Aufgepasst bei einem Kribbeln in den Händen!

Kribbelnde Hände als Anzeichen für Diabetes
Ein Kribbeln in den Händen und taube Fingerspitzen sind typische Anzeichen für eine diabetische Nervenstörung © Fotolia

Nervenstörungen sind die häufigste Folge von Diabetes. Deutliche Symptome sind ein Kribbeln in den Händen und taube Fingerspitzen. Praxisvita erklärt, wie Sie sich schützen können.

Wenn Sie Ihren Hund streicheln, spüren Sie ein Kribbeln in den Händen. Die Fingerspitzen sind taub oder nehmen kaum noch die Temperatur wahr. Ein Kribbeln in den Händen und ein Taubheitsgefühl sind typische Anzeichen für eine diabetische Nervenstörung, auch Neuropathie genannt. Etwa 30 Prozent aller Zuckerkranken entwickeln das Nervenleiden, das zu den häufigsten Folgeschäden gehört.

 

Kribbeln in den Händen ernst nehmen

Ein oft auftretendes Kribbeln in den Händen sollte man immer mit dem Arzt besprechen. Diabetiker müssen daher aufmerksam bezüglich ihrer Körper-Wahrnehmung sein, um Anzeichen früh zu erkennen. Mit warmkalten Wechselduschen an den Händen lässt sich das Temperaturempfinden selber testen. Ein Arzt kann zur Kontrolle des Berührungsempfindens außerdem einen Stimmgabel-Test durchführen. Dabei wird sie angeschlagen und auf die Haut gesetzt, um zu prüfen, ob der Patient die Schwingungen noch wahrnimmt.

 

Mangel an Vitamin B1 als Ursache für das Kribbeln in den Händen

Ursachen für eine Neuropathie sind vor allem ein schlecht eingestellter Blutzucker sowie ein Mangel an Vitamin B1 (Thiamin). Die Erklärung: Der erhöhte Blutzucker greift die Nerven an. Normalerweise kann Vitamin B1 diese schädliche Wirkung bekämpfen. Doch bei Diabetikern wird mehr Thiamin über die Nieren ausgeschieden als bei gesunden Menschen – der Vitamin-B1-Gehalt ist um etwa 75 Prozent niedriger.

 

Kribbeln in den Händen vorbeugen

Um dem Kribbeln in den Händen vorzubeugen, sollten Betroffene deshalb hohe Mengen an Vitamin B1 aufnehmen. Allein über die Ernährung ist das jedoch nicht möglich. Experten empfehlen daher Präparate, die eine Vorstufe des Vitamins B1 enthalten – das vitaminähnliche Benfotiamin. Mit der Einnahme steigt der Thiamin-Gehalt im Blut um das Siebenfache! Die beste Vorbeugung bleibt jedoch ein gesunder Lebensstil – mit genügend Bewegung und gesunder Ernährung.

 

Video: Diabetes-Symptome

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