Ammen-Dornfinger-Spinne: Giftspinne in Deutschland auf dem Vormarsch

Sarah Klas

Immer häufiger wird die Ammen-Dornfingerspinne in Deutschland gesichtet. Inzwischen hat sie es sogar bis in den Norden geschafft. Fühlt sich die Spinne bedroht, beißt sie zu - und das kann gefährlich werden.

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Giftspinne breitet sich in Deutschland aus

Nicht nur eklig, auch gefährlich: Die Ammen-Dornfingerspinne taucht inzwischen vermehrt in Deutschland auf. Eigentlich lebt diese in südlicheren Ländern, denn die Spinne fühlt sich ausschließlich bei warmen Temperaturen wohl. Steigende Temperaturen in Deutschland und milde Winter sind nun aber der Grund, dass sich die Dornfingerspinne in ganz Deutschland ausbreitet – sogar im Norden.

 

 

 Ammen-Dornfingerspinne auf einem Blatt.
So sieht die Ammen-Dornfingerspinne aus.   imago images / blickwinkel
 

Ammen-Dornfinger-Spinne erkennen

Zu erkennen ist die Dornfingerspinne an ihrem rot-orangenen Kopf und dem meist gelb bis olivgrünen Hinterteil.

Sie spinnt keine Netze, sondern baut sich ein Nest im hohen Gras aus Grashalmen und Spinnweben. Das Nest ist etwa so groß wie ein Hühnerei. Im hohen Gras hält sie sich am liebsten auf. Nachts geht sie auf die Jagd.

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So gefährlich ist das Gift der Dornfingerspinne

Von Ende Juli bis Anfang September schützen die Weibchen der Ammen-Dornfingerspinne ihre Eier vor Feinden. In dieser Zeit ist die Dornfingerspinne besonders aggressiv. Wird sie gestört, greift sie an. Das passiert meistens tagsüber. Die Spinne kann sogar durch Jeans-Stoff beißen. Ein Biss ähnelt einem Wespenstich. Die Bisspuren der Kieferklauen sind danach noch sichtbar.

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Der Biss der Dornfingerspinne kann Schmerzen, Schwellungen und Schwindel verursachen. Auch Übelkeit, Fieber und Schüttelfrost können auf einen Biss der Spinne folgen. Vereinzelt kann es sein, dass die Lymphknoten anschwellen.

In der Regel ist das Gift unangenehm, für Menschen und auch Tiere aber ungefährlich. Symptome äußern sich bei jedem anders. Die Wunde kühlen hilft bei dem Gift der Dornfingerspinne nicht. Auch Kratzen sollte vermieden werden. Besser ist es, Ruhe zu bewahren und einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen.

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Um erst gar nicht von der Ammen-Dornfingerspinne gebissen zu werden, sollte hohes Gras gemieden werden.

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