Angina pectoris und Bluthochdruck: Wenn das Herz SOS funkt

Herzkrankheit Angina pectoris
Unser Herz spricht zu uns – wir müssen seine Signale verstehen lernen. Eine Angina pectoris äußert sich zum Beispiel durch ein anfallartiges Engegefühl im Brustkorb © Fotolia

Was passiert bei einer Angina pectoris? Woran merke ich, dass mein Blutdruck zu hoch oder zu niedrig ist? Er war selbst betroffen: Professor Grönemeyer verrät Ihnen, was zu tun ist, wenn unser Lebensmotor nicht mehr ganz rund läuft.

 

Herzenge: Angina pectoris

Die Angina Pectoris ist ein anfallartig auftretendes Engegefühl im Brustkorb. Es handelt sich dabei eigentlich nicht um eine Krankheit, sondern um ein Symptom der koronaren Herzerkrankung. Sie ist Folge einer Verkalkung der Arterien, die den Herzmuskel versorgen. Die Unterversorgung mit Blut, Sauerstoff und Nährstoffen reizt auch die Nerven. Das verursacht die Schmerzen im Brustkorb.

 

Angina pectoris vorbeugen

Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer
Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer erklärt, was bei Herz- und Blutdruckerkrankungen zu tun ist© Imago

Wie immer gilt: Einzig ein gesunder Lebensstil kann vorbeugen. Das heißt: keine Zigaretten, keine überflüssigen Pfunde, genügend Entspannungs-Phasen und eine gesunde Ernährung.

 

Symptome einer Angina pectoris

Das Engegefühl wird begleitet von Atemnot und Angstgefühlen. Auch Schweißausbrüche, Schwindel oder Erstickungs-Angst treten auf. Übrigens: Frauen fühlen sich oft auch nur abgeschlagen, sind kurzatmig oder klagen über Würgereiz und Übelkeit.

 

Therapie bei Angina pectoris

In jedem Fall möglichst schnell ins Krankenhaus. Dort wird geklärt, was die Angina Pectoris ausgelöst hat. Die Therapie erfolgt dann schrittweise, je nach vorliegendem Schweregrad. Schon mit einem Rauchstopp, einer Diät und regelmäßiger körperlicher Aktivität kann man deutliche Erfolge erzielen. Es stehen verschiedene Medikamente zur Senkung der jeweiligen Risikofaktoren zur Verfügung.

 

Blutdruck-Erkrankungen

Es gibt zwei Probleme, die man mit seinem Blutdruck haben kann:

1. Der Blutdruck ist zu niedrig: Den Betroffenen wird „schwarz vor Augen", es droht Bewusstlosigkeit. Meist ist ein niedriger Blutdruck aber harmlos.

2. Der Blutdruck ist zu hoch: Das kann ernste Erkrankungen auslösen.

 

Blutdruck-Erkrankungen vorbeugen

1. Niedriger Blutdruck: Man kann kaum vorbeugen. Bei jungen Frauen tritt das Problem oft ohne erkennbaren Grund auf. Dazu kann er durch Medikamente ausgelöst werden, durch Bettlägerigkeit oder Herzerkrankungen.

2. Erhöhter Blutdruck Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress sowie Nikotin und Alkohol erhöhen stark das Risiko. Versuchen Sie, sie zu vermeiden!

 

Symptome bei Blutdruck-Erkrankungen

1. Niedriger Blutdruck: Die Patienten fühlen sich matt und unkonzentriert. Dazu können Schwindel, Schweißausbrüche und Übelkeit kommen.

2. Erhöhter Blutdruck: Die Betroffenen bemerken das Problem meist gar nicht!

 
 

Therapie bei Blutdruck-Erkrankungen

1. Niedriger Blutdruck: Bewegung, Wechselduschen und Saunagänge bringen den Kreislauf auf Trab. Selten werden Medikamente verschrieben.

2. Hoher Blutdruck: Unbedingt die genannten Risikofaktoren abschalten! Zusätzlich werden meist Medikamente verabreicht.

Wichtig: Herzprobleme und Bluthochdruck sind nie zu vernachlässigen. Sprechen Sie mit einem Kardiologen, auch über Sorgen oder psychische Probleme, die Sie vielleicht belasten.

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