Ambrosia-Risikogebiete in Deutschland: Hier breitet sich die gefährliche Pflanze besonders stark aus

Sarah Klas

Die Ambrosia ruft hoch allergische Reaktionen bei Menschen hervor. In Deutschland verbreitet sie sich immer weiter. Warum sie so gefährlich ist und welche Gebiete besonders betroffen sind. 

Handschuh mit Ambrosia
Die Ambrosia-Pflanze ruft hoch allergische Reaktionen hervor Foto:  imago images/imagebroker

Eine 30 cm bis 1,5 Meter hohe stark verzweigte Pflanze, leuchtend grün, unauffällig im hohen Gras. So unscheinbar Beifuß-Ambrosie aussieht, so gefährlich ist sie allerdings. Denn bereits kleine Mengen der Ambrosia können bei Menschen allergische Reaktionen hervorrufen. Diese Reaktionen reichen von Heuschnupfen über Bindehautreizungen bis hin zu allergischem Asthma. Nicht nur wegen der intensiven allergischen Reaktion ist die Pflanze so gefährlich. Anders als bei speziellen Gräsern oder Blüten reagieren die meisten Allergiker auf die Ambrosia - rund 80 Prozent. Das Allergiepotenzial der Beifuß-Ambrosie ist fünf Mal höher als bei Gräserpollen.

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Ambrosia-Risikogebiete in Deutschland

Ursprünglich kommt das grüne Gewächs aus Nordamerika. Die Ambrosia breitet sich jedoch bereits seit den 1990er Jahren vermehrt in Bayern und dem Rest Deutschlands aus. Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) besichtigte am Montag einen Ambrosia-Bestand in Georgensgmünd im Landkreis Roth in Bayern. „Bei den Untersuchungen im Jahr 2019 wurden 45 neue große Ambrosia-Bestände gefunden, sodass die Gesamtzahl der erkannten großen Bestände auf 509 anstieg“, erklärte sie. Der Landkreis Roth sei damit einer der am stärksten betroffenen. Die Dunkelziffer der Bestände liege noch höher.

Die weitere Ausbreitung der Ambrosia solle gestoppt werden. Dafür investiert Bayern jährlich 90.000 Euro. Inzwischen wurde die unkontrollierte Ausbreitung zwar verlangsamt, doch die Bestände steigen weiterhin an. Laut Huml arbeite das Land an einer weiterführenden Strategie.

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Doch auch andere Bundesländer sind von der hochallergischen Pflanze betroffen. Besonders im Süden ist die Ambrosia vermehrt anzutreffen.

Weitere Regionen, wo es viele Ambrosia-Vorkommen gibt:

  • Hessen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Brandenburg
  • Berlin

Genaue Daten zur Verbreitung sind allerdings nur schwer zu erheben. 

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Blütezeit der Ambrosia beginnt erst im August

Allergiker können noch nicht aufatmen: Die gefährliche Ambrosia kommt je nach Wetterlage erst zwischen August und September zur Hauptblüte. Bis zu einer Milliarde Pollen kann eine Pflanze in die Luft lassen. Zu erkennen ist die leuchtend-grüne Pflanze an ihren doppelt fiederteiligen Blättern, dem stark behaarten Stängel, der sich langsam rot verfärbt und dem traubenförmigen Blütenstand an der Treibspitze.

Besonders in den Ambrosia-Risikogebieten sollte Allergiker daher aufpassen.

Ambrosia-Blüte
Der Blütenstand der Ambrosia ist traubenförmig Foto:  iStock/OlyaSolodenko
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