere regelmäßigen Schnelltests bei uns im Haus durchgeführt. Alle waren negativ ausgefallen“, berichtet Klaus Watermann, Geschäftsführer der Praetorius AG, die das Seniorenheim betreibt. Nur wenige Tage später wurden bis auf drei Personen alle Bewohner und die Belegschaft im Hause geimpft, erklärt Geschäftsführer Klaus Watermann gegenüber der Presse.

Bereits am 2. Januar wurde erneut eine Schnelltestung auf das Coronavirus durchgeführt, die zwei positive Fälle ergab. Die anschließende PCR-Testung aller Bewohner und der Belegschaft zeigte später: 12 positiv getestete Bewohner und zwei Corona-Fälle bei dem Personal. Aber wie konnte es zu diesem Ergebnis kommen trotz erfolgreicher Impfung? 

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Corona-Infektion trotz Impfung? Wann wirkt die Immunisierung?

Dass die Impfung Auslöser der Infektionen ist, schließt Hermann Lorenz, Arzt aus Herford und Koordinator des mobilen Impfteams im Kreis, aus. „Es werden keine Viren geimpft, man kann nicht durch diese Impfung krank werden. Es ist ein technischer, moderner Impfstoff, der dem Körper eine Information gibt, Antikörper herzustellen“, erklärt Lorenz gegenüber dem „WDR“.

Zudem könne die Impfung nicht sofort wirken, da der Körper eine Zeit braucht, um den Schutz gegen das Virus aufzubauen. Es sei also durchaus möglich, dass sich Menschen innerhalb einer kurzen Zeitspanne nach der ersten Impfung noch mit dem Coronavirus anstecken. Ein weitestgehend vollständiger Impfschutz erfolgt erst nach dem Injizieren der zweiten Impfstoff-Dosis.

Der Corona-Ausbruch in Rödinghausen ist kein Einzelfall. Auch in Warendorf haben sich Personen mit dem Coronavirus infiziert, nachdem sie geimpft worden waren. 

Coronavirus mit DNA-Illustration
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+++06.01. Corona wütet seit Wochen in Pflegeheim+++

Das Pflegeheim „Haus am grünen Weg“ im hessischen Lollar, Landkreis Gießen, kämpft gegen einen dramatischen Corona-Ausbruch. Bereits Ende Dezember waren bei einer Reihentestung 98 Bewohner*Innen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nun liegen die Ergebnisse der Personal-Tests vor.  

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Corona-Ausbruch in Seniorenheim: 141 Infizierte ingesamt 

Das Infektionsgeschehen in der Einrichtung ist dramatisch. Stand 5. Januar sind 43 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Corona-positiv. Zusammen mit den 98 COVID-19-Infizierten Senioren und Seniorinnen verzeichnet „Haus am grünen Weg“ in Lollar ingesamt 141 Corona-Fälle. 

 

13 Todesfälle, sechs Patienten in stationärer Behandlung 

Von den 98 infizierten Heimbewohner sind inzwischen 13 Menschen verstorben, wie unter anderem die „Gießener Allgemeine“ berichtet. Sechs Personen müssen in Krankenhäusern stationär behandelt werden. 

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Versorgung weiterhin möglich, aber Besuchsverbot

Die Heimleitung reagierte mit einem strikten Besuchsverbot auf den Corona-Ausbruch. Außerdem sind die infizierten Heimbewohner*Innen von den nicht infizierten getrennt worden. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die sich angesteckt haben, befinden sich in häuslicher Quarantäne. 

Die Versorgung der verbleibenden Senioren und Seniorinnen ist weiterhin gegeben: Über einen Facebook-Aufruf gelang es der Heimleitung, „einige helfende Hände“ zu gewinnen.  

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Krankheiten & Behandlung Corona und Triage: Bedeutung für Deutschland

 

+++Corona in Deutschland: Wieder über 1.000 Tote+++

Das Robert Koch-Institut bestätigt am Mittwoch 1.019 neu gemeldete Todesfälle. Zuletzt hatte die Zahl der Toten genau vor einer Woche ähnlich hoch gelegen: 1.129 am 30. Dezember 2020. Damit sind seit Beginn der Pandemie in Deutschland 36.537 Personen an oder mit COVID-19 gestorben.  

