Arthritis: Ursachen sind unterschiedlicher Herkunft

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Der Begriff Arthritis beschreibt keine einzelne Krankheit, sondern ist ein Oberbegriff für entzündliche, meist chronische Erkrankungen der Gelenke: Je nachdem, welche Form vorliegt, sind die Arthritis-Ursachen unterschiedlich.

 

Arthritis hat verschiedene Formen

Mediziner unterscheiden zwischen infektiös bedingter Arthritis und nicht-infektiös bedingter Arthritis. Bei einer nicht-infektiösen Form sind die  Arthritis-Ursachen zum Beispiel überschießende Reaktionen der körpereigenen Abwehr. Dabei kann das Immunsystem nicht zwischen fremden und eigenen Zellen unterscheiden und greift deshalb auch körpereigene Zellen an und zerstört sie (daher die Bezeichnung Autoimmunerkrankung). Die Folge sind Entzündungen. Ein Beispiel hierfür ist die rheumatoide Arthritis (RA), die am häufigsten auftretende Form der Arthritis. Dabei greifen körpereigene Abwehrzellen die Gelenkinnenhaut an und verursachen dort chronische Entzündungen. Diese können dann auf umliegende Bereiche wie Knorpel und Knochen übergreifen und so die Gelenke dauerhaft schädigen.

Bei Arthritis entzünden sich die Gelenke
Bei Arthritis entzünden sich die Gelenke© Fotolia

Zu den nicht-infektiösen Arthritiden gehört auch die Psoriasis-Arthritis (Arthritis psoriatica). Dabei ist die Schuppenflechte (Psoriasis) die Arthritis-Ursache: Bei bis zu zehn Prozent der Betroffenen führt sie zu Entzündungen der Gelenke.

 

Welche Arthritis-Ursachen gibt es?

Aber auch bestimmte Stoffwechselerkrankungen können mögliche nicht-infektiöse Arthritis-Ursachen sein. Ein Beispiel hierfür ist die Gicht. Dabei führen vermehrte Harnsäure-Ablagerungen in den Gelenken zu schmerzhaften Anfällen.

Wenn Infektionen bei Arthritis als Ursachen vorliegen, lösen Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren, die in die Gelenke gelangen, die Gelenkentzündung aus. Im Falle der unspezifischen bakteriellen Arthritis, auch eitrige Arthritis genannt, dringen Bakterien zum Beispiel direkt über Verletzungen oder Operationen in die Gelenkhöhle ein. Die Erreger können aber auch über die Blutbahn ins Gelenk verschleppt werden. Dort lösen sie Entzündungen aus und führen zu eitrigen Ergüssen (sogenannte Gelenkempyem).

 

Arthritis durch Bakterien

Bei der Lyme-Arthritis sind die Arthritis-Ursachen Bakterien, die durch Zecken übertragen werden. Das Bakterium Borellia burgdorferi wird mit dem Speichel der Zecken übertragen und löst die Lyme-Borreliose aus, die zu einer Arthritis führen kann.

Arthritis
Zu den möglichen Arthritis-Ursachen zählen Bakterien© Fotolia

Als Risikofaktoren bei einer Arthritis gelten das Alter und das Geschlecht. So tritt eine Arthritis selten bei Erwachsenen unter 30 Jahren auf. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 55. und 75. Lebensjahr. Rund zwei Prozent aller Erwachsenen über 55 leiden an einer Arthritis. Frauen erkranken des Weiteren zwei bis dreimal häufiger an einer Arthritis als Männer.

 

Arthritis bei Kindern

Selten tritt eine Arthritis bereits im Kindesalter auf. Die sogenannte juvenile idiopatische Arthritis (JIA) tritt bei Kindern unter 16 Jahren auf. Die Arthritis-Ursachen dieser Form sind noch nicht ganz geklärt. Sowohl erbliche Anlagen wie auch Umweltfaktoren wie Zigarettenrauch oder Infektionen im frühen Alter werden bei der juvenilen idiopathischen Arthritis als Ursachen diskutiert.

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