Ashwagandha - ein Heilmittel der traditionellen indischen Medizin

Die ayurvedische Medizin setzt die Wurzel und Blätter des Ashwagandhas ein. Die Inhaltsstoffe helfen gegen Schlafstörungen und regen das Immunsystem an.

Ashwagandha hat filzig behaarte Blätter
Ashwagandha hat filzige, beharrte Blätter© Cliff - CC-BY-2.0
 

Ashwagandha: Anwendung und Heilwirkung

Definition Ashwagandha

Bezeichnung: Withania somnifera Familie: Nachtschattengewächse Gattung: Withania

Verwendung finden in erster Linie die Wurzeln und Blätter des Ashwagandhas als Zusatz in Milch und Wasser oder als Tee. Sie können verzehrt und als Aufguss inhaliert werden. Die Inhaltsstoffe wirken antibiotisch, insektizid, entzündungshemmend, antiviral und beruhigend bei Schlafstörungen. Auch zur Immunsystemstärkung sollen Zubereitungen des Ashwagandhas dienen können. In der traditionellen indischen Medizin gilt die Pflanze als Aphrodisiakum.

Die beanspruchten Anwendungsgebiete gelten als noch nicht ausreichend medizinisch belegt.

 

Im Ashwagandha enthaltene Wirkstoffe

Alkaloide, Withansoide (Steroidlactone)

 

Botanik

Die Ashwagandha-Wurzel. Sie wird zu Arzneimitteln verarbeitet
Die Ashwagandha-Wurzel. Sie wird zu Arzneimitteln verarbeitet© Fotolia

Die bis zu 50 Zentimeter hohe, ausdauernde, krautige Pflanze hat weitverzweigte, aufrechte sowie gebeugte Sprossachsen, die filzig behaart sind. Die Laubblätter haben die Form eines Keils und sind an der Unterseite behaart. Sie hat aufrechte Blütenstände mit vier bis sechs langstieligen Blüten. Ihre Frucht ist eine glänzende, kugelförmige und scharlachrote Beere.

 

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Ashwaghandha erstreckt sich über den Mittelmeerraum, Vorder- und Südasien sowie Afrika. Besonders gut gedeiht sie an leicht feuchten Standorten.

 

Andere Namen des Ashwagandhas

Schlafbeere, Winterkirsche, Pferdewurzel, Ashvaganda

Wissenswertes über den Ashwagandha

Der Name der Pflanze stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „Geruch des Pferdes“, was sich wohl auf den Eigengeruch der Wurzel bezieht. Einsatz findet die Pflanze vor allem in der ayurvedischen Medizin.

Auch wenn die stimulierenden Effekte auf das Immunsystem noch nicht wissenschaftlich belegt sind, könnte die gleichzeitige Anwendung mit Immunsuppressiva zu unerwünschten Wechselwirkungen führen.

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