Allulose - Zucker ohne Kalorien

Alexander Scherb

Zucker: Wir lieben seine Süße, aber hassen seine Nebeneffekte. Alternativen wie Stevia und Aspartam haben zwar keine Kalorien und einen niedrigen glykämischen Index, besitzen aber entweder einen unangenehmen Beigeschmack oder ein schlechtes Mundgefühl. Allulose soll die besten Eigenschaften von Zucker und Süßstoffen vereinen – keine Kalorien und ein guter Geschmack. 

Inhalt
  1. Was ist Allulose?
  2. Wie wird Allulose gewonnen?
  3. Was passiert mit Allulose in unserem Körper?
  4. Welche Eigenschaften hat Allulose?
  5. Im Ausland unter dem Namen Psicose bekannt
 

Was ist Allulose?

Allulose ist kein völlig unbekannter Stoff. In der Wissenschaft kennt man Allulose auch unter dem Namen Psicose. Es ist ein Monosaccharid, also ein Einfachzucker, kommt in der Natur allerdings nur in so geringen Mengen vor, dass man ihn bisher schlicht ignoriert hat. Jetzt ist es allerdings gelungen Allulose in größeren Mengen aus der Zuckerrübe zu extrahieren. Er besitzt den gleichen Geschmack wie herkömmlicher Zucker und kann eins zu eins ersetzt werden. Warum Allulose dann so besonders ist? Der neue Stoff hat nur 0,2 Kalorien pro Gramm. Haushaltszucker besitzt vier Kalorien pro Gramm – also deutlich mehr. 

 

Wie wird Allulose gewonnen?

Die Extraktion aus der Zuckerrübe gestaltet sich anspruchsvoll. Zunächst muss handelsüblicher Zucker in seine beiden Bestandteile Glucose (reiner Zucker) und Fructose (Fruchtzucker) aufgespalten werden. Dann wird mithilfe von Enzymen die Allulose von der Fructose getrennt. 

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Was passiert mit Allulose in unserem Körper?

Für unseren Körper ist Zucker ein wichtiger Energielieferant. Allerdings nehmen wir heutzutage viel mehr Zucker zu uns, als wir brauchen. Das Ergebnis: Unser Körper speichert die überschüssigen Kalorien im Fettgewebe ab. Wir werden dick. Allulose wird von unserem Körper nicht als Energielieferant erkannt. Er kann quasi nirgendwo andocken. Deshalb wird Allulose von uns ganz normal ausgeschieden. 

 
 

Welche Eigenschaften hat Allulose?

Das größte Problem von Zuckerersatzstoffen wie Stevia, Aspartam oder auch Birkenzucker sind Geschmack und Verarbeitbarkeit. Viele Stoffe können nicht eins zu eins umgerechnet werden. Rezepte müssen mühevoll korrigiert oder gar völlig neu definiert werden. Zudem kommt ein teilweise unangenehmer Bei- oder Nachgeschmack dazu. Auch das „Mundgefühl“ spielt eine große Rolle. Viele Alternativen „fühlen“ sich im Mund einfach nicht angenehm an. Allulose soll diese negativen Eigenschaften nicht besitzen. Der Zuckerstoff sieht genauso aus wie herkömmlicher Zucker, kann in Rezepten eins zu eins übernommen werden und besitzt die gleiche Süße und das gleiche Mundgefühl wie Haushaltszucker. 

 

Im Ausland unter dem Namen Psicose bekannt

Allulose gibt es in den USA und in Asien unter dem Namen Psicose schon seit einiger Zeit. Durch die komplexe Herstellung des Stoffes allerdings nur in Fachgeschäften und zu horrenden Preisen. Momentan gibt es den Wunderzucker nur flüssig. Wirklich durchsetzen konnte sich der Süßstoff bisher nicht. Allulose ist daher noch weit davon entfernt auf den europäischen, beziehungsweise deutschen, Markt zu kommen. 

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