Altersschwäche: So können wir Frailty hinauszögern!

Im Alter verliert der Mensch an Leistungs- und Widerstandskraft. Die Altersschwäche und Gebrechlichkeit, auch als Frailty bezeichnet, liegt in unserer Natur. Wie zeigt sie sich genau und wie können wir dem Verfall die Stirn bieten?

Altersschwäche: Wie wir sie hinauszögern können!
Altersschwäche ist keine Krankheit, kann sich aber so anfühlen Foto: fizkes

Marasmus senilis ist der Fachbegriff für Altersschwäche

Marasmus senilis (lateinisch) bedeutet wörtlich „schwach werden, Abnehmen der Lebenskraft im Alter“ oder auch „ausdörren, verzehren“. Diese Definition trifft es genau, denn im Alter werden wir schwächer. Wir bilden kaum noch neue Zellen, sondern verbrauchen das Vorhandene und arbeiten dagegen an, dass die Kraft nachlässt. Der Mensch „verzehrt“ sich.

Die Altersschwäche ist ein vollkommen gewöhnliches Symptom und tritt bei allen Menschen auf. Einige sind davon allerdings stärker betroffen als andere, was durch unterschiedliche Ernährung und Lebensweisen zustande kommt, aber auch durch Krankheiten beschleunigt werden kann. Wie stark sich die Altersschwäche auf den Einzelnen auswirkt, hängt auch stark mit dem Fortschritt der Schwäche und der Einschränkung der Körperfunktionen zusammen.

Greise sterben nur selten an Altersschwäche. Meist ist eine bestimmte Krankheit für den Tod von sehr alten Menschen verantwortlich. Forscher:innen der Universität Auckland in Neuseeland haben mehrere Hundert Leichen von über 90-Jährigen untersucht. Ein Viertel der Alten war an einer Herzerkrankung gestorben. Häufige Todesursachen waren auch Lungenentzündungen, medizinische Probleme nach Knochenbrüchen und Hirnschläge. Nur jeder Zwanzigste war an Altersschwäche oder Senilität verstorben, fanden die Forscher:innen heraus.

Altersschwach: Ab welchem Alter geht es los?

Altersschwach oder gebrechlich ist man nicht, weil man krank ist. Das ist ein natürlicher Prozess, der von der Natur so vorgesehen ist. Sie trifft jeden irgendwann mit zunehmendem Alter. Ab ca. 70 Jahren wird man als „alt“ bezeichnet. Unsere Lebenserwartung steigt jedoch Jahr für Jahr. Heute geborene Mädchen werden laut Statistischem Bundesamt im Schnitt 83,4 Jahre alt, Jungen erreichen 78,6 Jahre. Wenn man bedenkt, dass viele Menschen auch weit vorher sterben, kann man davon ausgehen, dass ein Großteil der Menschen sogar noch viel älter werden wird. Doch wie wir alt werden, ist durchaus verschieden, je nach Genetik oder Lebensstil.

Körperliche Schwäche im Alter: Der Schlüssel liegt in der Zelle!

Mit dem 25. Lebensjahr haben wir den Höhepunkt unserer Lebenskraft erreicht, danach beginnt das Altern. Dieses „physiologische“ oder „primäre“ Altern bedeutet, dass auf der Ebene der Körperzellen Altersprozesse hervorgerufen werden, die bei allen Menschen gleich ablaufen. Diese Form des Alterns definiert das maximale Alter, was wir theoretisch erreichen könnten. Ungefähr 120 Jahre! Aber der Zellstoffwechsel nimmt im Laufe der Jahre ab und damit die Körperfunktionen. Dieser Prozess ist nicht aufzuhalten, er tritt unabhängig von Krankheiten auf. Tröstlich, wie gut man sich mit 40, 50, 60 oder auch darüber hinaus noch fühlen kann!

Das sekundäre Altern hingegen beschreibt die Folgen von äußeren Einflüssen wie Krankheiten oder einem ungesunden Lebensstil. Falsche Ernährung, Alkoholkonsum und Rauchen sowie Bewegungsmangel können das Leben verkürzen. Egal, wie wir altern, ob durch den normalen Verlust der Zellfunktionen oder durch äußere Einflüsse: Der Schlüssel für Altersschwäche liegt immer in der Zelle.

