Am Sonntag ist Zeitumstellung – jetzt vorbereiten!

Verena Elson Medizinredakteurin
Eine Frau liegt im Bett und hält ihre Hände vors Gesicht
22 Prozent der Deutschen haben Probleme mit der Zeitumstellung, zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag der DAK © iStock

In der Nacht zum 29. Oktober wird wieder an der Uhr gedreht – die Winterzeit beginnt und die Uhren werden eine Stunde zurückgestellt. Vielen Menschen macht das zu schaffen, wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag der DAK zeigt. Praxisvita verrät, wie Sie sich optimal vorbereiten.

Vor allem Frauen leiden unter der Zeitumstellung: Laut der DAK-Umfrage haben sie fast doppelt so häufig Schwierigkeiten damit als Männer (16 versus 28 Prozent). Insgesamt gaben 22 Prozent der Befragten an, schon einmal gesundheitliche oder psychische Probleme mit der Zeitumstellung gehabt zu haben.

Zu den genannten Beschwerden zählten Müdigkeit und Schlappheit (75 Prozent der Betroffenen), Einschlafprobleme oder Schlafstörungen (61 Prozent), Konzentrationsstörungen (36 Prozent), Gereiztheit (29 Prozent) und depressive Verstimmungen (12 Prozent).

 

Tipps gegen den Mini-Jetlag

Die Reaktionen von Körper und Psyche rühren daher, dass bei der Zeitumstellung auch unsere innere Uhr abrupt umgestellt wird. Und je regelmäßiger unser gewohnter Schlaf-Wach-Rhythmus ist, desto empfindlicher reagieren wir auf diese Änderung – der Körper macht eine Art Mini-Jetlag durch. Doch einige Tipps helfen dabei, sich schneller an die Umstellung zu gewöhnen:

Jetzt mit der Umstellung beginnen: Wer jeden Tag etwa zur gleichen Zeit ins Bett geht, hat ein höheres Risiko, Schwierigkeiten mit der Zeitumstellung zu bekommen. In diesem Fall empfiehlt es sich, bereits einige Tage vorher mit der Umstellung zu beginnen und dann jeden Tag beispielsweise 15 Minuten später ins Bett zu gehen.

Dieser Trick hat sich übrigens auch bei Babys und Kleinkindern bewährt – denn die Kleinen haben häufig einen sehr regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus. Eine plötzliche Verschiebung von einer Stunde kann dazu führen, dass sie tagelang müde und quengelig sind. Darum sollte bei ihnen die Umstellung möglichst nach und nach vollzogen werden.

Morgenspaziergang: Je mehr Licht wir in der ersten Tageshälfte abbekommen, desto besser können wir nachts schlafen. Außerdem signalisiert helles Licht unserem Körper, dass die Nacht vorbei ist, und veranlasst ihn, in den „Wach-Modus“ zu wechseln.

Schlafzimmer abdunkeln: Wer Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen hat, sollte sein Schlafzimmer möglichst stark abdunkeln. Das fördert die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin, das uns müde und schläfrig macht.

 

Die gewonnene Stunde sinnvoll nutzen

Die gute Nachricht ist: Das kommende Wochenende dauert eine Stunde länger als gewöhnlich. Wie können Sie diese Stunde optimal für Ihre Gesundheit nutzen? Praxisvita hat die besten Ideen zusammengetragen – lassen Sie sich inspirieren!

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