Amaranth: Das alles steckt in dem gesunden Pseudogetreide

Redaktion PraxisVITA

Amaranth hat in den vergangenen Jahren einen regelrechten Senkrechtstart hingelegt. Heute ist es aus keinem gut sortierten Supermarkt mehr wegzudenken. Ein wesentlicher Grund dürfte sein, dass Amaranth extrem gesund ist.

Amaranth-Pflanzen in Nahaufnahme
Amaranth steckt voller Vitamine und Nährstoffe Foto:  iStock-ID 842711220 MLiberra
Inhalt
  1. Amaranth: Wie gesund ist es?
  2. Wie wirkt Amaranth?
  3. Wie schmeckt Amaranth?
  4. Was sind Alternativen zu Amaranth?
 

Amaranth: Wie gesund ist es?

Mittlerweile wird Amaranth angebaut und das hat einen guten Grund: Amaranth ist gesund und steckt voller Vitamine und Nährstoffe. So sind alleine zehn Gramm Ballaststoffe in 100 Gramm Amaranth enthalten. Hinzu kommt der hohe Eiweißgehalt. Satte 15 Gramm Protein befinden sich in 100 Gramm Amaranth. Neben Magnesium, Kalzium, Kalium und Eisen liefert das Pseudogetreide auch die Vitamine B1 und E. Und: glutenfrei ist es auch. Mit 387 Kalorien auf 100 Gramm ist Amaranth zwar energiereich. Doch für gewöhnlich isst man nur wenig davon, etwa im Müsli oder als Backzutat. Zudem hält Amaranth lange satt, sodass es gut zum Abnehmen geeignet ist. 

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Gut zu wissen: Amaranth (auch Amarant geschrieben) ist eine der am weitesten verbreiteten Nutzpflanzen der Welt. Mit Ausnahme der Antarktis wächst sie auf allen Kontinenten der Erde. Dabei bevorzugt die Pflanze mildes bis warmes Klima. Von den rund 90 Arten gibt es heutzutage die meisten in Nordamerika. Dort finden sich 38 verschiedene Gattungen.

 

Wie wirkt Amaranth?

Durch seinen hohen Nährstoffgehalt fördert Amaranth gerade in der dunklen Jahreszeit das Wohlbefinden. Denn das Powerkorn bringt den Serotonin-Haushalt in Schwung. Ähnlich wie bei Schokolade schüttet der Körper daraufhin Glückshormone aus. In der Kosmetik wird gern auf Amaranthöl zurückgegriffen, denn es macht die Haut nicht nur geschmeidig und weich, sondern soll auch ein wirksamer Anti-Aging-Wirkstoff sein. Dazu laufen derzeit Studien.

 

Wie schmeckt Amaranth?

Der Geschmack von Amaranth ist neutral bis leicht erdig. Allerdings kann er von anderen Aromen einfach überdeckt werden. Ein Problem sollte der Geschmack also nicht sein. Übrigens können auch die Blätter der Amaranth-Pflanze gegessen werden. Vom Geschmack ähneln sie Spinat mit einer ganz leichten Bitternote. Auf Kreta gibt es sogar ein eigenes Gericht. Es nennt sich Wlita. Dafür werden die Blätter gekocht und mit Olivenöl, Zitrone, Feta und Zucchini als Salat gereicht.

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Amaranth ist ein gesunder Alleskönner: Man kann das Pseudogetreide ins Müsli wie in einen Smoothie oder Shake geben und es zum Backen und zum Kochen benutzen. Außerdem ist Amaranth auch in gepuffter Form erhältlich, was genau so gesund ist wie die das Pseudeogetreide in seiner Usprungsform. Neben- oder Wechselwirkungen sind bei Amaranth nicht bekannt, sodass es auch keine Verzehrbeschränkungen gibt: Sie können so viel Amaranth pro Tag essen, wie Sie möchten. Dadurch, dass Amaranth kein Gluten enthält, ist es zudem eine gute Alternative für Personen mit einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie).

 

Was sind Alternativen zu Amaranth?

Wer Amaranth nicht mag, kann zu verschiedenen Alternativen greifen. Quinoa beispielsweise hat fast die gleichen Inhaltsstoffe wie Amaranth, bietet aber einen entscheidenden Unterschied: Während Amaranth in Flüssigkeiten aufquillt und weich wird, bleibt Quinoa kernig und fest. Ansonsten bieten auch Chiasamen, Buchweizen und Leinsamen einen guten Ersatz. Zuletzt sei noch gesagt, dass Amaranth (wie auch Quinoa und Chiasamen) keine gute Ökobilanz hat. Denn Amaranth wird oft aus Südamerika importiert. Das ist weder gut für die Umwelt, noch herrschen in vielen südamerikanischen Ländern die gleichen strikten Regeln beim Einsatz von Pestiziden wie in Europa.

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Übrigens: Amaranth wird deshalb Pseudogetreide genannt, weil es ähnliche Eigenschaften wie Getreide besitzt, aber unter eine andere Pflanzengattung fällt. Einen weiteren Unterschied gibt es aber noch: Amaranth ist noch gesünder als einfaches Getreide.

Quellen:

Gefälscht, belastet, unnötig: Exotisches Superfood, in: pharmazeutische-zeitung.de
Miedaner, Thomas; Longin, Friedrich (2012): Unterschätzte Getreidearten – Einkorn, Emmer, Dinkel & Co., Clenze: Agrimedia/Erling Verlag
Ruff, Carola (2017): Amaranth & andere Vitalkörner, Leipzig: Buchverlag

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