Analfissur: Was die Betroffenen selbst tun können

Mann mit Salbe
Salben mit den Wirkstoffen Lidocain und Bufexamac lindern die Symptome bei einer Analfissur © Fotolia

Analfissuren oder Hämorrhoiden sind unangenehme Leiden. Praxisvita erklärt, wie Sie die Symptome erkennen und behandeln können.

Jeder von uns besitzt im Enddarm, dem letzten Abschnitt unseres Verdauungsorgans, ein so genanntes Hämorrhoidalpolster. Es handelt sich dabei um Schwellkörper, die sich mit Blut füllen können und so für die Feinabdichtung des Enddarms sorgen. Wenn man also von Hämorrhoiden spricht, dann meint man eigentlich Hämorrhoiden-Beschwerden. Die entstehen, wenn sich die natürlichen Hämorrhoidenpolster unnatürlich vergrößern. Das kann in verschiedenen Schweregraden so weit führen, dass die Hämorrhoiden aus dem After treten und sichtbar werden. Typische Beschwerden sind zunächst Jucken, Brennen, Schmerzen, Blutungen und ein Fremdkörpergefühl im After. Um eine Verschlimmerung zu verhindern, ist eine Behandlung dringend erforderlich. Denn Enddarmbeschwerden müssen ihre Ursache nicht immer in den Hämorrhoiden haben. Deshalb sollte ein Arzt das abklären. Wichtig ist, Hämorrhoidialleiden von vornherein zu vermeiden. Das kann man tun:

Entscheidend ist die Ernährung. Sie sollte ausreichend Faser- und Ballaststoffe enthalten, damit eine gute Verdauung gewährleistet ist.

 

Richtige Hygiene im Analbereich

Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt auch die Analhygiene. Der Bereich ist täglich nach dem Stuhlgang gründlich zu reinigen, am besten nur mit klarem Wasser und ohne Seife. Die Kleidung sollte möglichst aus saugfähiger Baumwolle bestehen.

Sehr wichtig ist auch ausreichend Bewegung, zum Beispiel ein spezielles Beckenbodenmuskel-Training.

Auf die Stuhlgangsgewohnheiten kommt es ebenfalls an. Man muss nicht jeden Tag „müssen”. Dreimal am Tag ist für den einen Menschen genauso normal wie dreimal in der Woche für einen anderen. Auf keinen Fall darf der Stuhlgang mit gewolltem Pressen erzwungen werden. Das ist besonders wichtig, wenn schon ein Hämorrhoidialleiden im Anfangsstadium vorhanden ist.

Wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu den Beschwerden kommt, muss man als Betroffener sofort etwas unternehmen. Bewährt hat sich ein Salbenpräparat mit den Wirkstoffen Lidocain und Bufexamac. Man sollte es bei folgenden Diagnosen anwenden: Hämorrhoidialleiden mit entzündlichen Begleiterscheinungen und Blutungen, Analfissuren, Analekzemen und Juckreiz. Wichtig ist, dass die Salbe unmittelbar bei den ersten Anzeichen der Krankheit angewendet wird, um Spätfolgen zu vermeiden.

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