Atemwegsinfekte sanft behandeln

Redaktion PraxisVITA

Zweimal pro Jahr erwischt es uns durchschnittlich: Der Hals schmerzt, die Bronchien verschleimen und die Nase macht dicht, so dass der Druck im Kopf immer weiter ansteigt. Erkältungsviren nisten sich auf der Nasenschleimhaut oder in den Bronchien ein und erschweren uns das Durchatmen. Der Infekt kann sich schnell von den oberen Atemwegen auf die unteren ausbreiten.

Frau mit Atemwegsinfekt fasst sich an den Hals
Sind unsere Atemwege entzündet, können wir die Beschwerden mit sanften Mitteln lindern © iStock/g-stockstudio

Mediziner sprechen dann von einem sogenannten Etagenwechsel. Die Folge: Die Schleimhäute in Nasen, Rachen, Luftröhre und in den Bronchien sind gleichzeitig entzündet. Symptomatisch dafür ist der bekannte Erkältungs-Dreiklang: Husten, Schnupfen und Halsschmerzen

Atemwegsinfekte nicht ignorieren

Wer einen Atemwegsinfekt auf die leichte Schulter nimmt und nicht komplett auskuriert, tut sich keinen Gefallen. Denn wird der Atemwegsinfekt nicht behandelt, kann er chronisch werden oder sich sogar zu einer gefährlichen Lungenentzündung entwickeln.

Aber nicht nur die Lunge kann unter einem Atemwegsinfekt leiden, sondern auch das psychische Wohlbefinden. Atemwegsinfekte werden in mehr als 80% der Fälle durch Viren ausgelöst. Diese Infekte setzen entzündungsfördernde Botenstoffe frei, welche auf das Gehirn einwirken. Die psychoneuroimmunologischen Auswirkungen führen dazu, dass sich die Betroffenen müde, antriebslos oder sogar depressiv fühlen. Das ist besonders ausgeprägt bei Infektionen mit Influenza-Viren, bei denen das Gehirn, aufgrund von Strukturveränderungen an Nervenzellen, lange Zeit stark beeinträchtigt sein kann, aber ebenso bei grippalen Infekten, die von anderen Viren verursacht werden.

Um diese möglichen Beeinträchtigungen zu vermeiden, ist es ratsam bereits bei den ersten Anzeichen wie Halskratzen oder Husten mit einer Therapie zu beginnen.

Tatsächlich bekämpfen jedoch viele synthetische Präparate nicht die Erreger. Sie unterdrücken nur kurzfristig die Symptome, so dass man sich vermeintlich besser fühlt, statt seinem Körper die Ruhe zu gönnen, die er braucht.

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Effektive Helfer aus der Natur

Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, gleich zu Beginn Arzneimittel einzunehmen, die sowohl die Symptome als auch die Ursachen behandeln. Schnelle Hilfe bringt ein Extrakt aus der in Südafrika beheimateten Geranienart Pelargonium sidoides (Kapland-Pelargonie). Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Inhaltsstoffe eines speziellen Wurzelextrakts dieser Pflanze (EPs® 7630, in Umckaloabo ®, rezeptfrei in Apotheken) die Vermehrung von Viren hemmen, Bakterien das Eindringen in Zellen erschweren. Zudem wird das Immunsystem in Top-Form gebracht. Und der Extrakt verflüssigt einerseits zähflüssigen Schleim, wodurch dieser leichter abgehustet werden kann, andererseits stimuliert er dessen Abtransport aus den Atemwegen.

Weitere Studien mit mehr als 10 000 Probanden zeigen den Nutzen dieses phytotherapeutischen Arzneimittels: Bronchitis-Patienten waren nach der Einnahme des Geranien-Extrakts durchschnittlich zwei Tage früher wieder gesund. Zudem belastet das Naturmittel weder die Magen-Darm-Flora noch das Herz-Kreislauf-System.

Wer also schnell wieder richtig fit sein möchte, sollte seinem Körper Ruhe gönnen, den Infekt auskurieren und dabei auf die Kraft aus der Natur setzen.

Kapland-Pelargonie

Der Wirkstoff aus der Wurzel der Kapland-Pelargonie hemmt u.a. die Vermehrung der Erkältungsviren im Körper © iStock/emer1940

Die häufigsten Ansteckungsquellen

Auch wenn man sich nicht immer vor einer Atemwegsinfektion schützen kann, so können Sie zumindest manche Ansteckungsquellen meiden:

Öffentliche Verkehrsmittel

Das ist fast die sicherste Ansteckungsquelle. Denn so dicht wie in öffentlichen Verkehrsmitteln stehen wir sonst selten. Mundschutz zu tragen ist nicht jedermanns Sache und schützt eher die anderen, falls wir selber mal niesen. Das größere Problem: Tausende fassen täglich die Haltegriffe an, Viren und andere Keime wandern schnell von einem zum anderen. Handschuhe zu tragen oder hinterher gründlich die Hände zu waschen, ist der einzige Schutz.

Im Wartezimmer Zeitung lesen

Das Risiko ist gering, solange Sie nicht mit Ihren Fingern die eigenen Schleimhäute berühren (Mund, Nase, Augen). Gefährlich wird es immer dann, wenn jemand unmittelbar vor Ihnen in die Zeitung niest oder hustet. In diesem Fall droht eine Infektion, wenn sie die Sekrettropfen anfassen und diese Kontakt mit Ihren Schleimhäuten bekommen.

Fahrstuhl fahren

Wenn der Abstand zu anderen Menschen weniger als einen Meter beträgt, genügt es, wenn jemand hustet oder niest, um sich mit einer Erkältung anzustecken. Denn Tausende Viren werden dabei mit 900 km/h durch die Luft geschleudert und über Atemwege, Augen und Mund aufgenommen. Also lieber Treppen steigen – das ist auch gut für die Fitness.

Quellen
  • Blank T et al. (2016): Brain Endothelial- and Epithelial-Specific Interferon Receptor Chain 1 Drives Virus-Induced Sickness Behavior and Cognitive Impairment. Immunity 44, 901–912
  • Hosseini S et al. (2018): Long-term neuroinflammation induced by influenza A virus infection and the impact on hippocampal neuron morphology and function. J Neurosci 1740-17; doi: https://doi.org/10.1523/JNEUROSCI.1740-17.2018

 

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