Arnika bei Wespenstichen: Natürliche Hilfe gegen Juckreiz und Schmerzen

Redaktion PraxisVITA

Sanft, super schnell und sehr wirkungsvoll: Warum Arnika die beste natürliche Hilfe bei Wespenstichen ist und wie die Heilpflanze richtig angewendet wird.

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Die meisten Insektenstiche sind nur im ersten Moment wirklich schmerzhaft – um dann längere Zeit quälend zu jucken. Werden die betroffenen Stellen aufgekratzt, kann das zu lästigen und oftmals langwierigen Entzündungen führen. Soweit muss es nicht kommen: Arnika verschafft bei einem Wespenstich schnell Linderung. Für andere Insektenstiche ist die Heilpflanze ebenso gut geeignet.

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Warum Arnika bei einem Wespenstich hilft

Die Heilpflanze ist seit dem Mittelalter als Arznei bekannt. Und noch heute wird sie zur Behandlung von verschiedenen Beschwerden eingesetzt. So lindert Arnika Muskelzerrungen und Faserrisse und lässt Blutergüsse schneller abklingen. Innerlich hilft sie bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

Arnika hat drei Eigenschaften, die bei einem Wespenstich helfen: Sie wirkt entzündungshemmend, abschwellend und schmerzlindernd. Verantwortlich dafür ist das in Arnika enthaltene Helenalin. Noch dazu enthalten Arnika-Blüten ätherische Öle, Farb- und Bitterstoffe, die antibakteriell wirken. In Laboruntersuchungen kam zudem heraus, dass Extrakte der Heilpflanze die Histaminfreisetzung hemmen. Der Körper schüttet das Hormon als Reaktion auf das Insektengift vermehrt aus – mit der Folge, dass die betroffene Stelle anfängt zu jucken.

 

Arnika wirkt bei allen Insektenstichen

Brennen, Juckreiz und Schmerzen – das sind Beschwerden, die jeder Insektenstich hervorruft. Aus diesem Grund zeigt Arnika nicht nur gegen Wespenstiche eine Wirkung. Stiche von Bienen, Hornissen, Mücken und Bremsen lassen sich ebenso gut mit Arnika behandeln. Wichtig ist jedoch, dass Sie zunächst den Stachel entfernen, wenn dieser noch in der Haut steckt.

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Vor der Behandlung sollten Sie sich gründlich die Hände waschen, um die Einstichstelle vor Krankheitserregern zu schützen. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie einen möglicherweise verbliebenen Insektenstachel entfernt haben.

 

Insektenstiche behandeln mit Arnika-Salben und -Tinkturen

Ideal zur Behandlung von Wespenstichen und anderen Insektenstichen ist Arnika als Salbe oder Gel aus der Apotheke. Diese sollten mehrmals täglich auf die Einstichstelle aufgetragen werden. Tinkturen aus Arnika sollten nur verdünnt zur Behandlung von Insektenstichen auf den Schleimhäuten aufgetragen werden. Äußerlich kann die Tinktur in Form eines kalten Umschlags die Schmerzen schnell lindern.

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Apotheken bieten fertige Arnika-Tinkturen an – Sie können sie aber auch leicht selber machen: Benutzt werden die getrockneten Blütenstände. Aus ihnen wird ein Sud gewonnen, der für Umschläge genutzt werden kann. Zur Herstellung des Suds werden zwei Teelöffel getrocknete Blütenstände mit 150 ml kochendem Wasser übergossen. Anschließend 10 Minuten ziehen und das Wasser vollständig abkühlen lassen, bevor Sie es verwenden. 

Allergiker sollten bei der Anwendung von Arnika vorsichtig sein, da die Pflanze zu den Korbblütlern zählt und daher häufig Allergien hervorruft.

 

Arnika-Globuli bei einem Insektenstich richtig anwenden

Eine Alternative und Ergänzung zu Salben und Tinkturen zur Behandlung von Insektenstichen sind Arnika-Globuli in der Potenz D6. Täglich drei- bis achtmal eingenommen, reduzieren sie nicht nur die Beschwerden, sondern unterstützen auch die Wundheilung.

Arnika hat sich bei Wespenstichen und anderen Insektenstichen als natürliche Behandlungsmethode bewährt – bei Anzeichen von allergischen Reaktionen (starke Schwellungen, Atemnot und Herzrasen) sollten Sie jedoch sofort einen Arzt aufsuchen.

Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Homöopathie wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch ist Homöopathie als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

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