Ananas-Diät: Abnehmen mit der tropischen Frucht

Redaktion PraxisVITA

Die Ananas-Diät basiert einzig auf der beliebten tropischen Frucht und soll zu einer schnellen Gewichtsabnahme führen. Doch ist das effektiv – und gesund?

frisch geschnitte Ananas
Ananas-Diät: abspecken mit der sommerlichen Frucht Foto:  istock/anusornsutapan
Inhalt
  1. Vorteile der Ananas
  2. Wie funktioniert die Ananas-Diät?
  3. Nachteile der Ananas-Diät
  4. Kritik an Mono-Diäten
  5. Fazit

Die Ananas-Diät gehört zu den sogenannten Mono-Diäten. Das bedeutet, dass während der gesamten Diätzeit nur ein einziges Lebensmittel konsumiert wird. Im Fall dieser Obst-Diät verzehrt man, über einen Zeitraum von mehreren Tagen, tatsächlich ausnahmslos die tropische Frucht – so soll eine Gewichtsabnahme in kurzer Zeit möglich sein.

 

Vorteile der Ananas

Die Ananas gilt nicht umsonst als äußerst beliebtes Obst. Das darin enthaltene Enzym Bromelain wirkt anregend auf die Fettverbrennung. Gleichzeitig hilft es dem Körper bei der Verdauung. Außerdem ist die Ananas noch kalorienarm (ein ganzes Kilogramm hat nur 590 Kalorien) und besitzt viele Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, die unser Immunsystem unterstützen. Sie enthält darüber hinaus nur sehr wenig Fett. Der Ananas werden noch weitere positive Eigenschaften zugeschrieben: Sie soll entschlackend wirken, den Körper vor freien Radikalen schützen und vorzeitiger Alterung und sogar Krebs vorbeugen. Durch den hohen Gehalt an Tryptophan, einer Vorstufe des Glückshormons Serotonin, kann die Ananas auch die Stimmung aufhellen. Sie ist zudem ein guter Jodlieferant, was wiederum der Schilddrüse zugutekommt.

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Wie funktioniert die Ananas-Diät?

Für die Ananas-Diät gelten prinzipiell nur zwei Regeln, die unbedingt einzuhalten sind: Es darf nur Ananas gegessen werden – und die tägliche Kalorienmenge soll sich auf etwa 1.000 Kalorien beschränken. Somit kann man pro Tag etwa zwei ganze Früchte verzehren. Dazu sollte man unbedingt ausreichend trinken – am besten drei Liter Wasser oder ungesüßten Tee pro Tag. Wichtig ist, dass man nicht bereits fertig geschnittene Ananas aus der Dose konsumiert. Dieser wird in der Regel Zucker zugesetzt was für den geplanten Gewichtsverlust natürlich absolut kontraproduktiv wäre. Somit sollte man die Ananas als ganze Frucht kaufen und selbst zubereiten. So kann man eine zusätzliche Menge von Industriezucker sicher umgehen und von einem gesunden Abnehm-Erfolg ausgehen. Wenn man die Ananas-Diät zwei bis drei Tage durchhält, ist wahrscheinlich eine erste Gewichtsabnahme festzustellen. Zusätzlich Sport zu treiben kann den Effekt intensivieren.

 

Nachteile der Ananas-Diät

Auch wenn man nun vielleicht ein bis zwei Kilo abnimmt: Die negative Seite ist, dass es sich dabei in der Regel nicht um Fett, sondern um Wasser handelt. Und noch schlechter: Wahrscheinlich wurde auch Muskelmasse abgebaut – denn in Ananas stecken keine Proteine, die dem Muskelabbau entgegenwirken könnten. Somit ist die Ananas-Diät zwar eine kurzfristige Option zum Abnehmen – ein nachhaltiger Gewichtsverlust ist damit aber nicht zu erreichen. Da eine derartige einseitige und kalorienarme Ernährung den Insulinspiegel sinken lässt, bleiben auch Heißhungerattacken nicht aus. Außerdem nimmt der Konsument während der Ananas-Diät zu wenig Ballaststoffe, Eiweiße und für den Körper wichtige Mineralstoffe auf. Hinzu kommt, dass radikale Crash-Diäten oft mit einem Jo-Jo-Effekt einhergehen, da sich der Körper, in der Zeit der Diät, auf den sogenannten Hungermodus einstellt. Ernährt man sich nach der Diät wieder normal, kehren somit auch die verlorenen Pfunde meist umso schneller zurück.

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Kritik an Mono-Diäten

Mono-Diäten wie die Ananas-Diät sind in der Tat umstritten: Während die einen auf die entschlackende und fettverbrennende Wirkung von einer Mono-Diät – konkret beispielsweise Mono-Obst-Diäten – setzen, halten andere die Einschränkung auf ein einziges Lebensmittel für kontraproduktiv. Laut der Heilpraktikerin und Ernährungsexpertin mit Spezialisierung auf Stoffwechselgesundheit, Marlen Krausmann, gäbe es prinzipiell keinen Grund, sich auf ein einziges Lebensmittel zu beschränken. Ratsamer sei es, “auf die ganze Bandbreite von den uns zur Verfügung stehenden Lebensmitteln zurückzugreifen”, vorausgesetzt, dass es sich dabei um frische, möglichst unverarbeitete Lebensmittel handelt. Bei Mono-Diäten lässt sich prinzipiell festhalten, dass sie als Crash-Diät – also als eine auf wenige Tage angelegte Diät – unter Umständen durchaus effektiv und für gesunde Menschen auch unbedenklich sein kann. Für eine langfristige Ernährungsweise sind Mono-Diäten definitiv ungeeignet, da es durch die extreme Einseitigkeit des Speiseplans zum gravierenden Nährstoffmangel kommt – egal wie gesund das Lebensmittel ist, das im Zentrum der Mono-Diät steht. Eine ausgewogene Ernährung, reich an Vitaminen, Nährstoffen und Ballaststoffen ist wesentlich für die Gesundheit des Körpers.

 

Fazit

Allein schon wegen der Kalorienreduktion ist es möglich, dass Abnehmen mit der Ananas-Diät relativ schnell funktioniert – zumindest einige wenige Kilos. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass dies kein nachhaltiger Gewichtsverlust ist und man vor allem Wasser (und Muskelmasse) verliert. Somit sollte man die Diät außerdem nur dann ins Auge fassen, wenn man gesund ist. Ebenfalls wird empfohlen vor Beginn der Diät mit einem Arzt zu sprechen.

Wichtig: Die Diät sollte keinesfalls länger als ein paar Tage durchgeführt werden. Wenn man nachhaltig Gewicht verlieren will, sollte man von Mono-Diäten wie der Ananas-Diät definitiv Abstand halten und als langfristige Ernährungsumstellung eine gesunde, abwechslungsreiche Kost mit ausreichend Bewegung ins Auge fassen.

Quellen:

Pineapple Diet Weight loss, in: dietdoc.com

11 gute Gründe, gerade jetzt mehr Ananas zu essen, in: welt.de

Ananas-Diät, in: krank.de

https://krank.de/ernaehrung/diaeten/ananas-diaet/

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