Der Augentrost - eine gefährdete Heilpflanze

Sein Name kommt von seiner früheren Verwendung: Er sollte Augenleiden lindern. Mitunter hieß es, die Pflanze könne sogar Blinde heilen.

Der Augentrost wurde schon im Mittelalter bei Augenproblemen eingesetzt
Der Augentrost wurde schon im Mittelalter bei Augenproblemen eingesetzt © Fotolia
 

Augentrost: Anwendung und Heilwirkung

Definition Augentrost

Bezeichnung: Euphrasia officinalis Familie: Sommerwurzgewächse Gattung: Augentrost

In der Volksmedizin und der Homöopathie finden die gesamten, zur Blütezeit gesammelten oberirdischen frischen oder getrockneten Pflanzenteile des Augentrosts Verwendung bei der Behandlung von Husten, Heiserkeit sowie Entzündungen im Bereich des Auges. Weitere Anwendungsgebiete sind Hauterkrankungen und Atemwegsinfektionen. Als Tee soll er außerdem verdauungsfördernd wirken.

Die Bewertung durch die Kommission E (BGA/BfArM) ist negativ, da die Wirkung nicht belegt ist und speziell die Anwendung des Pflanzenmaterials am Auge als nicht hygienisch eingestuft wird.

 

Im Augentrost enthaltene Wirkstoffe

Iridoidglykoside, Flavonoide, Phenolcarbonsäure, Lignane, ätherisches Öl

 

Botanik

Bislang wurden 46 Augentrostarten in die Rote Liste der weltweit gefährdeter Pflanzenarten aufgenommen
Bislang wurden 46 Augentrostarten in die Rote Liste der weltweit gefährdeter Pflanzenarten aufgenommen © Rotatebot - CC BY-SA 3.0

Der Gemeine Augentrost erreicht eine Höhe von 10 bis 20 Zentimetern. Die dreilappigen weißlichen Blüten besitzen einen gelben Fleck. Die Pflanze fällt in die Kategorie der Halbschmarotzer, da sie mit ihren Saugwurzeln die Nährlösung benachbarter Gräser anzapft.

 

Verbreitung

Die Verbreitungsgebiete des Augentrosts erstrecken sich über weite Regionen Europas. Besonders ist er in Mitteleuropa anzutreffen. Er gedeiht an Wegrändern, auf Wiesen, in Wäldern sowie in Höhenlagen von bis zu 3.000 Metern.

 

Andere Namen für den Augentrost

Gemeiner Augentrost, Großer Augentrost, Augendank, Augustinuskraut, Lichtkraut, Weihbrunnkessel, Heuschelm, Wegleuchte, Wiesenwolf

Wissenswertes über Augentrost

Die Behandlung von Augenleiden mit Augentrost reicht bis in das Mittelalter zurück. Mitunter hieß es, die Pflanze könne sogar Blinde heilen.

Einige Arten des Augentrosts stehen auf der Liste der weltweit gefährdeten Pflanzenarten der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources).

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