Anusara Yoga: Der perfekte Yoga-Stil für Anfänger

Redaktion PraxisVITA

Anusara Yoga wurde in den 1990er Jahren in den USA entwickelt. Dabei geht es vor allem um sehr präzise ausgeführte Haltungen. Besonders für Anfänger ist dieser ruhige Yoga-Stil perfekt. 

Inhalt
  1. Was ist Anusara Yoga?
  2. Wie funktioniert Anusara Yoga?
  3. Die drei A’s der Anusara -Praxis
  4. Anusara Yoga: Die fünf Hauptprinzipien
  5. Für wen eignet sich Anusara Yoga?
 

Was ist Anusara Yoga?

Bei dem Wort “Anusara” handelt es sich um einen Sanskrit-Begriff. Dieser bedeutet der Interpretation von John Friend nach in etwa “in Gnade fließend” oder auch “dem Herzen folgend”. Anusara Yoga ist eine moderne Form des Hatha Yoga und eine Kombination aus der Philosophie des Tantra sowie moderner biomechanischer Erkenntnisse. Durch eine gesunde und ganz präzise Haltung beim Yoga, die von innen bestimmt wird, sollen Körper und Geist in Einklang gebracht werden. Das höchste Ziel jedoch ist, mit dem Göttlichen in Einklang zu kommen oder gar Teil davon zu werden.

 

Wie funktioniert Anusara Yoga?

Anders als viele andere Yoga-Formen des Hatha Yoga hat dieser Stil eine besonders philosophische Grundlage. So kommt es, dass jede Stunde sowohl mit einem Sanskrit-Mantra beginnt, das die Anusara-Energie einberufen soll. Zudem hält der jeweilige Lehrer jeweils zu Beginn jeder Yoga-Stunde einen kleinen philosophischen Vortrag, sogenannte “Dharma Talks”. Die Asanas selbst werden sowohl in Anfänger- als auch in Fortgeschrittenenkursen eher langsam eingeführt und aufgebaut, um eine präzise Haltung zu erreichen. Insgesamt soll jedoch schon ein für das westliche Yoga typischer Flow entstehen.

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Die drei A’s der Anusara -Praxis

In der Theorie, die von John Friend stammt und dem Anusara Yoga zugrunde liegt, gibt es drei Grundelemente, die für die Ausübung dieser Yoga-Form wichtig sind. Diese Elemente sind auch als die drei A’s bekannt und leiten sich von den drei englischen Begriffen: “Attitude”, “Alignment” und “Action” ab.

  • Haltung: Hinter jeder Übung steckt nach John Friend das Herz als treibende Kraft; die Kraft des Herzens bestimmt die Haltung
  • Ausrichtung: Damit bezeichnet Friend das Bewusstsein darüber, dass die einzelnen Teile des Körpers und des Geistes eines Menschen miteinander verbunden sind
  • Handlung: Dabei handelt es sich nach Friend um den natürlichen Energiefluss im Körper, durch den Stabilität und freudvolle Freiheit gewahrt werden

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Anusara Yoga: Die fünf Hauptprinzipien

Die drei A’s stellen so etwas wie den gedanklichen Überbau der Übungen beim Anusara Yoga dar. Die fünf Hauptprinzipien dagegen sind eine Weiterführung aus dem Element der “Ausrichtung”, das eben beschrieben wurde. Bei den fünf Hauptprinzipien handelt es sich um gedankliche Stützen, die helfen sollen, die einzelnen Asanas noch präziser und effektiver auszuführen. Sie lauten:

  • Sich der göttlichen Gnade öffnen: Sei offen, dich in Einklang mit dem Göttlichen zu bringen
  • Muskelenergie: Durch körperliche Anspannung zu einem inneren Punkt hin wird die Haltung stabiler
  • Innere Spirale: Hierbei handelt es sich um die Vorstellung einer sich ausdehnenden Energiespirale, die sich in einzelnen Körperteilen ausweitet
  • Äußere Spirale: Diese Energiespirale läuft gegenläufig, sie zieht sich zusammen und öffnet in der Anusara-Praxis das Herz
  • Organische Energie: Die organische Energie strahlt zu den Rändern des Körpers hin und sorgt für Flexibilität und Freiheit in der Ausübung

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Für wen eignet sich Anusara Yoga?

Anusara Yoga ist ein Yoga-Stil, der sich ganz besonders für Anfänger eignet. Der Grund: Dadurch, dass diese Praxis besonders auf Präzision und eine langsame aber genaue Ausführung bedacht ist, bringt sie einen guten Lerneffekt mit. Außerdem sorgt die Genauigkeit in der Übung der Asanas dafür, dass das Verletzungsrisiko vermindert wird. Die Präzision wird übrigens auch in Kursen für Fortgeschrittene beibehalten. Insgesamt ist Anusara Yoga so anspruchsvoll, dass es auch für Fortgeschrittene interessant ist und bleibt.

Anusara Yoga gehört zu den modernsten und beliebtesten Yoga-Formen. Es ist wirklich perfekt für Einsteiger, aber nicht weniger interessant für Fortgeschrittene. Wer sich mit der Anusara-Praxis beschäftigt, sollte jedoch auch offen für den philosophischen Ansatz und die Spiritualität sein, auf denen die Form aufbaut. Während also reine Sport-Freaks dabei eher nicht auf ihre Kosten kommen werden, ist es perfekt für alle, die einen entspannten und anspruchsvollen Ausgleich suchen – körperlich wie geistig.

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