Augenyoga: Diese 6 Übungen entspannen die Augen

Daphne Sekertzi

Nach einem langen Arbeitstag haben viele mit müden, überanstrengten Augen zu kämpfen. Nichts hilft dann mehr als ein wenig Augenyoga. Was das ist und welche Übungen die Augen entspannen.

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Stundenlange Bildschirmarbeit und langes Starren auf das Handy sind für die Augen so anstrengend und ungesund wie langes Sitzen für die Beine. Wenn man über längere Zeit einen Punkt starr fixiert, wird weniger Tränenflüssigkeit gebildet und die Durchblutung gehemmt. Die Folgen: Trockenheit, Juckreiz und Brennen. Im schlimmsten Fall droht bei ständiger Überlastung sogar eine Sehschwäche. Das lässt sich mit regelmäßigem Augenyoga vermeiden. Denn was schwere Beine nach einem langen Arbeitstag brauchen, bringt auch bei müden Augen ganz viel – nämlich Bewegung.

 

Was ist Augenyoga und welche Wirkung hat es?

Augenyoga klingt erstmal seltsam. Doch am und im Auge befinden sich feine Muskeln, die wie alle anderen Muskeln im Körper gezielt bewegt und dadurch trainiert werden können. Auch die Wirkung ist grundsätzlich die gleiche: Yoga entspannt und entlastet – in diesem Fall nicht die Muskeln in Rücken oder Beinen, sondern die feinen Muskelbündel in den Augen. Noch dazu wird die Muskulatur gestärkt, Kopfschmerzen werden gelindert und die Durchblutung angeregt.

Außerdem soll Augenyoga die Sehkraft verbessern. Ein paar Übungen können natürlich nicht die Brille ersetzen. Aber: durch tägliche Bildschirmarbeit kann Kurzsichtigkeit entstehen. Dieser kann man durch regelmäßiges Training der Augen entgegenwirken.

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Yoga für die Augen: Diese 6 Augenübungen helfen schnell

Das Praktische an Augenyoga ist, dass Sie es jederzeit durchführen können. Sie müssen nicht erst Ihre Matte ausrollen und sich in bequeme Kleidung werfen. Das einzige was Sie tun müssen, bevor Sie loslegen: Bringen Sie sich in eine gerade, aber entspannte Position und legen Sie Ihre Brille ab.

Tipp: Praktizieren Sie zwei- bis dreimal am Tag für einige Minuten Augenyoga. Jede Trainingseinheit sollte nicht mehr als ein bis zwei Übungen umfassen. Andernfalls könnte das Training die Augen überanstrengen.

 

1. Yoga-Übung für die Augen zur Stärkung der Muskeln

Schließen Sie Ihre Augen für einige Sekunden, der Kopf ist gerade. Wenn Sie die Augen öffnen, schauen Sie 10 Sekunden lang nach oben – der Kopf bewegt sich nicht mit. Schließen Sie die Augen für fünf Sekunden und richten Sie danach für 10 Sekunden Ihren Blick nach unten. Wiederholen Sie diesen Vorgang auch für die linke und rechte Seite. Machen Sie noch zwei Durchgänge.

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2. Augenübung gegen überanstrengte Augen

Diese Übung können Sie sowohl mit geschlossenen als auch mit offenen Augen durchführen: Rollen Sie Ihre Augen von oben angefangen im Uhrzeigersinn und anschließend wieder zurück. Sie können die Übung so oft wiederholen, wie es für Sie angenehm ist.

 

3. Übermüdete Augen? Diese Yoga-Übung hilft!

Reiben Sie Hände solange aneinander, bis sie angenehm warm sind. Schließen Sie Ihre Augen und legen Sie Ihre Hände auf Ihre Lider. Lassen Sie die Wärme für mindestens 30 Sekunden einziehen und atmen Sie tief ein und aus. Wiederholen Sie den Vorgang noch zweimal.

 

4. Mit Yoga-Augenübung die Sehkraft trainieren

Fokussieren Sie zuerst Ihre Nasenspitze für fünf Sekunden. Nehmen Sie dann Ihren Zeigefinger Ihres ausgestreckten Arms genau so lange in den Fokus, bevor Sie dann Ihren Blick ebenfalls für fünf Sekunden auf einen Punkt in weiterer Ferne richten. Blicken Sie anschließend wieder auf Ihren Finger, danach auf Ihre Nasenspitze und nehmen Sie sich dafür jeweils drei Sekunden Zeit. Wiederholen Sie die Übung noch zweimal.

 

5. Trockene Augen mit Yoga lindern

Fixieren Sie einen Punkt im Raum und versuchen Sie so lange es geht, nicht zu blinzeln. Anschließend blinzeln Sie zehn Mal hintereinander. Dadurch wird die Tränenflüssigkeit angeregt. Verstärken können Sie diesen Effekt, wenn Sie zusätzlich gähnen. Wiederholen Sie den Vorgang noch viermal.

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6. Durchblutung der Augen fördern

Setzen Sie sich aufrecht hin und nehmen Sie fünf tiefe Atemzüge. Atmen Sie durch die Nase ein und durch den Mund aus. Senken Sie dann Ihren Oberkörper leicht nach vorne ab und bleiben Sie zehn Sekunden in dieser Haltung. Kommen Sie anschließend in Ihre Ausgangsposition. Noch zweimal wiederholen.

 

Das können Sie gegen überanstrengte Augen noch tun

Leiden Sie ständig unter trocknen, überanstrengten oder schmerzenden Augen, sollten Sie dies ärztlich abklären lassen. Solche Symptome können auch auf eine nicht entdeckte Sehschwäche, Hornhautprobleme oder Entzündungen hinweisen. In den meisten Fällen sind die Beschwerden jedoch darauf zurückzuführen, dass den Augen zu viel zugemutet wird.

Neben Augenyoga können dann auch die folgenden Tipps helfen, die Augen zu entspannen und Beschwerden vorzubeugen.

  • Lassen Sie alle 10 Minuten den Blick schweifen, wenn Sie am Bildschirm arbeiten oder lesen.
  • Kontaktlinsen bedeuten für die Augen zusätzlicher Stress, weil sie dadurch nur noch schneller austrocknen. Tragen Sie beim Arbeiten daher lieber eine Brille.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Brille die richtige Stärke hat.
  • Legen Sie daher öfter mal das Handy weg und gehen Sie nach Feierband eine Runde spazieren, anstatt den Fernseher einzuschalten.
  • Sanfte Massagen der Augenlider lockern genau wie Augenyoga die Muskeln auf und lindern Schmerzen schnell.  

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