„Aschenbrödel“ ist an Lungenkrebs erkrankt

Libuše Šafránková hat Lungenkrebs
Libuše Šafránková spielte 1973 im legendären Defa-Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ die Hauptrolle. Jetzt kam heraus, dass die 62-Jährige an Krebs erkrankt ist © Fotolia, Imago

Das Märchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist für viele der Höhepunkt des Fernsehprogramms zur Weihnachtszeit. 40 Jahre nach den Dreharbeiten trübt eine traurige Nachricht die Vorfreude: Hauptdarstellerin Libuše Šafránková ist an Lungenkrebs erkrankt.

Es sollte eine große Ehre für sie sein: Präsident Milos Zeman wollte der beliebten Schauspielerin den höchsten tschechischen Staatsorden („Weißer Löwe“) verleihen. Doch die 62-Jährige konnte den Preis nicht einmal selbst entgegen nehmen. Stattdessen erschien ihre Schwester Miroslava Drozdova in der Prager Burg. Schon länger hatte sich Libuše Šafránková aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Über ihre Gründe wurde bislang geschwiegen. Jetzt kam heraus: „Aschenbrödel“ hat Lungenkrebs.

Wie verläuft die Lungenkrebs-Behandlung?

Bereits 2014 wurde bei der 62-Jährigen Lungenkrebs diagnostiziert, ein Fünftel der Lunge musste damals operativ entfernt werden. Nur bei sehr frühen Tumorstadien kann der Arzt versuchen, den Tumor operativ zu entfernen. Dennoch blieb die Therapie erfolglos. Nach der Operation wird die Lungenkrebs-Behandlung bei den meisten Menschen mit einer Chemotherapie fortgesetzt. Dabei verabreicht der Arzt Zytostatika, also Medikamente, die das Zellwachstum hemmen und einzelne, im Körper verbliebene Tumorzellen abtöten sollen, aus denen sonst leicht ein neuer Tumor entstehen könnte. Besonders bei fortgeschrittenem Lungenkrebs wird der Arzt bei der Behandlung zusätzlich eine Strahlentherapie empfehlen. Die Bestrahlung schädigt die Tumorzellen so stark, dass sie sich nicht mehr teilen können und absterben.

Mit dem Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gelang der tschechischen Schauspielerin Libuše Šafránková der internationale Durchbruch. In den darauffolgenden Jahren war sie an über 60 Film- und Fernsehproduktionen beteiligt. Noch ist offen, ob sie je wieder vor die Kamera zurückkehren kann.

Hamburg, 4. November 2015

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