Angelina Jolie ließ sich die Eierstöcke entfernen

Angelina Jolie
Nach ihrer Brust-Amputation vor zwei Jahren entschloss sich Angelina Jolie nun auch dazu, ihre Eierstöcke entfernen zu lassen © Corbis

Nach der Brust-Amputation vor zwei Jahren entschloss Angelina Jolie sich jetzt auch zur Entfernung ihrer Eierstöcke, um ihr Krebsrisiko zu minimieren. Warum gerade jetzt, erfahren Sie hier.

2013 hatte sich die US-Schauspielerin die Brüste entfernen lassen, nachdem Ärzte ihr ein Brustkrebs-Risiko von 87 Prozent attestiert hatten. Ihr Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken, wurde nach Untersuchungen auf 50 Prozent eingeschätzt.

Vor zwei Wochen bekam Angelina Jolie Medienberichten zufolge nach einer Routine-Untersuchung einen Anruf von ihrem Arzt – erhöhte Entzündungswerte deuteten auf eine mögliche Krebserkrankung im Frühstadium hin. Der Verdacht bestätigte sich glücklicherweise nicht – doch er gab der Schauspielerin den Anstoß, einen Termin für den Eingriff festzulegen.

Der Eingriff ist gut verlaufen und Angelina Jolie behielt ihre Gebärmutter. Bei der OP setzen ihr die Ärzte auch eine Spirale ein. Eine 2011 in der Fachzeitschrift Lancet Oncology veröffentlichte Studie zeigt, dass dies das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, um etwa 50 Prozent senkt.

 

Angelina Jolie: Warum ist ihr Krebsrisiko erhöht?

Ihre Familie hat Jolie ein schweres Erbe mitgegeben: Die Mutter Marcheline Bertrand erlag mit 56 Jahren dem Eierstockkrebs; ihre Urgroßmutter Virgina Gouwens und ihre Tante Debbie Martin starben im Alter von 53 und 61 Jahren an Brustkrebs.

Grund dafür ist die Mutation des Gens BReast CAncer 1. Frauen mit einer solchen Genmutation haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an Eierstock- und Brustkrebs zu erkranken. Ähnlich ist es bei einer Mutation des Gens BReast CAncer 2. Bei Frauen mit einer erblichen Vorbelastung – das heißt: viele oder frühe Brustkrebsfälle in der Familie – übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den Gentest.

 

Für wen ist die OP sinnvoll?

Die Entfernung der Eierstöcke ist sinnvoll für Frauen, die ein stark erhöhtes Krebsrisiko haben, denn sie minimiert dieses Risiko um rund 97 Prozent. Doch Betroffene müssen bedenken, dass sie nach dem Eingriff nicht mehr fruchtbar sind – Als Vorsorge bieten ihn Mediziner Patientinnen darum erst nach Abschluss ihrer Familienplanung an.

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