Alles im Gleichgewicht

Miranda Kerr meditiert nach Jetlag
Miranda Kerr hat ihren Weg gefunden. Das Model meditiert mit religiösem Hintergrund und mit Mantren nach Jetlag oder Stress © Imago

Völlig ausgeglichen trotz Jetlag, Terminstress und Kindern. Unsere Stars machen es vor. Das Geheimrezept lautet: Meditation. Die spirituelle Praxis beruhigt gestresste Nerven und entspannt den Körper.

Ausgeglichen, die Hände gefaltet und mit einem sanften Lächeln auf den Lippen steht Model Christy Turlington da – trotz Jetlag, Termin-Stress und zwei kleiner Kinder. Das Geheimnis ihrer Entspanntheit: Meditation. Bei dieser spirituellen Praxis, die ihren Ursprung im Buddhismus hat, geht es vor allem darum, Geist und Körper zu beruhigen und in Einklang zu bringen. „Ich wollte besser mit meinem hektischen Leben klarkommen", erklärt das Model seine Motivation. Sie ist nicht die Einzige unter den VIPs, die damit durchs Leben geht. Auch Johnny Depp sagt: „Ich meditiere!" Genau wie sein Schauspielkollege Hugh Jackman: „Meditation macht mich glücklich und gibt mir ein bisschen Ruhe und Frieden in meinem chaotischen Leben", so der „X-Men"-Darsteller. Die Meditations-Methoden sind vielfältig. „Ein Kurs ist immer empfehlenswert. Die Wahl der Technik hängt von der Intention und der individuellen Einstellung der Person ab", erklärt Achim Schlage vom Meditationszentrum Shambhala in Hamburg.

 

Mantra-Meditation

So funktioniert’s: Die perfekte Methode für Anfänger. Ein Wort, Satz oder Ton wird stetig wiederholt. Das indische „Man" bedeutet ins Deutsche übersetzt „denken" und „tra" "befreien". Der Geist soll sich so auf diese Laute fokussieren und so ohne große Anstrengungen und Konzentration in ein Stadium der Entspannung gelangen. Langfristig verhindert Meditation nicht nur Depressionen und Stress, sondern stärkt auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Harvard-Hirnforscherin Sara Lazar sagt sogar: „Je häufiger ein Mensch das Meditieren übt, desto stärker wächst sein Gehirn." Etwa fünf Minuten täglich sind ideal für Anfänger, für Trainierte sind etwa 30 Minuten perfekt, um wirklich abzuschalten. Die idealen Tageszeiten zur Meditation sind morgens und abends, da dann der Geist am ruhigsten und weniger anfällig für Ablenkungen ist.

 

Achtsamkeit

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Um nach einem Jetlag wieder Kraft zu tanken, meditiert Christy Turlington. Es geht vor allem darum, Geist und Körper zu beruhigen, so das Model© Imago

So funktioniert’s: Diese Form ist auch als „Vipassana"-Meditation bekannt, zu Deutsch „Einsicht". Den Ursprung hat sie im Buddhismus, sie kann aber auch ohne religiösen Bezug praktiziert werden. Das Ziel ist die geistige Befreiung und aufmerksame Selbstwahrnehmung, die zu Stressabbau führen soll. Dies gelingt mit der Betrachtung des eigenen Körpers. Dazu werden verschiedene Methoden angewandt, zum Beispiel der „Body Scan", bei dem der Körper gedanklich abgetastet wird, vom Kopf bis zu den Zehen. Etwa 45 Minuten Übung pro Tag sind ideal. Empfohlen wird ein zehntägiger Kurs, um diese Techniken richtig zu erlernen.

 

Konzentration

So funktionierts: Diese Meditations-Art kann sich mit der Mantra-Meditation überschneiden. Der Unterschied: Man soll sich auf nur einen Aspekt konzentrieren. Dies kann ein Mantra sein – oder ein Gedanke, ein Bild oder eine Körperfunktion wie die Atmung. Durch diese Steuerung werden Alltags-Gedanken ausgeschaltet. Wichtig ist hierbei: Mindestens eine Stunde Zeit, da unter Stress die Konzentration schwer fällt. Eine ruhige Atmosphäre verhindert Ablenkung. Richtig angewendet, sind die Muskeln dann genauso entspannt wie im Schlaf, der Geist aber wach – die Wahrnehmung soll geschärft werden. So wird auch die Konzentrationsfähigkeit trainiert.

 

Qigong

Johnny Depp meditiert nach Jetlag
Auch Johnny Depp sagt: „Ich meditiere!“ © shutterstock

So funktioniert’s: Diese Meditationsform kommt aus dem chinesischen Buddhismus, „Qi" steht für die Körperkraft und bedeutet „der Atem" und Energie. „Gong" meint „Arbeit". Der meditative Zustand wird vor allem durch sanfte Bewegungsabfolgen und Atemübungen herbeigeführt. Idealerweise werden die körperliche Konzentration, Atmung und Bewegung harmonisch miteinander verbunden und fließend ausgeführt. Zehn bis 15 Minuten täglich reichen schon aus. Ziel sind eine bessere Fitness und Gesundheit auf körperlicher und geistiger Ebene. Kurse sind empfehlenswert. Je nach Fortschritt und körperlicher Grundverfassung gibt es verschiedene Übungsabfolgen, grundsätzlich eignet sich Qigong aber für alle Altersgruppen und Fitnessgrade.

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