Frailty: Die Gebrechlichkeit rechtzeitig erkennen

Manchmal ist es nicht so leicht zu erkennen, ob Angehörige zunehmend gebrechlich werden. Diese sogenannte Frailty bezeichnet eine verstärkte Anfälligkeit im Alter. Die körperliche Verfassung verschlechtert sich natürlicherweise im Alter und durch zunehmende Krankheiten. Hinzu kommen schrumpfende Muskelmasse und Knochendichte. In diesem Zustand hat der Körper immer weniger Puffer, so dass selbst leichte Beschwerden wie eine Erkältung oder ein Sturz kaskadenartig zu schweren Gesundheitsproblemen führen kann.

In der Vorstufe der Gebrechlichkeit, der Prefrailty, können ältere Menschen ihre Selbstständigkeit noch gut durch Bewegungstraining und gute Ernährung erhalten. Wichtig ist es, die Vorboten der beginnenden Gebrechlichkeit rechtzeitig zu erkennen - Fußschmerzen oder ein trockener Mund sollten im Umfeld ernst genommen und rechtzeitig behandelt werden. Immerhin 38,8 Prozent der 65-79jährigen sind von Prefrailty betroffen. 2,8 Prozent der Frauen und 2,2 Prozent der Männer in dieser Altersgruppe leiden dann unter der Frailty, also einer nicht mehr aufzuhaltenden Gebrechlichkeit.

Altersschwäche-Verlauf: Diese Kriterien zeigen die Gebrechlichkeit an

Um abschätzen zu können, wie weit die Altersschwäche schon fortgeschritten ist, werden die Frailty-Kriterien nach Fried zur Definition herangezogen. Gebrechlichkeit kann demnach erkannt werden an:

  • Unbeabsichtigter Gewichtsverlust (> als fünf Kilo oder > als fünf Prozent in drei Monaten oder > 10 Prozent in sechs Monaten)

  • Abnahme der groben Körperkraft (Handkraftmessung)

  • Subjektiv empfundene Erschöpfung

  • Reduzierte Ganggeschwindigkeit

  • Reduzierte allgemeine Aktivität

Sind mindestens drei Kriterien erfüllt, handelt es sich um Frailty, bei ein bis zwei dieser Merkmale kann man von Prefrailty sprechen.

Was sind die Altersschwäche-Symptome?

Altersschwäche ist keine Krankheit, sie kann sich aber genauso anfühlen. Im Alter nehmen die Muskeln des Menschen deutlich ab, durch eine bewegungsarme und sitzende Lebensweise wird dies beschleunigt. Die Gefahr von Stürzen steigt im Alter. Knochenmasse und -dichte sinken ebenfalls, die im Alter weit verbreitete Osteoporose sorgt für eine Schwäche des Bewegungsapparats und damit einhergehende Gesundheitsprobleme wie Knochenbrüche.

Weitere Symptome der Altersschwäche sind:

  • Verminderter Geruchssinn

  • Knochen-/Gelenkschmerzen mit eingeschränkter Beweglichkeit

  • Müdigkeit und Erschöpfung

  • Appetitmangel und Gewichtsverlust

Mit den Jahren verändert sich besonders das Herz-Kreislauf-System. Die Blutgefäße verlieren an Elastizität und Funktionskraft. Dabei kann es zur Arterienverkalkung (Arteriosklerose) mit Durchblutungsstörungen kommen. Den sogenannten Alterskrankheiten wie Herzinfarkt, Demenz oder Schlaganfall wird mit diesen Durchblutungsstörungen die Grundlage gelegt.