Die Zahl der Corona-Infektionen im Land stieg in den vergangenen 24 Stunden um 21.237 Fälle auf insgesamt 1.808.647. Als genesen gelten rund 1.451.000 Menschen – etwa 26.300 mehr als tags zuvor –, wodurch sich knapp 321.300 aktive SARS-CoV-2-Fälle ergeben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt weiter von 134,7 am Vortag auf aktuell 127,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Im Lagebericht gibt das RKI zudem im sogenannten Impfmonitoring an, wie viele Menschen in Deutschland bereits gegen das Coronavirus immunisiert wurden. Am Dienstag waren das 316.962 Personen, genau 44.563 mehr als am Vortag.  

Corona-Impfzentrum
Service Corona-Impfung: Terminvergabe der Bundesländer im Überblick

 

+++05.01. Berliner Impfzentrum entsorgt Impfstoffdosen+++

Das Berliner Impfzentrum „Arena“ in Treptow meldet eine Impfpanne: Wie unter anderem der „Tagesspiegel“ berichtet, mussten zehn Dosen des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer entsorgt werden. 

 

Impfstoff nicht schnell genug verwendet

Zu der Panne war es offenbar gekommen, weil der Impfstoff zwar schon in Spitzen aufgezogen und so zum Einsatz bereit gemacht worden war, dann aber nicht innerhalb der vorgegebenen zwei Stunden verimpft werden konnte. Das Vakzin wird in Ampullen geliefert. Eine Ampulle enthält in etwa fünf Impfdosen. 

 

Spontan-Imfpungen für Helfer?

Laut „Tagesspiegel“ wurden am Montag rund 500 Personen in der „Arena“ geimpft. Die entsorgten Dosen hätten dennoch nicht ungenutzt bleiben müssen: Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) schlug vor, in solchen Fällen zukünftig einfach die Helfer vor Ort zu impfen. Überschüssige Impfstoff-Dosen könnten so sinnvoll eingesetzt werden. 

Corona-Impfzentrum
Service Corona-Impfung: Terminvergabe der Bundesländer im Überblick

 

+++Oberfranken: Impfpanne sorgt für Verzögerungen+++

Bereits Ende Dezember ist es in Oberfranken, Bayern zu einer empfindlichen Panne gekommen, deren Auswirkungen sich bis in den Januar ziehen. 

Rund 1000 Impfdosen mussten zurückgehalten werden, nachdem es während der Lieferung Probleme mit der Kühlkette gegeben hatte. Berichten zufolge waren die Temperaturmessgerät fehlerhaft in den Transportboxen platziert worden, was Zweifel an der Unversehrtheit des Impfstoffs aufkommen ließ. Nachdem der Hersteller Biontech die Chargen für unbedenklich erklärt hatte, sollten 500 Dosen von Oberfranken nach Mittelfranken transportiert und dort verimpft werden. Beim Weitertransport wurden die Ampullen allerdings tiefgefroren – und so tatsächlich unbrauchbar gemacht. Als empfohlene Temperatur für den Transport gelten zwei bis acht Grad Celsius. Das Corona-Impfzentrum für Stadt und Landkreis Hof beispielsweise kann nun erst Ende Januar mit der Arbeit beginnen, wie der „br“ berichtet.  

 

+++Corona in Deutschland: Erneut fast 1.000 Todesfälle an einem Tag+++

Am heutigen Dienstag meldet das Robert Koch-Institut 35.518 COVID-19-Todesfälle seit Beginn der Pandemie in Deutschland. Das sind 944 mehr als am Vortag. Die Zahl der Corona-Infektionen erhöhte sich um 11.897 auf ingesamt 1.787.410 Fälle. Das RKI weist online allerdings weiter darauf hin, dass die aktuellen Zahlen nur bedingt aussagekräftig sind, da es über Weihnachten, Silvester und Anfang Januar zu Meldeverzögerungen gekommen ist. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 134,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. 

