Atemnot: Richtiges Atmen!

Bei häufiger Atemlosigkeit, trainieren sie eine tiefere Atmung
Bei häufiger Atemlosigkeit, trainieren sie eine tiefere Atmung. Praxisvita hat die besten Übungs-Tipps © Fotolia

Was nach ungewohnter Anstrengung normal ist, gehört bei vielen zum Alltag: Atemnot. Sie ist ein Zeichen von Sauerstoffmangel und häufig verbunden mit Schwindel oder Übelkeit.

Die häufigsten Ursachen für Atemnot:

  • Bei starker Hitze und hohen Ozonwerten bekommen vor allem ältere und übergewichtige Menschen nicht genug Luft.
  • Atemnot kann bei Asthma auftreten, auch akut bei einer Allergie sowie bei anderen Lungenkrankheiten, von denen vor allem Raucher betroffen sind.
  • Auch Herzkrankheiten führen zu einem Gefühl der Luftknappheit, wenn das Herz zu wenig Sauerstoff durch den Körper pumpt. Es scheint, als würde die Lunge nicht gut genug arbeiten.

Was Sie selbst tun können um Atemnot zu vermeiden:

  • Tragen Sie bei Hitze kühlende Kleidung (z. B. aus Leinen) und einen Sonnenhut. Meiden Sie stickige Räume.
  • Nehmen Sie bei akuter Luftnot eine Haltung ein, die den Brustkorb entlastet: Mit gegrätschten Beinen auf die Stuhlkante setzen, Unterarme auf den Oberschenkeln abstützen. In der Nacht Oberkörper höher betten.
  • Trainieren Sie eine tiefere Atmung: Bewusst in verschiedenen Körperpositionen in Bauch oder Brust hineinatmen. Zusatz-Tipp: Lippenbremse.

Bewegung in speziellen Sportgruppen trainiert die Lunge langfristig. Was der Arzt tun kann:

  • Je nach Diagnose verschreibt er entzündungshemmende, schleimlösende oder bronchienerweiternde Medikamente.
  • Lippenbremse: Hilfe im Akutfall
  • Ein Problem bei Atemnot: Die Luft wird zu schnell und stoßartig ausgeatmet. Dadurch schließen sich die Bronchien frühzeitig und die Atemwege werden enger. Die Übung "Lippenbremse" wirkt diesem Vorgang entgegen: So tief wie möglich einatmen und ganz langsam wieder ausatmen. Die Luft strömt dabei durch die locker aufeinanderliegenden Lippen, die einen Widerstand bilden.
  • Die "Lippenbremse" hilft bei akuter Atemnot, aber auch in anstrengenden Situationen wie zum Beispiel beim Treppensteigen.

Quelle: Auf einen Blick, 29/2012

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