Starker Gewichtsverlust im Alter muss nicht sein

Gewichtsverlust, Mangel- und Unterernährung sind ein häufiges Problem bei Menschen im fortgeschrittenen Alter. Die Ursachen sind vielfältig: Neben Erkrankungen und Demenz spielen auch Depressionen und soziale Isolation eine Rolle. Auf der körperlichen Ebene kommen Probleme mit dem Geruchs- und Geschmackssinn und Erkrankungen des Verdauungstraktes hinzu. Auch Nebenwirkungen von Medikamenten können den Appetit und das Gewicht beeinflussen.

Tritt eine Mangelernährung im Alter auf, sollten Familienangehörige, Pflegende oder der behandelnde Arzt frühzeitig eingreifen. Denn die Versorgung des Körpers mit Nährstoffen und Mineralien im höheren Alter ist eine Voraussetzung dafür, dass der Mensch leistungsfähig bleibt. Gemäßigte Bewegung wie leichte Gymnastik und Spazierengehen unterstützen dabei, dass die Muskelkraft erhalten bleibt.

Das Altern: So zögern Sie es hinaus!

In erster Linie ist also eine ausgewogene Ernährung im Alter wichtig. Dabei sollten alle notwendigen Nährstoffe enthalten sein. Angehörige sollten regelmäßig in den Kühlschrank der älteren Person sehen. Wichtig dabei: Betagtere sollten sich eiweißreich ernähren, um die Muskeln zu erhalten.

Appetitlosigkeit ist ebenfalls ein Anzeichen für das Altern, kann aber auch ein Hinweis auf eine Depression oder Vereinsamung sein. Ernährung ist einer der wichtigsten Pfeiler für Vitalität und Lebensfreude, deswegen ist es wichtig, sich die Freude am gesunden Essen zu erhalten.

Ältere Menschen sollten vor allem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Mundtrockenheit ist ein häufiges Symptom im Alter, das manchmal durch Trinken wieder behoben werden kann. Fühlen Sie sich oft müde? Das kann an Flüssigkeitsmangel liegen.

Ausreichende Bewegung und Muskelerhalt sind ebenfalls wichtige vorbeugende Maßnahmen, damit die Schwäche im Alter nicht zur sehr zuschlägt. Besonders die Fußgesundheit ist wichtig. Nachlassende Mobilität zieht eine Beschleunigung der Alterung nach sich. Achten Sie auf regelmäßige Bewegung, sei es durch Spaziergänge oder leichte Gymnastik, die auch im Sitzen ausgeführt werden kann.

Das Altern: Mit pflanzlichen Arzneien vorbeugen und die Altersschwäche natürlich behandeln

Um die Versorgung der Zellen im Körper mit Nährstoffen und Sauerstoff zu verbessern und damit das Herz-Kreislaufsystem zu unterstützen, kann jeder schon lange vor dem Auftreten von Alterserscheinungen mit pflanzlichen Wirkstoffen vorbeugen. Als besonders wirksam hat sich Trockenextrakt aus Weißdornblättern mit Blüten in der Unterstützung von Herz und Kreislauf erwiesen. Schon seit vielen Jahren bekannt ist der positive Einfluss von Weißdorn-Spezialextrakt auf die Durchblutung und die Gefäße. Er enthält einen besonders hohen Anteil an pflanzlichen Schutzstoffen, den oligomeren Procyanidinen. Eine Weißdornpflanze kann mehrere hundert Jahre alt werden. Der wissenschaftliche Name „Crataegus“ (vom griechischen „krataios“ für „hart, mächtig“) ist ein Hinweis auf ihr festes Holz.

Die Wirkstoffe des Weißdorn-Extraktes haben einen besonderen Einfluss auf die Fließfähigkeit des Blutes. Das sorgt dafür, dass auch im Alter die körperliche Leistungsfähigkeit weitestgehend erhalten bleibt. Weißdorn-Extrakt ist gut verträglich und kann auch mit anderen Medikamenten zusammen eingenommen werden. Viele ältere Menschen nehmen täglich eine Reihe von Arzneimitteln, umso wichtiger ist es, dass diese keine Wechselwirkungen haben. Eine Einnahme sollte mindestens über sechs Wochen erfolgen. Um eine Altersschwäche hinauszuzögern, kann dieses pfanzliche Arzneimittel auch dauerhaft eingenommen werden.