Die Artischocke - starker Schutz für Leber und Galle

Auszüge aus den Blättern der Artischocke lindern Verdauungsstörungen und Probleme des Fettstoffwechsels. Dazu unterstützen sie die Funktion der Galle.

Königsartischocke hilft bei Völlegefühl
Aus den Blättern der Königsartischocke kann ein Extrakt gewonnen werden, der den Magen bei Völlegefühl entlastet© imago
 

Artischocke: Anwendung und Heilwirkung

Definition Artischocke

Bezeichnung: Cynara scolymus Familie: Korbblütler (Asteraceae) Gattung: Artischocken (Cynara)

Auszüge aus den Blättern der Artischocke können entsprechend der Kommission E (BGA/BfArM) bei dyspeptischen Beschwerden (Verdauungsstörungen) und Störungen des Fettstoffwechsels eingesetzt werden. Die Artischocke regt die Funktion der Galle an.

Vermutlich sind Cynarin, Chlorogen- und Neochlorogensäure für die Anregung der Gallenproduktion und Leber schützenden Eigenschaften verantwortlich.

Die Anwendung erfolgt in Form von Tee, Saft, Extrakt, Tinktur sowie in Form von Fertigarzneimitteln und Tabletten.

 

In der Artischocke enthaltene Wirkstoffe

Bitterstoffe, Phenolcarbonsäuren wie Chlorogensäure und Cynarin sowie Flavonoide

 

Verbreitung

Die Heimat der Artischocke ist der Mittelmeerraum und die Kanarischen Inseln. Im 16. Jahrhundert kam sie auch nach Amerika. Dort – in Nordamerika und Argentinien – liegen heute auch ihre Hauptanbaugebiete – neben Spanien, Frankreich, Italien und Ägypten. Bevorzugt wächst sie in sonnigen, warmen Regionen.

 

Botanik

Artischocken senken den Cholsterspiegel
Der in der Artischocke enthaltene Wirkstoff Cynarosid hemmt ein Enzym, das die Leber zur Cholesterin-Herstellung braucht. Regelmäßig gegessen, senkt die Heilpflanze den Cholesterinspiegel nachweislich© Fotolia

Die distelartige, kräftige Kulturpflanze hat einen Stängel von einer Länge von 50 bis 200 Zentimetern. Die Stängel bilden körbchenförmige Blütenstände. Nach einiger Zeit öffnen sich große, blauviolette Blüten, die der Distelblüte ähneln.

Wissenswertes über die Artischocke

Die Artischocke war Österreichs Arzneipflanze des Jahres 2003.

Ihr Name entstammt wohl einer Mischung aus dem Spanischen, Italienischen und Arabischen. In diesen Sprachen wird die Pflanze je als alcachofa, carciofo und al-haršūf bezeichnet.

Bis ins 17. Jahrhundert hinein ließ der französische Adel die Artischocke in seinen Gärten anbauen, da sie als Zeichen für Reichtum galt.

Als Lebensmittel findet sie speziell in der mediterranen Küche Verwendung, etwa als Vorspeise (Antipasti) oder in Hauptgängen. Insbesondere der Blütenboden sowie die unteren fleischigen Blätter werden verzehrt.

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