Apfel - natürliche Unterstützung für den Darm

Die im Apfel enthaltenen Pektine können Durchfallerkrankungen lindern. Doch Äpfel sind für noch viel mehr gut. Besonders ein Stoff spielt dabei eine wichtige Rolle.

Äpfel essen bei Durchfall
Äpfel sind ein gutes Heilmittel bei Durchfall. Denn der enthaltene Ballaststoff Pektin beruhigt die Darmwand und bindet Gifte © Fotolia
 

Apfel: Anwendung und Heilwirkung

Definition Apfel

Botanische Bezeichnung: Malus domestica Familie: Rosengewächse (Rosaceae) Gattung: Äpfel (Malus) Art: Kulturapfel

Die in Äpfeln enthaltenen Wirkstoffe gelten als schleimhautschützend, blutgerinnungshemmend und fördern die körpereigene Darmflora. Darüber hinaus besitzen sie eine leicht stopfende Wirkung. Aus diesem Grund werden geriebene Äpfel gerne bei leichten Durchfallerkrankungen sowie Magen-Darm-Entzündungen eingesetzt. Wichtig sind Äpfel darüber hinaus als Vitaminlieferanten. Dies gilt besonders für Vitamin C. Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass der regelmäßige Konsum von Äpfeln vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten wirkt.

 

Im Apfel enthaltene Wirkstoffe

Pektin, Catechingerbsäure, Polyphenole, Kaffeesäurederivate, Fruchtsäuren, Zucker, Vitamine, Mineralsalze, blausäurehaltige Glykoside in den Samen

 

Botanik

Vitamingarant Apfel
Zwischen 10 und 16 Uhr kann der Körper die wertvollen Apfel-Wirkstoffe besonders gut aufnehmen. Tipp: Den höchsten Vitamingehalt hat die Sorte Braeburn© shutterstock

Apfelbäume können je nach Sorte eine Höhe von rund 15 Metern erreichen. Charakteristisch ist eine ausladende Laubkrone. Die an der Unterseite dicht behaarten Blätter sind gekerbt-gesägt und breit elliptisch. Da die Äpfel (Früchte) nicht aus dem Fruchtknoten, sondern aus der Blütenachse entstehen, handelt es sich bei ihnen biologisch um Scheinfrüchte.

 

Verbreitung

Der Apfelbaum wächst weltweit in den gemäßigten Breitengraden. Seine ursprüngliche Heimat liegt wohl in Asien.

 

Andere Namen des Apfels

Kulturapfel

Wissenswertes über den Apfel

Bereits im 8. Jahrhundert vor Christus findet der Apfel als Heilpflanze Erwähnung in einer alten babylonischen Schrift. Nach Mitteleuropa gelangte er im Frühmittelalter. Lange Zeit war er ein wichtiges Lebensmittel, da manche Apfelsorten bis in den Spätwinter gelagert werden konnten und noch heute ist der Apfel eine der verbreitetsten Obstsorten.

In vielen Sagen und Märchen der unterschiedlichsten Kulturen spielt der Apfel eine entscheidende Rolle. So wurde ein goldener Apfel mit der Aufschrift „Für die Schönste“ letztendlich zum Auslöser für den Trojanischen Krieg. Noch heute spricht man deshalb vom sog. „Zankapfel“. Darüber hinaus kennt die griechische Sagenwelt die ewige Jugend schenkenden Äpfel im Garten der Hesperiden. In der mittelalterlichen Herrschaftssymbolik stand der Reichsapfel als Insignie für den Weltherrschaftsanspruch des römisch-deutschen Kaisers.

Auch eines der elementarsten physikalischen Gesetze soll so die Anekdote auf einem Apfel beruhen. Isaac Newton soll durch die Beobachtung eines vom Baum fallenden Apfels zu seinem Gravitationsgesetz inspiriert worden sein.

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