Arganöl: Anwendung und Nutzen des Öls

Redaktion PraxisVITA

Arganöl ist nicht ohne Grund eines der teuersten Öle: Als Pflegeprodukt sorgt es für glänzendes Haar und eine schöne Haut, während es als Lebensmittel unter anderem Krebs vorbeugen soll. 

Inhalt
  1. Die Herstellung von Arganöl
  2. Inhaltsstoffe von Arganöl
  3. Arganöl für die Haare
  4. Arganöl für das Gesicht
  5. Arganöl in der Küche
  6. Arganöl – wie wendet man es an?

Das Öl der Arganfrucht ist nicht nur gesund, sondern auch noch etwas ganz Besonderes. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Ölen wird es auf eine ganz spezielle Art geerntet – und das an einem der exotischsten Orte der Welt.

Arganöl ist eines der teuersten und exklusivsten Öle, die derzeit erhältlich sind. Bei uns ist es in erster Linie durch seine Verwendung in Kosmetikprodukten bekannt – andernorts wird es aber auch als Speiseöl verwendet. Arganöl kommt aus dem südwestlichen Marokko. Aus den Früchten des Arganbaums wird das Öl hergestellt wird.

 

Die Herstellung von Arganöl

Die Herstellung des Öls aus der Arganfrucht ist aufwendig und erfolgt durch lokal ansässige Bauern. Die Frucht, die im Sommer vom Baum fällt, wird vom Boden aufgelesen. Auch die Weiterverarbeitung erfolgt per Hand: Fruchtreste werden von den Beeren entfernt, sodass nur der Kern übrig bleibt.

Die weitere Herstellung erfolgt optional mit gerösteten oder nicht gerösteten Kernen. In diesen steckt der Samen der Frucht, der mit Steinen aus dem Kern herausgeklopft wird. Mit einem speziellen Blechmühlensystem werden die Samenplättchen gemahlen, dann wird Wasser hinzugefügt. Es entsteht eine Masse, die anschließend per Hand geknetet und gerührt wird, um das duftende Öl zu gewinnen.

Für marokkanische Bauern stellt die Gewinnung des Arganöls auf traditionelle Art häufig die einzige Lebensgrundlage dar. Längst gibt es aber auch eine maschinelle Gewinnungsart, die schneller und effizienter ist. Sie raubt den Bauern jedoch ihre Lebensgrundlage. Das Gebiet, auf dem die Arganbäume in Marokko wachsen, wurde daher 1998 von der UNESCO zum Weltkulturerbe und Biosphärenreservat erklärt.

 

Inhaltsstoffe von Arganöl

Arganöl ist für seine wertvollen Inhaltsstoffe bekannt. Es besteht zu 80 Prozent aus ungesättigten und zu 20 Prozent aus gesättigten Fettsäuren. Es enthält eine Menge Vitamin E, das wegen seiner antioxidativen Wirkung wichtig für den menschlichen Organismus und die Zellerneuerung ist. Es hilft außerdem, Krebs und Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems vorzubeugen. Antioxidantien können zudem vor freien Radikalen schützen und den Alterungsprozess verlangsamen. Aufgrund der enthaltenen Phytosterine (1300 bis 2000 mg pro Liter Öl) hilft das Öl der Arganfrucht außerdem dabei, den Cholesterinspiegel niedrig zu halten.

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Arganöl für die Haare

Die Anwendungszwecke von Arganöl sind vielfältig. Man kann das Produkt etwa für die Haarpflege nutzen. Es soll dabei helfen, die Elastizität von beanspruchtem Haar zu verbessern, alte Schäden zu reparieren und neuen Schäden vorzubeugen. Arganöl sorgt dafür, dass die Haare ihre Feuchtigkeit im Inneren nicht verlieren. Auch die Kopfhaut profitiert von einer Behandlung mit dem Öl: Es fördert die Durchblutung, beugt Schuppen vor und soll auch zu einem gesunden Wachstum der Haare beitragen. Hierfür wird das Arganöl entweder als Haarkur verwendet oder in die Haare einmassiert.

 

Arganöl für das Gesicht

Besonders gut geeignet ist das Öl der Frucht für das Gesicht. Dabei kann es sowohl gegen trockene als auch gegen fettige Haut angewendet werden. Es soll nicht nur einen strahlenden Teint fördern, sondern auch Falten glätten und dadurch das Gesicht verjüngen. Auch Narben oder Schwangerschaftsstreifen werden durch eine Massage mit dem Öl gemildert.

Arganöl wird zudem oft bei Schuppenflechte, Akne und Neurodermitis eingesetzt – entweder zur Linderung der Symptome oder als vorbeugende Maßnahme. Mit ein paar Esslöffel des Öls kann man auch der ungeliebten Orangenhaut entgegenwirken.

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Arganöl in der Küche

Das Öl der Arganfrucht ist für die Küche bestens geeignet. Bei einem Siedepunkt von 250 Grad Celsius kann es zum Braten oder Backen verwendet werden. Sein nussiger Geschmack macht das Arganöl sehr beliebt, weil man kalte Gerichte damit wunderbar verfeinern kann.

 

Arganöl – wie wendet man es an?

Arganöl wird in Pflegeprodukten verwendet. So findet sich das Öl in Shampoos, Cremes oder in Lotions. Es kann aber auch direkt auf Haut und Haare aufgetragen oder einmassiert werden. Als Zusatz in Speisen kann man Arganöl genau wie Oliven- oder Sonnenblumenöl verwenden.

Arganöl, in: oelerini.com

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