Arthrose in den Fingern: 5 wirksame Hausmittel

Daphne Sekertzi

Arthrose kann die Lebensqualität stark einschränken – vor allem, wenn mehrere Gelenke betroffen sind. Die Beschwerden lassen sich jedoch auf natürliche Weise lindern. Bei Arthrose in den Fingern können diese fünf Hausmittel zu einer Besserung beitragen.

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Anders als bei anderen Arthrose-Formen entsteht die Fingergelenkarthrose nicht durch Fehl- und Überlastungen. Stattdessen kommt es durch Veranlagung und hormonelle Veränderungen im Zuge der Menopause zu degenerativen Veränderungen in den Gelenken. Physiotherapie, Bandagen und entzündungshemmende Medikamente sind die Mittel der Wahl, um die Beschwerden zu behandeln. Bei einer Arthrose in den Fingern können aber auch Hausmittel einen heilsamen Effekt haben.

 

Arthrose in den Fingern: 5 Hausmittel gegen den Schmerz

In der Regel verläuft eine Arthrose in Schüben. Die Gelenke können dann über Wochen schmerzen, anschwellen und Entzündungsanzeichen zeigen. Zudem ist die Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt. Durch die richtige Behandlung wird eine Verschlechterung der Arthrose in den Fingern verhindert. Hausmittel können einen Beitrag dazu leisten und dabei helfen, die Schübe zu verkürzen.

Eine Frau mit Fingerathrose zeigt ihre Hände.
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1. Warme Bäder mit ätherischen Ölen lockern die Gelenke auf

Ist das Gelenk weder gerötet noch geschwollen, kann eine Wärmebehandlung wohltuend wirken. Sie fördert die Durchblutung und entspannt dadurch Muskeln und Gelenke. Grundsätzlich hilft jede Form von Wärme, wenn die Finger schmerzen – besonders wirksam sind aber warme Bäder mit durchblutungsfördernden und entzündungshemmenden Zusätzen wie Wintergrün oder Rosmarin.

So geht’s: Eine große Schale mit warmem Wasser (36-38 Grad Celsius) füllen. Einige Tropfen ätherisches Öl zugeben und anschließend die Hände für etwa fünf Minuten ins Wasser legen.

 

2. Kälte dämpft Schmerzen in den Fingergelenken

Bei akuten geschwollenen und entzündeten Gelenken verschafft Kälte schnell Linderung. Denn sie dämpft die Aktivität der Schmerzrezeptoren und reduziert die Durchblutung, indem sich die Gefäße zusammenziehen. Noch dazu wird die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe gedrosselt. Diese Effekte stellen sich aber nicht nur bei der Behandlung mit Kaltkompressen und Eispackungen ein, sondern auch mit Pfefferminzöl. Es hat einen natürlich kühlenden Effekt, da es die Kälterezeptoren der Haut anregt.

So geht’s: Ein Esslöffel pflanzliches Öl (z.B Oliven- oder Leinöl) mit drei Tropfen Pfefferminzöl mischen und mit einem Wattepad auf die betroffenen Fingergelenke verreiben. 10 Minuten einwirken lassen und anschließend mit lauwarmem Wasser abwaschen.

Eine Frau hält sich ihr Handgelenk
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3. Kohlwickel als Hausmittel gegen Arthrose in den Fingergelenken

Es klingt ungewöhnlich, jedoch ist Weißkohl eine absolute Geheimwaffe gegen Arthrose. Einer Studie zufolge können Kohlwickel sogar mit Schmerzcremes mithalten. Der Grund: Kohl enthält sogenannte Senfölglykoside, die entzündungshemmend wirken, sowie durchblutungsfördernde Flavonoide.

So geht’s: Die Blätter eines Kohls abbrechen und mit einem Nudelholz (alternativ mit einer Glasflasche) so lange plattdrücken, bis der Saft austritt. Anschließend die Blätter mit einem Band um die schmerzenden Finger wickeln und für einige Stunden – am besten über Nacht – einwirken lassen.

 

4. Arthrose in den Fingern: Hausmittel Apfelessig hemmt Entzündungen

Apfelessig ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Enzymen – genau deswegen ist es ein beliebtes Hausmittel für verschiedenste Beschwerden. Auch bei Gelenkschmerzen zeigt Apfelessig eine Wirkung: Es hat antientzündliche Eigenschaften und wirkt sich positiv auf den Säure-Base-Haushalt aus. Das trägt zur Regeneration gereizter Fingergelenke bei.

So geht’s: Etwas Apfelessig erwärmen, danach entweder mit einem Wattepad auf die Fingergelenke verreiben oder in eine Schale füllen und die Hände für 15 Minuten hineinlegen.

Apfelessig eignet sich auch für die innere Anwendung. Regelmäßig getrunken (eine Tasse Wasser mit einem Teelöffel Apfelessig gemischt), kann eine Trinkkur dazu beitragen, Entzündungen im Körper zu bekämpfen.

Apfelessig in einer kleinen Schale
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5. Fingerarthrose mit Hausmittel Knoblauch lindern

Als Hausmittel gegen Arthrose in den Fingern eignet sich auch Knoblauch. Die darin enthaltenen Schwefelverbindungen wirken nämlich schmerz- und entzündungshemmend. In Knoblauch steckt zudem Selen, was für die Gelenkgesundheit wichtig ist.

So geht’s: Eine gehackte Knoblauch-Knolle in etwas Olivenöl erhitzen. Das Öl abkühlen lassen und anschließend die Fingergelenke damit sanft massieren. Am besten über Nacht einziehen lassen. Die Reste am Morgen gründlich mit Wasser und Seife abwaschen.

Bei Arthrose in den Fingern können diese Hausmitteln einen echten Unterschied machen und die Schmerzen merklich reduzieren – trotzdem sollten sie auch in einem frühen Stadium nur ergänzend zur Behandlung eingesetzt werden, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

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