Aqua-Jogging: Gelenkschonendes Training mit hoher Wirkung

Redaktion PraxisVITA

Aqua-Jogging ist eine gelenkschonende Trainingsmethode für jedes Alter - und dabei extrem effektiv.

Personen machen Sport im Wasser.
Aqua-Jogging ist ein gelenkschonender Sport im Wasser Foto:  istock/fatcamera
Inhalt
  1. Was ist Aqua-Jogging?
  2. Die Vorteile von Aqua-Jogging
  3. Ausrüstung: Auftriebshilfe und Gewichte erleichtern Aqua-Jogging
  4. Ablauf: So funktioniert Aqua-Jogging

Aqua-Jogging ist schon seit langer Zeit eine beliebte und schonende Art, Sport zu machen und kann dabei sehr schweißtreibend sein. Alle Infos über den Wassersport.

 

Was ist Aqua-Jogging?

Aqua-Jogging ist eine Cross-Trainingsmethode und kann auch zur Regeneration und zu Rehabilitationszwecken angewendet werden. Früher einmal verlacht als reiner Seniorensport, gilt es längst als wichtiges Ersatztraining für Profiläufer und als gelenkschonender Sport für Menschen jeden Alters – und das ganz ohne Verletzungsrisiko.

Aqua-Jogging gelangte immer mehr in den Fokus von Sportlern und Sportmedizinern, weil es – im Gegensatz zu Radfahren oder dem Training am Crosstrainer – dem Laufen im Wald oder auf der Straße ähnlich ist. So bietet das Workout gerade für Laufprofis, die im Winter oder bei schlechtem Wetter nicht ihr übliches Pensum schaffen, eine perfekte Alternative.

Auf der anderen Seite dient Aqua-Jogging der Rehabilitation nach Wettkämpfen oder als ruhigere Trainingsphase zwischen Hochleistungsetappen, es ist aber auch nützlich zum Wiedererlernen von Bewegungsabläufen nach schwerer Krankheit oder nach einer OP. Darüber hinaus ist es für alle Menschen mit Gelenkproblemen die perfekte Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen.

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Die Vorteile von Aqua-Jogging

Man belastet die Gelenke und Sehnen der Beine weitaus weniger als beim herkömmlichen Lauftraining. Denn sie müssen nicht das eigene Körpergewicht über Waldboden und Beton tragen, sondern arbeiten “nur” gegen den Widerstand des Wassers – was zwar anstrengend und fordernd, aber dennoch gelenkschonend ist. 

Die Vorteile des Wassersports im Überblick:

  • Verbesserung der Laufform
  • mehr Flexibilität
  • mehr Kraft
  • gelenkschonend
  • kein Verletzungsrisiko

Mit der richtigen Anleitung ist Aqua-Jogging aber nicht nur eine nasse Variante des Joggens und unterstützt Läufer bei ihrem Training abseits der Rennstrecke. Tatsächlich ist es ein anspruchsvolles Workout für den gesamten Körper. Denn es beansprucht Beine, Arme, Schultern und die Haltemuskulatur des Rumpfs gleichermaßen. Dazu kommt, dass durch den Widerstand des Wassers die Muskulatur einer ständigen sanften Ganzkörpermassage ausgesetzt ist – die verspannte Muskulatur wird durchgehend gelockert.

 

Ausrüstung: Auftriebshilfe und Gewichte erleichtern Aqua-Jogging

Neben der normalen Badebekleidung nutzt man einen sogenannten Aqua-Jogging-Gürtel. Damit kann man sich auf die Bewegungsabläufe konzentrieren und muss nicht ständig mit den Armen rudern, um an der Wasseroberfläche zu bleiben. Der Gürtel aus Schaumstoff dient als Auftriebshilfe. Alternativ kann man auch eine Weste nutzen, die etwas stärker wärmt und eine bessere Stabilität gewährleistet. Der höhere Komfort schlägt sich allerdings im höheren Preis nieder. Grundsätzlich reicht aber der Schaumstoffgürtel vollkommen aus. Wer es sich noch ein wenig schwerer machen will, kann zusätzlich Gewichte in Form von Handschuhen an den Händen tragen.

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Ablauf: So funktioniert Aqua-Jogging

Obwohl die Technik beim Aqua-Jogging keine hohe Wissenschaft ist, lernt man sie am besten in einem Kurs. Zu eingängiger Musik macht der Trainer die einzelnen Übungen vor und erklärt den Effekt.

Grundsätzlich geht es aber darum – wie der Name bereits besagt – die Laufbewegung vom Joggen unter Wasser nachzuahmen. Man führt lange Schritte aus, die Beine sind dabei leicht angewinkelt. Die Arme führt man, ebenfalls leicht angewinkelt, eng am Körper vorbei nach vorne und nach hinten.

Für Beginner ungewohnt: Das alles passiert natürlich in Zeitlupe, da der Wasserwiderstand schnelle Bewegungen verhindert. Man kommt also zunächst nicht richtig in Schwung. Um Abwechslung ins Training zu bekommen, kann man Varianten einführen: Größere Schritte, ausladendere Armbewegungen oder Moves, die an Treppensteigen erinnern, lassen das Workout im Wasser nie langweilig werden. Im Gegenteil, je intensiver die Bewegungen beim Aqua-Jogging ausgeführt werden, desto mehr wird das Herz-Kreislauf-System in Schwung gebracht.

Quellen:

Aqua-Jogging: Jan Fitschen erklärt, wie’s geht, in: laufen.de

3 Scientifically Supported Tips to Help You Get the Most out of Pool Running: The Latest Research, in: runnersconnect.net

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