Asthmaanfall: Was tun bei Atemnot?

Redaktion PraxisVITA
Als Asthmatiker möglichst immer ihr Notfallspray bereithalten
Ein Asthmaanfall kann durch verschiedene Reizstoffe, beispielsweise Straßenstaub hervorgerufen werden – halten Sie deshalb als Asthmatiker möglichst immer ihr Notfallspray bereit © Fotolia

Ein Asthmaanfall äußert sich meist durch Pfeifen und Rasseln in der Lunge. Die meisten Betroffenen leiden unter Atemnot und das Ausatmen wird zur Qual. Ein typischer Asthmaanfall kann einem Todesangst einjagen. Bei Verdacht auf Asthma sollte umgehend eine Untersuchung der Lunge erfolgen.

 

Bei Asthma werden zwei Formen unterschieden

Zwei Formen der Erkrankung werden unterschieden. Zum einen gibt es das allergische Asthma. Hierbei wird ein Asthmaanfall zum Beispiel durch Pollen oder Tierhaare verursacht. Es ist meist erblich bedingt. Die andere Form ist das irritative Asthma. Es wird durch äußere Auslöser wie Zigarettenrauch oder Straßenstaub, aber auch durch Stress oder kalte, feuchte Luft hervorgerufen. Etwa 70 Prozent der Betroffenen leiden an Mischformen aus beiden. Die Folgen sind in jedem Fall eine chronische Entzündung und anfallsweise Verengung der Bronchien.

 

Asthmaanfall vermeiden: Welche Behandlung hilft?

Mit den richtigen Medikamenten bekommt man Asthma meist gut in den Griff: Akut-Mittel entspannen innerhalb kurzer Zeit die verkrampfte Muskulatur der Atemwege, ein Asthmaanfall kann so also gut behandelt werden. Als Langzeitmedikamente dienen Präparate, die entzündungshemmend und bronchienerweiternd wirken. Wichtig ist, diese Therapie konsequent fortzusetzen – selbst wenn die Beschwerden nachlassen. Effektiv wirkt auch Akupunktur, sofern sie ein erfahrener China-Mediziner durchführt (erkundigen Sie sich vorher nach der Ausbildung des Arztes). Die Linderungsquote liegt bei 82 Prozent. Manche Kassen übernehmen die Kosten.

Asthmaanfall
Bei einem akuten Asthmaanfall ist schnelles Handeln wichtig© iStock
 

Asthmaanfall abwenden: Was kann ich selber tun?

Bei einem akuten Asthmaanfall sollten Sie sich in Absprache mit Ihrem Arzt an folgenden "Notfallplan" halten:

  • Ruhe bewahren und die "Lippenbremse" anwenden: Einatmen, dann so langsam wie möglich unter dem Druck der locker geschlossenen Lippen ausatmen. Wenn sich dabei Ihre Wangen etwas aufblähen, machen Sie es genau richtig. So wird der Atemstrom abgebremst, die Bronchien bleiben länger geöffnet.
  • Außerdem in den Kutschersitz wechseln: Beine leicht auseinander, Unterarme locker auf die Oberschenkel stützen und den Kopf etwas vorbeugen. Das Notfallspray benutzen.
  • Tritt nach fünf Minuten nach Beginn des Asthmaanfalls keine Besserung ein, die Maßnahmen wiederholen.
  • Dauern die Beschwerden noch weitere fünf Minuten an – sofort den Notarzt rufen.

Empfehlenswert sind Asthmaschulungen. Dort lernt man mit der ständigen Angst vor Asthmaanfällen und vor Atemnot umzugehen. Auch Atemübungen oder das Erlernen der Klopfmassage, welche Schleim aus den Bronchien löst, stehen auf dem Stundenplan. Die Schulungen werden von der Krankenkasse bezahlt. Weitere Info: Allergie und Asthmabund, Tel.: 01805/052121 (0,14 Euro/Min.).

Asthma-Schulung
Bei speziellen Schulungen lernen Asthmatiker beispielsweise, mit der Panik bei akuter Atemnot besser umzugehen© iStock
 

Tipp: Asthma-Tee

Lassen Sie sich in der Apotheke einen Asthma-Tee mischen: je 30 Gramm Spitzwegerichblätter, Thymiankraut, Königskerzenblüten und zehn Gramm Eukalyptusblätter. Überbrühen Sie 1 TL davon mit 150 ml Wasser und lassen Sie ihn zehn Minuten zugedeckt ziehen. Wirkt schleimlösend und lindert Hustenreiz (3 Tassen tägl.).

Und im Video erfahren Sie noch mehr Wissenswertes über Asthma!

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