Aroniabeere: Warum gilt sie als Superfood?

Redaktion PraxisVITA

Die Aroniabeere gilt als heimisches Superfood. Sie wird als Schönheits- und Nahrungsergänzungsmittel beworben. Kaufen kann man sie als Saft, in Kapsel- oder Pillenform. Auch getrocknet ist sie erhältlich. Doch was steckt in der sogenannten Apfelbeere? 

Aroniabeeren am Strauch
Die Aroniabeere enthält verschiedene Mineralstoffe und vor allem viele Antioxidantien Foto:  iStock-519651536 Design_kuch
Inhalt
  1. Die Aroniabeere – eine Vitaminbombe
  2. Warum ist die Aroniabeere gesund?
  3. Wie schmeckt die Aroniabeere?
  4. Warum darf man nicht zu viele Aroniabeeren essen?
  5. Wie ist die Wirkung von Aronia einzuschätzen?
 

Die Aroniabeere – eine Vitaminbombe

Die Aroniabeere gehört zur Familie der Rosengewächse und hat ihren Ursprung im östlichen Nordamerika. Nach Deutschland schaffte es die Apfelbeere Ende des 19. Jahrhunderts als Ziergewächs wegen ihrer schönen Blüten. Lange Zeit wusste man hierzulande nichts von den positiven Eigenschaften der Aroniabeere. Erst in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurdem die Inhaltsstoffe der Beere genauer untersucht.

Wie viele Obstsorten, ist auch die Beere der Aronia-Pflanze reich an Vitamin C. Aber auch die Vitamine A, E, K und B sind in ihr enthalten. Deswegen gilt die Aroniabeere auch als Kraftstoff für das Immunsystem. Zudem enthält sich reichlich Mineralstoffe wie:

  • Kalzium
  • Kalium
  • Eisen
  • Magnesium 

Die Apfelbeere strotzt darüber hinaus vor Antioxidantien. All diese Inhaltsstoffe brachten ihr den Titel Superfood ein.

Eine Papiertüte voll mit verschiedenen Gemüse- und Obstsorten
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Warum ist die Aroniabeere gesund?

Klar, Vitamin C ist gut für unser Immunsystem, Magnesium stärkt die Muskeln und Kalzium ist gut für unsere Knochen. Aber gerade die vielen Antioxidantien machen die Aroniabeere so interessant. Sie binden freie Radikale in unserem Körper, die durch verschiedene Stoffwechselprozesse anfallen. Freie Radikale gelten als Auslöser für die unterschiedlichsten Krankheiten, darunter Rheuma, Diabetes, Herzinfarkt, ein schnellerer Alterungsprozess und Krebs. 

Deswegen ist es für unseren Körper wichtig, immer auf genügend Antioxidantien zurückgreifen zu können. Des Weiteren soll die Aroniabeere entzündungshemmend, cholesterinsenkend und blutzuckersenkend sein. Diese Eigenschaften sind bisher aber nicht bewiesen.

 

Wie schmeckt die Aroniabeere?

Der Geschmack der frischen Aroniabeere ist herb bis bitter. Aus diesem Grund wird sie im Verkauf meist nur getrocknet angeboten. Denn mit Verringerung des Wasseranteils steigt der Zuckeranteil und die Frucht wird süßer. Auch als Pulver oder in Kapselform ist die Aroniabeere erhältlich.

Durch ihren herben Geschmack eignet sich die Aroniabeere am besten in süßen Speisen, beispielsweise

  • als Konfitüre 
  • in Smoothies oder 
  • in Shakes. 

Dann mischt man sie am besten mit süßeren Früchten wie Bananen oder auch Kiwi. Besonders beliebt ist die Apfelbeere allerdings beim Backen.

Hände mit Acerola-Kirschen in Nahaufnahme
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Warum darf man nicht zu viele Aroniabeeren essen?

Aroniabeeren haben – wie viele Rosengewächse – einen hohen Anteil an Blausäure. In der Regel ist eine Überdosierung nicht möglich. Trotzdem sollte man es mit dem Verzehr der Früchte nicht übertreiben, da sonst Magenbeschwerden auftreten können. Zudem sorgt der intensive blaue Farbstoff der Frucht für eine kurzzeitliche Blaufärbung der Zunge und Zähne.

 

Wie ist die Wirkung von Aronia einzuschätzen?

Die Aroniabeere ist ein typisches Beispiel für einen gemachten Trend. Natürlich hat Aronia eine positive Wirkung und bietet viele wertvolle Inhaltsstoffe. Gerade Antioxidantien sind in ihr überproportional viel enthalten. Das gilt aber auch für viele andere Beerensorten. Heidelbeeren und Brombeeren beispielsweise sind genau so gesund wie Aronia. 

Will man auf Pulver oder Kapseln der Aroniabeere zurückgreifen, sollte man auf das Herstellungsland achten. Viele Länder haben nicht die hiesigen strengen Richtlinien und nehmen es mit Pflanzenschutzmitteln und Pestiziden nicht sonderlich genau. Auch getrocknete Aroniabeeren sollte man aus Deutschland und aus biologischem Anbau kaufen.

Beeren im Korb
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Quellen:

Braune, Tanja (2016): Aronia – Das heimische Superfood: Schmeckt gut, tut gut, Bad Wörishofen: Kneipp Verlag
Gefälscht, belastet, unnötig: Exotisches Superfood, in: pharmazeutische-zeitung.de
Trendbeere Aronia, in: verbraucherzentrale.de
Was ist dran: Aronia zur Krebsprävention?, in: krebsinformationsdienst.de

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