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+++04.01 Corona-Ausbruch in Strasburger Pflegeheim: 10 Tote+++

In Strasburg (Vorpommern-Greifswald) kam es zu einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim, der verheerende Folgen hat. Nachdem zunächst zwei Drittel der Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sind nun 10 Bewohner der Einrichtung am Coronavirus verstorben. 

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Wie Hans Hopkes, der Geschäftsführer des Heim-Betreibers, der Diakoniewerk Kloster Dobbertin GmbH, gegenüber dem „Nordkurier“ erklärte, haben sich im Strasburger Altenhilfezentrum „Matthias Claudius“ von den insgesamt 50 Mitarbeitern 17 mit dem Coronavirus angesteckt. Nachdem bereits ein Todesfall in den vergangenen Tagen zu beklagen war, sind es nun insgesamt 10 Heimbewohner im Alter zwischen 72 und 96 Jahren, die infolge der Corona-Erkrankung gestorben sind.

Die betroffenen Mitarbeiter sind in Quarantäne geschickt worden, einige sind inzwischen nach der Quarantäne bereits in den Dienst zurückgekehrt. 

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Ursache des Corona-Ausbruchs ist unklar

Derzeit wird noch nach der Ursache des Corona-Ausbruchs gesucht. Nach Angaben der Geschäftsführung liege diese aber nicht am Pflegeheim. So sei die 7-Tage-Inzidenz, also die Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im gesamten Bundesland erhöht. Allein im Amtsbereich Strasburg lag der Wert bei 700. Das wirkt sich auch auf die Seniorenheime sowie auf Schulen und Kitas aus. „Die Ursache kennen wir nicht, und ob wir sie herausfinden, weiß ich nicht“, so Geschäftsführer Hans Hopkes.

 

+++04.01. Lauterbach für unbefristeten Lockdown+++

Das Infektionsgeschehen in Deutschland gibt weiterhin Grund zur Sorge, was den Ruf nach schärferen Corona-Maßnahmen laut werden lässt. Bevor sich Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Dienstag (5. Januar) über eine wahrscheinliche Lockdown-Verlängerung beraten, meldet sich SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zu Wort. Gegenüber der "Passauer Neue Presse" sagte er, eine zeitliche Begrenzung des Lockdowns habe wenig Sinn. 

Corona-Impfzentrum
Service Corona-Impfung: Terminvergabe der Bundesländer im Überblick

 

7-Tage-Inzidenz als Lockdown-Marker

Viel eher müsste ein Shutdown an der 7-Tages-Inzidenz ausgerichtet werden. Der Wert sagt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche auftreten. Eine 7-Tages-Inzidenz von 50 gilt bisher als Richtwert, unter dem die Infektionslage wieder beherrschbar wäre. Zu hoch, wie Lauterbach betont. 
"Der Lockdown muss weitergehen und sollte nicht zeitlich befristet werden, sondern auf den Zielwert von 25 ausgerichtet werden", betonte der SPD-Politiker. Vor allem die neu entdeckte Virus-Variante von SARS-CoV-2 gebe Grund zu handeln. "Ein Inzidenzwert von 50 reicht nicht aus, weil wir es in Zukunft wahrscheinlich mit einer Virus-Variante zu tun haben werden, die wesentlich ansteckender ist als die bisher in Deutschland verbreitete", so Lauterbach weiter.
Gesundheitsminister Jens Spahn äußerte sich indes ebenfalls zu den geplanten Lockdown-Maßnahmen und sprach sich zumindest für eine Verlängerung des derzeitigen Lockdowns in Deutschland aus. "Angesichts der immer noch zu hohen Zahlen ist es notwendig, die Maßnahmen, die Einschränkungen, zu verlängern", erklärte Jens Spahn gegenüber "RTL Aktuell".

