Alzheimer-Behandlung: Der geheime Wirkstoff im Curry

Curry gegen Alzheimer
Forscher fanden in einem bisher kaum beachteten Bestandteil des Curry-Gewürzes einen Wirkstoff zur Behandlung von Alzheimer © Fotolia

Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr Menschen an Alzheimer. Bisher gibt es für Betroffene weder eine Behandlung noch verfügt die Medizin über exakte Strategien zur Vorbeugung der gefürchteten Krankheit. Ein deutsches Forscherteam fand nun heraus, dass ein bisher kaum erforschter Wirkstoff im Curry eine verblüffende Wirkung zur Behandlung von Alzheimer besitzt. Praxisvita hat für Sie die Fakten.

Eine aktuelle Studie des Institute of Neuroscience and Medicine in Jülich zeigt, dass der sogenannte Gelbwurz (Kurkuma) – ein Bestandteil von Curry – einen bedeutenden neurostimulierenden Einfluss auf das Gehirn hat und auf diese Weise die Regeneration und das Wachstum von Nervenzellen beschleunigt.

Die Forscher fanden heraus, dass bei der Behandlung mit Gelbwurz Nervenzellen in bestimmten Gehirnregionen – wie dem Hippocampus – auf den so verabreichten Wirkstoff Ar-Turmeron reagieren und dadurch beschädigte Neuronen schneller regeneriert werden, die durch Nervenkrankheiten – wie Alzheimer – beschädigt wurden.

 

Nervenzellen werden wiederbelebt

Konkret zeigt die Studie, dass Nervenzellen bereits 72 Stunden nach der Behandlung mit dem Curry-Bestandteil Kurkuma deutliche Regenerationsschübe hatten. Je höher die Konzentration des Wirkstoffes Ar-Turmeron dabei war, desto stärker kam es zu einer Wiederausbildung beschädigter Neuronen. Bei einer optimalen Wirkstoffkonzentration wurde die Regeneration von Nervenzellen so um rund 80 Prozent gesteigert – im Vergleich Neuronen, die nicht mit Kurkuma behandelt worden waren.

Der nun entdeckte Bestandteil Ar-Turmeron ist eine bisher kaum bekannte bioaktive Verbindung im Curry, die dazu eingesetzt werden könnte, Alzheimersymptome zu lindern. Bereits seit einigen Jahren wird die Substanz Curcumin – ebenfalls im Currypulver enthalten – untersucht, der eine entzündungshemmende und neuroprotektive Eigenschaft zugeschrieben wird.

Hamburg, 29. September 2014

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