Angst vor Spritze: Ein kleines Gerät kann helfen

Angst vor Spritzen? Die Erfindung "Comfortably Numb" könnte Betroffene davon befreien
Angst vor Spritzen? Die Erfindung "Comfortably Numb" könnte Betroffene davon befreien © Fotolia

Für alle, die Angst vor Spritzen haben, gibt es jetzt eine gute Nachricht: Studenten der Rice Universität in den USA haben ein Gerät entwickelt, das den Schmerz beim Einstechen der Nadel lindert.

„Zielgruppe sind alle, die eine Injektion bekommen müssen. Also praktisch jeder“, sagt Greg Allison, einer der Entwickler des Geräts. „Es bietet sich aber besonders für Menschen an, die ein hohes Schmerzempfinden haben. Also zum Beispiel Kinder“

 

Einstichstelle gezielt betäubt

Der etwa daumengroße, zylinderförmige Behälter enthält zwei Kammern. Die obere ist mit Wasser gefüllt und die untere mit Ammoniumnitrat. Sobald man die Kammern gegeneinander dreht, mischen sich die beiden Substanzen und lösen eine endotherme Reaktion aus. Das heißt, die Lösung kühlt sich ab. Wird der Zylinder auf die Haut gedrückt, dann betäubt er genau die Einstichstelle.

Passend zu seiner betäubenden Wirkung gaben die Entwickler dem Gerät den Namen "Comfortably Numb" - angelehnt an den gleichlautenden Liedtext der Rockband Pink Floyd.

Das gesamte Produkt soll am Ende für einen Preis von unter zwei Dollar erhältlich sein. Dazu nutzt das Team um Allison Ammoniumnitrat, das auch in normalen Kühlpaketen enthaltenen ist. Die festen Teile des Gerätes kann ein 3-D-Drucker herstellen und es lässt sich im Hausmüll entsorgen.

Hamburg, 4. Mai 2015

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