 

+++Ramelow will Bewegungsradius einschränken+++

Auch Thüringens Ministerpräsident drängt auf schärfere Corona-Maßnahmen. Er könnte sich vorstellen, dem Beispiel Sachsens zu folgen. Sachsen ist mit einer bundeslandweiten 7-Tage-Inzidenz von 323,0 das am stärksten vom Coronavirus betroffene Bundesland, gefolgt von Thüringen mit 251,4. 
Bodo Ramelow schlug seinem Kabinett am Sonntag vor, den Bewegungsradius der Bürger*Innen in Thüringen wie in Sachsen auf 15 Kilometer im Umkreis ihres Wohnortes zu beschränken.

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+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Aktuell zählt das RKI 1.775.513 COVID-19-Infektionen seit Beginn der Pandemie in Deutschland. Das sind 9.847 mehr als am Vortag. Wie die Behörde jedoch seit einigen Tagen betont, sind die Zahlen momentan nur bedingt aussagekräftig, da die Neuinfektionen im Land über Weihnachten und Jahresbeginn nur deutlich verzögert gemeldet werden. 
Die Zahl der Todesfälle stieg um 302 auf ingesamt 34.574 Menschen. Als genesen gelten rund 1.401.200 Personen – ein Plus von etwa 19.300 im Vergleich zum Sonntag. Die Zahl der aktiven COVID-19-Fälle liegt demnach bei circa 339.800. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 139,4 Neuinfektionen pro 100.000 binnen einer Woche. 

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+++30.12. Über 1.000 Corona-Tote in Deutschland+++

Laut RKI erreicht die Zahl der Corona-Toten kurz vor Silvester einen neuen Höchstwert: In den vergangenen 24 Stunden sind 1.129 Menschen mit oder an COVID-19 verstorben. Ein Vergleich zur Vorwoche könne nicht gezogen werden, lässt die Behörde online wissen: Um Weihnachten, Silvester und an den "umgebenden Tagen" rechnet das RKI mit deutlich weniger Arztbesuchen und Meldungen der deutschen Gesundheitsämter. 

Eine weiße Atemschutzmaske
Service Rückruf von Corona-Masken wegen mangelhaftem Schutz!

 

7-Tage-Inzidenz sinkt weiter

Die Zahl der Neuinfektionen liegt bei 22.459 gemeldeten Fällen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 1.687.185 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Rund 1.302.600 Personen gelten als genesen. Daraus ergeben sich in etwa 352.500 aktive Fälle bundesweit – rund 3.400 mehr als am Vortag. 

Die 7-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gemeldet werden, sinkt seit Tagen kontinuierlich. Am 28. Dezember hatte der bundesweite Wert noch bei 157,8 gelegen. Aktuell schätzt das RKI die Sieben-Tage-Inzidenz auf 141,3. 

 

Immer mehr Geimpfte in Deutschland

Seit dem Impfstart in Deutschland gibt das RKI im sogenannten Impfmonitoring an, wie viele Menschen den Biontech/Pfizer-Impfstoff bereits erhalten haben. Stand 29. Dezember waren es 41.962 Personen – 19.084 mehr als tags zuvor. 

Darstellung von Coronaviren in Blau
Service Neue Studie: So lange ist man immun nach einer Corona-Infektion
 

 

+++Sonneberg in Thüringen ruft Katastrophenfall aus+++

Das Infektionsgeschehen in Thüringen ist weiterhin dramatisch. Neben Sachsen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 330 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche ist Thüringen mit einem Inzidenzwert von 255,1 am stärksten von der Pandemie betroffen. 

Sonneberg, der kleinste Landkreis Thüringens, zieht mit einer aktuellen Inzidenz von 337,9 jetzt die Notbremse: "Nach sorgfältiger Prüfung haben wir uns entschlossen, den Katastrophenfall auszurufen, um das Leben und die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger weiterhin nach bestem Wissen und Gewissen zu schützen", erklärte Landrat Hans-Peter Schmitz (parteilos) den Schritt. "Kernstück ist die Schaffung eines rechtlichen Rahmens für den Einsatz von ehrenamtlichen Kräften, um die Bewältigung der diffusen pandemischen Lage in wesentlichen Bereichen der Daseinsvorsorge zu gewährleisten." Zur Koordinierung aller Einsätze sei eine Sanitätseinsatzleitung gebildet worden. 

