Asiatische Tigermücke in Deutschland: Diese gefährlichen Krankheiten überträgt sie

Gaby Scheib

Sie ist klein, durch ihre schwarz-weiße Färbung aber recht auffällig – und jetzt auch bei uns immer häufiger zu finden: Die asiatische Tigermücke. Sie gilt als tödlichstes Tier der Welt, weil sie gefährliche Krankheiten übertragen kann.

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Nach Angaben des Statistikportals statista sterben weltweit jedes Jahr 725.000 Menschen an den Folgen eines Mückenstichs. Damit ist es die Mücke die tödlichste Tierart. Dazu zählt auch die asiatische Tigermücke: Mit ihren maximal 0,9 Zentimetern ist sie zwar nicht die größte, sie gilt aber als gefährlichste Mücke der Welt. Und nun verbreitet sich die asiatische Tigermücke auch in Deutschland immer weiter. Vor allem der Süden ist betroffen.

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Aedes-Mücke breitet sich weltweit stark aus

Die Stechmücke der Art Aedes albopictus stammt ursprünglich aus Asien. Durch den internationalen Handel mit Produkten und den Flugverkehr konnte sie sich in der ganzen Welt verbreiten. Und der Klimawandel tut sein übriges: Die Sommer werden auch außerhalb der tropischen Heimat der Tigermücken und verwandter Arten wärmer und die Winter milder. Das schafft gute Lebensbedingungen auch in Regionen, in denen die Stechmücken bisher nicht überleben könnten.

 

Asiatische Tigermücke in Deutschland angekommen

In den 80er-Jahren wurde die Tigermücke in Italien erstmals entdeckt. Dort ist sie heute flächendeckend zu finden. Laut Umweltbundesamt tritt sie mittlerweile in 26 europäischen Ländern auf und gilt in 19 Ländern als etabliert – auch in Deutschland: Seit 2007 wurde sie in verschiedenen Regionen Süddeutschlands nachgewiesen, vor allem um Freiburg und Heidelberg. Hier kann die Stechmücke sogar den Winter unbeschadet überleben. Auch in Bayern ist sie mittlerweile zu Hause und kommt inzwischen nicht nur vereinzelt, sondern in größeren Populationen vor.

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Gefährliche Mücke: Mit der Tigermücke drohen Krankheiten 

Die Stechmücke überträgt verschiedene Krankheiten. Neben bestimmten Fadenwürmern auch mehr als 20 Virenarten. Deshalb gilt sie als besonders gefährlich. Die Tigermücke kann potenziell tödliche Krankheiten übertragen, unter anderem das West-Nil- und Denguefieber sowie das Chikungunya- und das Zika-Virus. In Südeuropa sind bereits Menschen an diesen Viren erkrankt, die von asiatischen Tigermücken übertragen worden sind.

 

Gefahr durch die asiatische Tigermücke in Deutschland

Die Experten vom Friedrich-Loeffler-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, erachten das „Risiko einer Übertragung des Zika-Virus durch Stechmücken in Deutschland (…) z.Zt. als relativ gering.“ Dazu bräuchte es eine infizierte Person und ideale Vermehrungsbedingungen des Virus in der Mücke. Doch die dazu nötigen tropischen Temperaturen werden bei uns selten erreicht.

Außerdem ist die Anzahl der Tigermücken hier noch recht niedrig und räumlich beschränkt; jedes Auftreten wird systematisch bekämpft. Dennoch ist die Gefahr nicht zu leugnen: Mit zunehmender Ausbreitung und steigenden Temperaturen besteht das Risiko, dass sich die asiatische Tigermücke in Zukunft auch in Deutschland weiter ausbreiten wird.

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Quellen:
Asiatische Tigermücke in: Umweltbundessamt
Praktischer Managementplan für invasive Mückenarten in Europa: I. Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) in: rki.de
FAQ zu Stechmücken in Deutschland in: Bernhard-Nocht-Institut
Nationale Expertenkommission „Stechmücken als Überträger von Krankheitserregern“ in: Friedrich-Loeffler-Institut
Anzahl der jährlichen Sterbefälle weltweit infolge einer Begegnung mit Tieren nach Tierart in: de.statista.com

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