Aroniabeere: Kleine Frucht, großer Inhalt

Alexander Scherb

Die Aroniabeere gilt als heimisches Superfood. Sie wird als Schönheits- und Nahrungsergänzungsmittel beworben. Kaufen kann man sie als Saft, in Kapsel- oder Pillenform. Auch getrocknet ist sie erhältlich. Doch was steckt in der so genannten Apfelbeere? Wir haben uns den Inhalt der kleinen Powerfrucht näher angeschaut.

Die Aroniabeere soll entzündungshemmend, cholesterinsenkend und blutzuckersenkend sein
Die Aroniabeere gilt als DAS neue Superfood. Ihr werden entzündungshemmende, cholesterin- und blutzuckersenkende Eigenschaften nachgesagt Foto:  Sergei Chuyko
Inhalt
  1. Aroniabeere: Das ist ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet
  2. Aroniabeere: Welche Wirkung hat sie?
  3. Wie ist der Geschmack der Aroniabeere?
  4. Aroniabeere: Warum Sie nicht zu viele essen sollten
  5. Alternativen zur Aroniabeere
 

Aroniabeere: Das ist ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet

Die Aroniabeere gehört zur Familie der Rosengewächse und hat ihren Ursprung im östlichen Nordamerika. Bei den Ureinwohnern des Kontinents galt die Aroniabeere als wichtiger Vitamin-Lieferant und gehörte schon vor hunderten Jahren zum Proviant auf längeren Reisen. Nach Deutschland schaffte es die Apfelbeere Ende des 19. Jahrhunderts als Ziergewächs wegen ihrer schönen Blüten. Lange Zeit wusste man hierzulande nichts von den positiven Eigenschaften der Aroniabeere. Erst in den Dreißigerjahren des letzten Jahrhunderts wurde die Beere genauer untersucht.

Vitamine und Nährstoffe

Wie viele Obstsorten ist auch die Aroniabeere reich an Vitamin C. Aber auch die Vitamine A, E, K und B sind in ihr in Hülle und Fülle enthalten. Deswegen gilt die Aroniabeere auch als Kraftstoff für unser Immunsystem. Zudem findet man reichlich Kalzium, Kalium, Eisen, Magnesium und andere Mineralstoffe in ihr. Zuletzt strotzt die Apfelbeere noch vor Antioxidantien. All die Inhaltsstoffe brachten ihr den Titel Superfood ein.

 

Aroniabeere: Welche Wirkung hat sie?

Klar, Vitamin C ist gut für unser Immunsystem, Magnesium stärkt die Muskeln und Kalzium ist gut für unsere Knochen. Aber gerade die vielen Antioxidantien machen die Aroniabeere so wertvoll. Sie binden freie Radikale in unserem Körper, die durch verschiedene Stoffwechselprozesse anfallen. Freie Radikale gelten als Auslöser für die unterschiedlichsten Krankheiten, darunter Rheuma, Diabetes, Herzinfarkt, einem schnelleren Alterungsprozess und Krebs. Deswegen ist es für unseren Körper wichtig, immer auf genügend Antioxidantien zurückgreifen zu können. Des Weiteren soll die Aroniabeere entzündungshemmend, cholesterinsenkend und blutzuckersenkend sein. Diese Eigenschaften sind bisher aber nicht bewiesen.

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Wie ist der Geschmack der Aroniabeere?

Der Geschmack der frischen Aroniabeere ist herb bis bitter. Aus diesem Grund wird sie im Verkauf meist nur getrocknet angeboten. Denn mit Verringerung des Wasseranteils steigt der Zuckeranteil und die Frucht wird süßer. Auch als Pulver oder in Kapselform ist die Aroniabeere erhältlich.

So schmeckt die Aroniabeere am besten

Durch ihren herben Geschmack eignet sich die Aroniabeere am besten in süßen Speisen. Man kann sie als Konfitüre zu sich nehmen oder auch in Smoothies oder Shakes. Dann mischt man sie am besten mit süßeren Früchten wie Bananen oder auch Kiwi. Besonders beliebt ist die Apfelbeere allerdings beim Backen.

Rezept Aronia-Muffins

Zutaten (für zwölf Muffins)

  • 200 g Mehl
  • 50 g Stärke
  • 3 TL Backpulver
  • 2 Eier
  • 150 g Zucker
  • 150 g Butter
  • 200 g Saure Sahne
  • 200 g getrocknete Aroniabeeren
  • 100 g Puderzucker
  • 2 EL Aroniasaft
  • 2 EL Vanillezucker
  • Salz

Zubereitung
Lassen Sie die getrockneten Aroniabeeren über Nacht im Aroniasaft einweichen. Am nächsten Tag heizen Sie den Backofen auf 175 Grad (Umluft, Ober- Unterhitze 200 Grad) vor und legen eine Muffinform mit Papierförmchen aus.
Mischen Sie das Mehl, die Stärke und das Backpulver in einer Schüssel. Anschließend schlagen Sie die Eier, den Zucker, die Butter, den Vanillezucker und eine Prise Salz in einer weiteren Schüssel schaumig auf. Im Anschluss geben Sie die Saure Sahne hinzu. Rühren Sie die Mehlmischung ein. Zuletzt ziehen Sie die Aroniabeeren unter.
Füllen Sie den Teig in die Förmchen und lassen Sie alles für 25 bis 30 Minuten goldbraun backen. Zum Abschluss lassen Sie die Muffins abkühlen und geben danach den Aroniasaft und den Puderzucker drüber.

 

Aroniabeere: Warum Sie nicht zu viele essen sollten

Aroniabeeren haben – wie viele Rosengewächse – einen hohen Anteil an Blausäure. In der Regel ist eine Überdosierung nicht möglich. Trotzdem sollten Sie es mit dem Verzehr der Früchte nicht übertreiben, da sonst Magenbeschwerden auftreten können. Zudem sorgt der intensive blaue Farbstoff der Frucht für eine kurzzeitliche Blaufärbung der Zunge und Zähne.

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Alternativen zur Aroniabeere

Die Aroniabeere ist ein typisches Beispiel für einen gemachten Trend. Natürlich ist die Frucht gesund und bietet viele wertvolle Inhaltsstoffe. Gerade Antioxidantien sind in ihr überproportional hoch enthalten. Trotzdem bieten dies auch viele andere Beerensorten. Heidelbeeren und Brombeeren beispielsweise sind überaus gleichwertig zur Aroniabeere. Möchten Sie auf Pulver oder Kapseln der Aroniabeere zurückgreifen, achten Sie auf das Herstellungsland. Auch die getrockneten Früchte sollten Sie aus Deutschland aus biologischem Anbau kaufen. Viele Länder haben nicht unsere strengen Richtlinien und nehmen es mit Pflanzenschutzmitteln und Pestiziden nicht sonderlich genau. 

 

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