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+++Jens Spahn rechnet mit weiteren Maßnahmen+++

Zeitgleich mit dem Höchstwert an Corona-Toten in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ein Ende der Corona-Maßnahmen nach dem aktuellen Lockdown infrage gestellt. Dass Deutschland nach dem 10. Januar 2021 "einfach in den Vorlockdown-Modus" zurückkehren könne, sehe er nicht. "Stand heute sind wir jedenfalls mit den Zahlen bei weitem noch nicht da, wo wir hin müssen", betonte Spahn im Interview mit den ARD-"Tagesthemen". Es werde "ohne Zweifel" weitere Maßnahmen geben. "In welchem Umfang, das müssen wir Anfang Januar mit den Bundesländern entscheiden", so der Minister. 

Am 5. Januar werden sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder über eine mögliche Verlängerung der Corona-Maßnahmen über den 10. Januar hinaus beratschlagen. 

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+++28.12 Ganztägige Ausgangssperre in Thüringer Landkreis+++

Erst gestern wurden harte Corona-Maßnahmen für den Thüringer Landkreis Eichsfeld beschlossen, ab heute (28.12.) gelten sie bereits: Weil die Infektionszahlen nicht runtergehen, hat der Krisenstab eine ganztägige Ausgangssperre verfügt. Auch die Kontaktbeschränkungen wurden weiter verschärft.

Medizinisches Personal macht einen Corona-Antigen-Schnelltest
Service Corona-Schnelltest umsonst: Kein Start am 1. März!

 

Ausgangssperre und Kontaktbeschränkungen in Eichsfeld

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Eichsfeld liegt derzeit bei 366 – das hat den Krisenstab nun zu Verschärfungen der Corona-Maßnahmen bewogen. Ab heute und zunächst bis zum 10. Januar gilt in Eichsfeld eine ganztägige Ausgangssperre. Der Aufenthalt im Freien ist nur noch bei triftigem Grund gestattet. Dazu zählen etwa

  • der Weg zur Arbeit  
  • Besorgung von Lebensmitteln und Medikamenten
  • Medizinische Notfälle
  • die Pflege kranker und hilfsbedürftiger Menschen sowie Versorgung von Angehörigen
  • der Besuch von Lebenspartnern
  • Spaziergänge mit dem Hund
  • Beerdigungen

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Zusätzlich zu der Ausgangssperre gelten ab heute auch strenge Kontaktbestimmungen. So sind im Freien nur noch Treffen mit Menschen des eigenen Haushalts erlaubt. Die Maßnahmen könnten abgemildert werden, wenn sich das Infektionsgeschehen beruhige, erklärte das Landratsamt.

 

Aktuelle Corona-Zahlen in Deutschland: Mehr als 30.000 COVID-19-Todesfälle

Das Robert Koch-Institut (RKI) vermeldete heute 348 Corona-Todesfälle – damit sind in Deutschland seit Beginn der Pandemie 30.126 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. Außerdem registrierten die Gesundheitsämter 10.976 Neuinfektionen. Insgesamt beläuft sich die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Deutschland auf 1.651.834. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt seit letzter Woche kontinuierlich: Erreichte der Inzidenzwert letzte Woche Dienstag noch mit 197,6 den bisherigen Höchstwert, liegt er aktuell bei 157,8 (Stand 28.12).

Die niedrigeren Fallzahlen spiegeln aber nur bedingt das aktuelle Infektionsgeschehen ab. Das RKI erklärt auf seiner Seite, dass aufgrund der Feiertage weniger Tests durchgeführt und weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern gemacht würden.

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+++23.12 Höchststand an Corona-Todesfällen, Zittau lagert Leichen aus+++

Während die Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche zurückgegangen sind, erreicht die Zahl der Corona-Todesfälle einen neuen Höchststand. In Zittau kommt das Krematorium an seine Grenzen: Die Leichen müssen bis zur Einäscherung zwischengelagert werden.

