Arthrose & Co.: Sind Gelenkschmerzen heilbar?

Rieke Heinze Medizinredakteurin

Knacken und knirschen Sie schon oder bewegen Sie sich noch? Gelenkschmerzen, Arthritis und rheumatoide Schmerzen sind nicht der Altersgruppe 60+ vorbehalten. Auch schon in deutlich jüngeren Jahren können uns Bewegungen Schmerzen bereiten.  

Physiotherapie am Knie einer Frau
Sanfte und beständige Bewegung unterstützt die Heilung bei Gelenkschmerzen Foto:  iStock/Wavebreakmedia
Inhalt
  1. Gesundheitspodcast VITATALK zum Thema Gelenkschmerzen
  2. Warum schmerzen die Bewegungen auf einmal? 
  3. Was tun bei Gelenkschmerzen? 
  4. VITATALK: Der Gesundheitspodcast online

Arthrose und Rheumatoide Arthritis sind Krankheitsnamen, die eher mit den Großeltern denn mit der eigenen Altersgruppe in Verbindung gebracht werden. Schmerzen die Gelenke dann doch einmal morgens beim Aufstehen, wird dies schnell als Überbelastung durch Sport oder falsches Liegen oder Sitzen abgewunken. Doch wenn Gelenkschmerzen nicht mehr weggehen und zunehmend Ihren Alltag belasten, dann sind Sie bereits im Bereich der chronischen Schmerzen angekommen. 

 

Gesundheitspodcast VITATALK zum Thema Gelenkschmerzen

 

 

Warum schmerzen die Bewegungen auf einmal? 

Unsere Gelenke sind feinmechanische Wunderwerke. Zwei Gelenkköpfe sind wie zwei pefekte Puzzleteile aufeinander abgestimmt. Nur durch eine dünne Knorpelschicht, die als Schmiermittel fungiert, voneinander getrennt, ermöglichen sie uns die konplette Bandbreite unseres Bewegungsapparates. 

Was ist Knorpel?

Das elastische Stützgewebe ist das Öl in unseren Gelenken und besteht aus Wasser, Fett, Gloycogen und Collagenfasern. Durch das Be- und Entlasten der Gelenke kommt es zum Flüssigkeitsaustausch und die Knorpelschicht wird mit essentiellen Nährstoffen versorgt. Bei mangelnder Bewegung wird die Knorpelschicht nicht ausreichend versorgt. Sie wird dünner und verschwindet teilweise vollständig; tritt dieser Fall ein, kommt es zu Gelenkschmerzen. 

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Ursachen für Gelenkschmerzen sind: 

  • Fehlhaltung
  • Fehlbelastung
  • Übergewicht: Übergewicht führt einerseits zu einer verstärkten Belastung, andrerseits produziert das Fettgewebe entzündungsfördernde Stoffe, die die Symptomatik der Gelenkschmerzen fördern. 
  • Genetik
  • Verletzungen

Doch nicht die richtige oder falsche Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind ursächlich für Gelenkschmerzen. Auch die Psyche redet bei der empfundenen Schmerzintensität ein Wörtchen mit. Was genau sie da zu sagen hat und ob Gelenkschmerzen nicht vielleicht doch heilbar sind, verrät der neue VITATALK zum Thema "Arthrose & Co.: Sind Gelenkschmerzen heilbar?". Hören Sie rein! 

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Was tun bei Gelenkschmerzen? 

Der erste Griff bei einem schmerzenden Knie geht vermutlich zur Schmerztablette. Die meisten Präparate stillen nicht nur den Schmerz, sondern sind zusätzlich entzündungshemmend. Studien zu Folge behandeln wir uns 8754 Stunden selbst mit Schmerzmitteln, während wir nur 6 Stunden im Jahr mit unserem Hausarzt verbringen. Eine Dauerlösung ist so ein Pillchen aber nicht. 

Sporttherapeut Jan Linger kennt seine Pappenheimer: Wer chronische Gelenkschmerzen hat, der reagiert genau auf zwei mögliche Art und Weisen. 

1. Schonung: Grundsätzlich nicht verkehrt, ist eine Körperpartie verletzt und schmerzt, sollte sie geschont werden, damit sie heilen kann. Nicht so gut ist wiederum, dass viele Betroffene aus Angst vor den Bewegungsschmerzen nun jede Bewegung meiden. Der Körper wird nicht trainiert, wird schwächer und dies führt erst recht zu Bewegungs- und Gelenkschmerzen. 

2. Bewegung  - jetzt erst recht!: Das Knie schmerzt? Dann wird jetzt umso mehr die Hantel geschwungen. Ganz nach dem Motto: Viel hilft viel. Dadurch können sich Gelenke, Muskeln und Nerven nicht entspannen und die Entzündung verschlimmert sich, bis der Körper mit einem Streik reagiert. Die Schmerzen steigern sich ins Extreme und der Patient wird in die Schonhaltung gezwungen, kann sich nicht mehr bewegen. 

 

VITATALK: Der Gesundheitspodcast online

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