Allulose: Zucker ohne Kalorien

Redaktion PraxisVITA

Viele Zuckeralternativen haben zwar keine Kalorien, aber dafür einen unangenehmen Geschmack oder sie hinterlassen ein unangenehmes Mundgefühl. Allulose soll die besten Eigenschaften von Zucker und Süßstoffen vereinen – nahezu keine Kalorien und ein guter Geschmack. Der Zuckerersatz könnte noch dieses Jahr in der EU zugelassen werden. Aber hat Allulose auch Nebenwirkungen?

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Inhalt
  1. Was ist Allulose?
  2. Welche Vorteile hat Allulose-Zucker?
  3. Hat Allulose Nebenwirkungen?
  4. Wo kann ich Allulose kaufen?
 

Was ist Allulose?

Allulose ist kein völlig unbekannter Zuckerersatz. In der Wissenschaft kennt man Allulose auch unter dem Namen Psicose. Es ist ein Monosaccharid, also ein Einfachzucker, kommt in der Natur allerdings nur in so geringen Mengen vor, dass man ihn bisher schlicht ignoriert hat. Jetzt ist es allerdings gelungen, die Zuckeralternative in größeren Mengen aus der Zuckerrübe oder Mais zu extrahieren und mit Enzymen angereichert. Diese bewirken, dass Glucose zunächst in Fructose umgewandelt wird und diese wiederum in Allulose.

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Allulose-Zucker besitzt den gleichen Geschmack wie herkömmlicher Zucker. Das Besondere: In einem Gramm Allulose stecken nur 0,2 Kalorien, während Haushaltszucker vier Kalorien pro Gramm hat.

 

Welche Vorteile hat Allulose-Zucker?

Für unseren Körper ist Zucker ein wichtiger Energielieferant. Allerdings nehmen wir heutzutage viel mehr Zucker zu uns, als wir brauchen. Das Ergebnis: Unser Körper speichert die überschüssigen Kalorien im Fettgewebe ab. Allulose hingegen wird von unserem Körper nicht als Energielieferant erkannt, obwohl er echter Zucker ist. Er kann quasi nirgendwo andocken. Weil Allulose nahezu nicht verstoffwechselt wird, reichert er sich weder in den Fettzellen an noch lässt er den Blutzuckerspiegel wesentlich ansteigen. Besonders Menschen mit Diabetes und Übergewicht profitieren von diesen Eigenschaften.

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Ein weiterer Vorteil: Allulose soll im Gegensatz zu vielen anderen Zuckerersatzstoffen wie Stevia oder Aspartam keinen unangenehmen (Nach)geschmack haben und kein pelziges Mundgefühl hinterlassen. Trotzdem besitzt Allulose die gleiche Süße wie herkömmlicher Zucker.

 

Hat Allulose Nebenwirkungen?

Wenig Kalorien und ein angenehmer Geschmack – das hört sich gut an. Allerdings gibt es auch einen Nachteil. Denn Allulose kann Zucker nur um bis zu 20 Prozent ersetzen, da ein übermäßiger Konsum Verdauungsprobleme wie Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall hervorrufen könnte.

Langfristige gesundheitsschädliche Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt. Auch in diesem Punkt unterscheidet sich Allulose von anderen Zuckerersatzstoffen. So kann es etwa nach dem Konsum von Aspartam zu Migräne und Schwindel kommen. Saccharin soll sogar potentiell krebserregend sein.

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Wo kann ich Allulose kaufen?

Allulose gibt es in den USA und in Asien unter dem Namen Psicose schon seit einiger Zeit, durch die komplexe Herstellung des Stoffes allerdings nur in Fachgeschäften und zu horrenden Preisen. Momentan gibt es den Wunderzucker zudem nur flüssig. In Deutschland kann man Allulose noch nicht kaufen. Das kann sich aber schon sehr bald ändern, denn Allulose befindet sich derzeit im Zulassungsprozess der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

Quelle:

Is allulose a healthful alternative to sugar?, in: medicalnewstoday.com

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