 

Neuer Höchststand: 962 Corona-Todesfälle binnen eines Tages

Das Robert Koch-Institut hat für heute einen traurigen Rekord vermeldet: Innerhalb eines Tages sind in Deutschland 962 Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben. Noch nie gab es seit Beginn der Pandemie so viele Tote im Zusammenhang mit COVID-19. Der bisherige Höchststand wurde mit 962 Fällen letzte Woche Mittwoch erreicht. Damit wurden insgesamt 27.968 Corona-Todesfälle registriert.

 

Überfülltes Krematorium: Zittau lagert Leichen aus

Die seit Wochen hohen Infektionszahlen in Sachsen und die steigende Anzahl an Corona-Todesfällen hat in Zittau zu einer Überlastung des Krematoriums geführt. Dienstagabend erklärte die Stadt, dass die Leichen daher bis zur Einäscherung „auf Lagerflächen im Bereich des Hochwasserstützpunkts“ gelagert werden. Weiter heißt es in der Erklärung: „Aus Rücksicht auf die Angehörigen und die stark belasteten Mitarbeiter werden vorerst keinerlei weitere Details veröffentlicht“.

Die Zahl der Aufnahmegespräche, Leichenschauen und Beurkundungen hätten die Beteiligten an ihre „Belastungsgrenzen“ gebracht, eine Entlastung sei dringend notwendig. In Zittau starben in diesem Monat bisher 115 Menschen, letztes Jahr zur selben Zeit waren es 45 Personen. Bereits im November verdoppelte sich die Zahl der Toten – von 52 auf 110.

  

Aktuelle Corona-Zahlen in Deutschland

Das Robert Koch-Institut hat heute 24.740 Corona-Neuinfektionen vermeldet – das sind deutlich weniger Fälle als in der Vorwoche (27.728). Seit Beginn der Pandemie haben sich somit 1.554 920 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 195,1 (Vortag: 197), der R-Wert bei 0,95 (Vortag: 0,98). Das heißt, dass derzeit 100 Infizierte 95 weitere Menschen anstecken.

 

+++22.12.: Drosten besorgt wegen Mutation aus England+++

„Das sieht leider nicht gut aus“, twitterte Drosten in der Nacht zum Dienstag. Er bezog sich dabei auf neue Auswertungen der britischen Gesundheitsbehörde zur sogenannten B-1.1.7.-Mutante des Coronavirus. Diese ergaben, dass die Mutation in der Tat wie befürchtet deutlich ansteckender ist als die bisherigen Varianten.

Einen Lichtblick gibt es laut Drosten: Bisher verbreitet sich die Virus-Mutation nur in Gebieten mit ansteigender oder hoher Gesamtinzidenz – aus Sicht des Virologen ein Anzeichen dafür, dass Kontakteinschränkungen auch die Verbreitung der Mutation eindämmen können.

Zuvor hatte sich Drosten noch wenig besorgt gezeigt und bei der Diskussion um die Virus-Mutation auf große Datenlücken verwiesen.

 

+++Biontech testet Impfstoff an Virus-Mutation+++

Biontech-Chef Uğur Şahin zeigt sich laut Medienberichten zuversichtlich, dass der von seinem Unternehmen entwickelte Impfstoff auch gegen die neue Virus-Variante aus Großbritannien wirkt. Tests an zahlreichen anderen Virus-Mutationen hätten durchweg positive Ergebnisse gezeigt.

Nun werde man auch die neue Virus-Mutante testen, was etwa zwei Wochen dauern werde. Diese Variante sei zwar etwas stärker mutiert, dennoch sei man bei Biontech zuversichtlich, dass der Impfstoff auch vor der B-1.1.7.-Mutante schütze.

Derweil meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) für Deutschland 19.528 Neuinfektionen und 731 Corona-Tote in den letzten 24 Stunden.

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+++21.12. Einschränkungen wegen zu hoher Inzidenz+++

Aktuell liegt die bundeslandweite Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein bei 93,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Im deutschlandweiten Vergleich liegt Schleswig-Holstein damit zwar im unteren Drittel – Sachsens Wert etwa beträgt aktuell 444,4 – dennoch hat die Landesregierung nun neue Corona-Beschränkungen beschlossen, die in Kommunen ab einem Inzidenzwert von 200 gelten sollen. Kurz zuvor hatte sich Lübeck mit einem Inzidenzwert von 227,2 zum Hotspot in Norddeutschland entwickelt.  

