Arterienverkalkung – wie läuft die Therapie ab?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einer Arterienverkalkung kommen zur Therapie verschiedene Verfahren und Herangehensweisen infrage. Im Einzelfall hängt die Behandlung davon ab, wie weit die Arteriosklerose bereits fortgeschritten ist und ob sie sich bereits in Folgeerkrankungen wie der koronaren Herzkrankheit äußert.

 

Oft hilft bei Arterienverkalkung eine konservative Behandlung

Fast immer kommt bei einer Arterienverkalkung zunächst eine konservative Therapie zum Einsatz, also vor allem Medikamente, unterstützt von verschiedenen Veränderungen im Lebensstil. Diese bilden die Basis der Atherosklerose-Therapie: Nur wenn Sie selbst bereit sind, aktiv etwas gegen die Erkrankung zu tun, lässt sich die Arterienverkalkung wirksam aufhalten. Falls Sie Raucher sind, sollten Sie unbedingt mit dem Rauchen aufhören. Wenn Sie Übergewicht haben, versuchen Sie, mit einer Ernährungsumstellung und regelmäßiger Bewegung – mindestens eine halbe Stunde am Tag – das Gewicht langsam zu reduzieren. Aber auch für normalgewichtige Betroffene sind gesunde Ernährung und körperliche Betätigung wichtig.

Zur medikamentösen Behandlung kommen grundsätzlich verschiedene Mittel gegen Arterienverkalkung und ihre Begleiterkrankungen infrage. Dazu gehören vor allem blutdrucksenkende Medikamente (z. B. ACE-Hemmer oder Betablocker) und solche, die den Cholesterinspiegel senken (z. B. Statine). Außerdem ist bei Menschen mit Atherosklerose oft eine Therapie mit Medikamenten sinnvoll, welche die Blutgerinnung hemmen, zum Beispiel Thrombozyten-Aggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure; so wird verhindert, dass sich Blutgerinnsel (Thromben) bilden, die beispielsweise zu einem Schlaganfall führen können. Ein bestehender Diabetes mellitus, aber auch andere Grunderkrankungen wie Schilddrüsenfehlfunktionen und Rheuma, müssen außerdem mit den entsprechenden Medikamenten richtig eingestellt werden.

 

Mögliche Eingriffe bei einer Arterienverkalkung

In manchen Fällen ist bei einer fortgeschrittenen Arterienverkalkung eine Operation oder ein kathetergesteuerter Eingriff im Gefäß notwendig, um Komplikationen wie einem Herzinfarkt entgegenzuwirken. Ziel ist dabei, dass wieder ausreichend Blut durch die verengten Arterien fließt (Revaskularisierung). So können Ärzte zum Beispiel über einen Katheter mit einem kleinen Ballon eine betroffene Halsschlagader, Nierenarterie oder ein verschlossenes Herzkranzgefäß wieder aufdehnen (Ballondilatation). In vielen Fällen werden zusätzlich kleine Röhrchen – sogenannte Stents – in die betroffenen Gefäße eingesetzt, um zu verhindern, dass die Arterien sich wieder verschließen. Bei einer fortgeschrittenen Arterienverkalkung ist manchmal auch eine Bypass-Operation notwendig. Hierbei überbrückt der Chirurg die Engstelle, indem er ein anderes Blutgefäß „zwischenschaltet“, zum Beispiel eine körpereigene Vene oder ein künstliches Gefäß einnäht. Das Blut wird dann an der verengten Stelle vorbeigeleitet.

Vorbeugung
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