Apfelessig-Diät: Gesund abnehmen

Redaktion PraxisVITA

Eine Apfelessig-Diät soll wahre Wunder bewirken. Sie soll überschüssige Fettpolster schnell zum Schmelzen bringen und den Körper mit jeder Menge wertvollen Nährstoffen versorgen. Apfelessig gilt als extrem gesund, aber nützt er auch beim Abnehmen? Ein Überblick über die Apfelessig-Diät.

Ein paar Äpfel und Apfelessig in einer Karaffe
Foto:  istock_YelenaYemchuk
Inhalt
  1. Was sind die positiven Effekte von Apfelessig?
  2. Was verspricht die Apfelessig-Diät?
  3. Was muss bei der Apfelessig-Diät beachtet werden?
  4. Wie funktioniert die Apfelessig-Diät?
  5. Wie macht man Apfelessig selbst?

Mit einer Apfelessig-Diät nimmt man ab und tut zusätzlich viel für seine Gesundheit. Apfelessig möchte man zwar nicht gerne in größeren Mengen zu sich nehmen, aber man sollte es. Denn Apfelessig hat zahlreiche positive Effekte auf unsere Gesundheit!

 

Was sind die positiven Effekte von Apfelessig?

Apfelessig hat einen sehr guten Ruf. In der Naturheilkunde hat er schon lange seinen Platz auch außerhalb der Küche. Dabei gilt Apfelessig als wahres Wundermittel für alle möglichen Wehwehchen: Apfelessig soll den Cholesterinspiegel senken, den Insulinhaushalt regulieren, den Blutdruck senken und die Verdauung anregen. Deshalb wird Apfelessig zum Abnehmen empfohlen – mithilfe der Apfelessig-Diät. Aber auch äußerlich kann er angewendet werden. Beispielsweise gegen Schuppenflechte oder für starkes, glänzendes Haar. Und bei kleinen Wunden wirkt er antibakteriell und fördert die Wundheilung.

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Was verspricht die Apfelessig-Diät?

Die Apfelessig-Diät verspricht problemloses, schnelles Abnehmen durch Apfelessig. Grundlage für diese Diät ist eine japanische Studie aus dem Jahre 2009. In dieser bisher einzigen Studie zu Apfelessig als Schlankheitsmittel fanden die japanischen Wissenschaftler heraus, dass Apfelessig, verdünnt vor jeder Mahlzeit eingenommen, zu einer erheblichen Gewichtsreduktion führt. Dabei soll der Apfelessig den Appetit hemmen und gleichzeitig den Stoffwechsel anregen. Einfach vor jeder Mahlzeit einen Esslöffel Apfelessig in ein Glas Wasser einrühren und trinken.

 

Was muss bei der Apfelessig-Diät beachtet werden?

Einfach Apfelessig vor jeder Mahlzeit trinken und die Pfunde purzeln im Nu? Das wäre zu schön, um wahr zu sein. Ganz so einfach ist das Abnehmen mit Apfelessig leider nicht. Zwar ist Apfelessig ohne Zweifel gesund. Dass er aber allein für eine Gewichtsreduktion verantwortlich sein soll, ohne dass man seine Ernährung umstellen muss, ist eher ein Wunschtraum. Bei einem passenden Diätplan kann Apfelessig aber unterstützend wirken.

 

Wie funktioniert die Apfelessig-Diät?

Bei einer Apfelessig-Diät wird der Apfelessig grundsätzlich unterstützend eingesetzt. Das bedeutet, dass die gesamte Ernährung umgestellt werden muss. Dies sind wichtigsten Schritte für eine erfolgreiche Apfelessig-Diät:

  • Höchstens drei Mahlzeiten am Tag essen
  • Verzicht auf fettige und zuckerhaltige Lebensmittel
  • Viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte essen
  • Täglich etwas Sport treiben
  • Vor jeder Mahlzeit einen Esslöffel Apfelessig einnehmen. Am besten verdünnt in einem Glas Wasser

Wie bei vielen Diäten ist es weniger der eigentliche Namensgeber, sondern die grundlegende Ernährungsumstellung, die beim Abnehmen hilft. Apfelessig ist eher als Motivator zu sehen. Zumal Apfelessig viele gesunde Inhaltsstoffe bietet, die dem Körper zusätzlich guttun und ihn stärken. Er sollte allerdings nicht ausschließlich für das Purzeln der Pfunde verantwortlich gemacht werden.

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Wie macht man Apfelessig selbst?

Wer einer Apfelessig-Diät beginnen will, kann den erforderlichen Apfelessig zum Abnehmen auch selbst herstellen. Dies geht ganz einfach. Und zwar so:

1. Eine gewünschte Anzahl Bio-Äpfel nehmen oder auch nur die Reste, wie etwa die Schale und das Kerngehäuse.

2. Die Äpfel in Stücke schneiden und in ein großes Einmachglas geben.

3. Pro Kilo Äpfel zwei Esslöffel Zucker hinzufügen.

4. Einmachglas mit Wasser auffüllen, bis sämtliche Reste gut bedeckt sind.

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5. Das Glas mit einem sauberen Tuch abdecken.

6. Ab und zu umrühren. Das vermeidet die Schimmelbildung. Nach einer Zeit entsteht Schaum auf dem Gemisch. Dies ist völlig normal und zeigt, dass der Essig auf einem guten Weg ist.

7. Nach ein paar Tagen beginnen die Früchte nach unten zu sinken und es bildet sich eine feine Essignote. Die Zeit kann je nach der Menge an Zucker, die zugegeben wurde, variieren.

8. Nach spätestens zwei Wochen ist der Essiggeruch intensiv ausgeprägt (je mehr Zucker, desto weniger Zeit braucht es dafür). Nun gießt man das Gemisch durch ein sauberes Tuch in einen neuen Behälter.

9. Jetzt noch einmal mit einem Tuch abgedeckt vier bis sechs Wochen zu Apfelessig vergären lassen.

10. Abschließend nur noch einmal durch ein sauberes Tuch abgießen. Fertig!

Während der Gärung entstehen zunächst Schlieren und später ein geleeartiger Block. Diesen sollte man nicht herausnehmen und auch nicht entsorgen. Bei diesem Block handelt es sich um die Essigmutter – einer Kultur aus Essigsäurebakterien – welche später einem neuen Ansatz zugegeben werden kann, um dessen Gärung zu beschleunigen. Dann hat man immer ausreichend frischen Essig zur Unterstützung der Apfelessig-Diät.

Quellen:

Helmiß, Margot (2013): Natürlich heilen mit Apfelessig: die besten Anwendungen für mehr Wohlbefinden, München: Südwest Verlag

Smith, J.J. (2019): Schlank mit Apfelessig: Die 7-Tage-Kur zum Entgiften, Entschlacken und Abnehmen, München: Riva Verlag

Rosenblum, Harry (2018): Die Essigbibel. Kandern: Narayana Verlag

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