Ab sofort gelten für alle Kommunen mit einem Inzidenzwert von 200 oder mehr strengere Corona-Maßnahmen. Das gab das Gesundheitsministerium unter anderem online bekannt. 

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Strengere Kontaktbeschränkungen

Zu den Maßnahmen, die bei steigenden Inzidenzwerten ergriffen werden, gehören strengere Kontaktbeschränkungen und Reglementierungen beim Einkaufen. Folgende Neuregelungen gelten:

  • Treffen sind auf Personen des eigenen Haushaltes beschränkt, oder auf den eigenen Haushalt plus einer Person, die einem weiteren Haushalt angehört, wenn die Gesamtzahl von fünf Personen nicht überschritten wird.
  • Einkaufen gehen darf nur noch eine Person pro Haushalt. Kinder unter 14 Jahren dürfen ihren Elternteil begleiten, wenn sie nicht anderweitig betreut werden können.
  • Bestattung und Trauerfeiern werden auf 15 Personen beschränkt.
  • In Pflegeheimen und Hospizen darf lediglich eine registrierte Person pro Bewohner*in zu Besuch kommen – bisher waren es zwei. Ausgenommen von diesem Verbot sind Besucher schwerstkranker oder sterbender Menschen.

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Neue Regelungen gelten nicht an Weihnachten

Die verschärften Kontaktbeschränkungen in Schleswig-Holstein haben laut „NDR“ keine Auswirkungen auf Weihnachten. Die zuvor beschlossenen Ausnahmeregelungen treten trotz des neuen Erlasses in Kraft. An Weihnachten dürfen sich in Schleswig-Holstein vier über den eigenen Hausstand hinausgehende Personen treffen, Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet. Die Personen müssen allerdings zum engsten Familienkreis gehören. 

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+++Sieben-Tage-Inzidenz bei knapp 200+++

Wie das RKI am Montag bestätigte, kletterte die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz auf 197,1 und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Binnen einer Woche gingen also rund 200 gemeldete Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei den Gesundheitsämtern ein – mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie in Deutschland. 

Illustration eines Virus
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Innerhalb der vergangenen 24 Stunden verzeichnete das RKI 16.643 neue Corona-Fälle, was in etwa dem Vorwochenniveau von 16.362 entspricht. Ingesamt haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 1.510.652 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Toten stieg um 226 auf 26.275 Menschen. Am vorigen Montag waren 188 Todesopfer gemeldet worden. 
Zu Wochenbeginn sind die gemeldeten Zahlen in der Regel niedriger, da an den Wochenenden weniger getestet und übermittelt wird. 

 

Reproduktionszahl über 1

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert, der das Infektionsgeschehen von 8 bis sechzehn Tagen zuvor abbildet, sank minimal von 1,06 am Vortag auf aktuell 1,04. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Mittel 104 weitere Personen anstecken. Nur, wenn die Reproduktionszahl dauerhaft unter 1 liegt, flaut das Infektionsgeschehen ab. Experten gehen davon aus, dass die Lage erst bei einem R-Wert von 0,7 wieder kontrollierbar würde.

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+++Fünf Tote nach Corona-Ausbruch in Brandenburger Seniorenheim+++

Bereits vergangene Woche kam es zu einem heftigen Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Pritzwalk im Landkreis Prignitz in Brandenburg. Am Sonntag bestätigte ein Unternehmenssprecher der KMG-Gruppe gegenüber dem „rbb“ nun, dass fünf Bewohner des Heimes verstorben sind. 
Ingesamt haben sich 46 Mitarbeiter und 79 Senioren – über zwei Drittel aller Heimbewohner – mit COVID-19 infiziert. 

Am heutigen Montag stehen Reihentests auf dem Plan. Wie es zu dem Ausbruch kommen konnte, ist nicht geklärt. 

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