Alles Gute für Ihren Bauch!

Bei Bauchkrämpfen gilt es, den Beschwerden möglichst rasch auf den Grund zu gehen
Bei Bauchkrämpfen gilt es, den Beschwerden möglichst rasch auf den Grund zu gehen, um schwere Erkrankungen auszuschließen © shutterstock

Etwas Falsches gegessen, Stress, der auf den Magen schlägt, oder doch eine Entzündung? Was hinter Bauchschmerzen steckt, können Betroffene oft nur schwer beurteilen. Wir erklären häufige Beschwerden und sagen Ihnen, wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten.

 

Die häufigsten Probleme, was sich dahinter verbergen kann:

 

Blinddarmentzündung

Durch Bakterien oder das Eindringen von Fremdkörpern (Obstkerne) schwillt der Bereich des Wurmfortsatzes an und entzündet sich.

Schmerzart: Plötzliche Schmerzen im rechten Unterleib, die sich beim Anziehen der Beine oder bei Druck erheblich verstärken.

Mögliche weitere Symptome: Verhärtete Bauchwand, Schweißausbrüche, Herzrasen, Fieber.

Behandlung: Eine Blinddarmentzündung kann Keime im Bauchraum freisetzen, was eine lebensbedrohliche Bauchfellentzündung zur Folge haben kann. Unbehandelt kann eine Blinddarmentzündung im schlimmsten Fall zum Tod führen. Sofort den Notarzt verständigen.

 

Magen-Darm-Infektion

Erreger gelangen etwa durch das Essen in den Magen-Darm-Trakt und verursachen eine Entzündung der Magenschleimhaut.

Schmerzart: Plötzliche, heftige Schmerzen im gesamten Bauch.

Mögliche weitere Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, in seltenen Fällen leichtes Fieber.

Behandlung: Ein sonst gesunder Körper bekämpft den Infekt meist innerhalb weniger Tage von selbst. Auf vermehrte Flüssigkeitszufuhr und Schonkost (zum Beispiel Zwieback) achten. Bei deutlich längerem Verlauf einen Arzt aufsuchen.

 

Laktose-Intoleranz

Rund 15 Prozent der Deutschen können den in Milch enthaltenen Milchzucker schlecht verdauen.

Schmerzart: Krampfartige Schmerzen im Unterbauch nach Verzehr milchhaltiger Speisen.

Mögliche weitere Symptome: Blähungen, Durchfall, vermehrte Darmbewegung, Darmgeräusche.

Behandlung: Milchprodukte möglichst vermeiden oder durch laktosefreie Lebensmittel ersetzen.

 

Magen-Geschwür

Durch Alkohol, Rauchen, Stress oder Bakterien wird die Magenschleimhaut durchlässig für Magensäure, entzündet sich. Aus den Wunden entstehen Geschwüre.

Schmerzart: Starke Schmerzen im linken Oberbauch während oder unmittelbar nach dem Essen.

Mögliche weitere Symptome: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gewichtsabnahme, Blut im Stuhl.

Behandlung: Unbedingt ärztlich behandeln lassen, da sonst gefährliche Blutungen auftreten können.

 

Gallenkolik

Der Gallenleiter wird durch einen oder mehrere Steine verstopft.

Schmerzart: Plötzliche, wehenartige Schmerzen im rechten Oberkörper nach fettreichem Essen, stundenlange Krämpfe.

Mögliche weitere Symptome: Völlegefühl, Aufstoßen, Blähungen.

Behandlung: Leichte Bewegung hilft, den festsitzenden Stein schneller zu lockern. Um Folgeerkrankungen von Galle und Bauchspeicheldrüse zu verhindern, müssen weitere Steine entfernt werden – schlimmstenfalls auch die Galle.

 

Sanfte Hilfe für den Bauch

Blähungen: Die ätherischen Öle im Kümmel bringen schnell Linderung. Ideal ist er als Tee (in kleinen Schlucken trinken) oder als Öl (Apotheke) für eine leichte Bauchmassage.

Krämpfe: Homöopathische Globuli mit Kamille (Chamomilla D6) entkrampfen die Muskeln. Dreimal täglich fünf Globuli einnehmen.

Völlegefühl: Schüssler Salz Nr. 9 (Natrium Phosphoricum) löst den Druck und reguliert die Verdauung. Zweimal täglich fünf Tabletten in heißem Wasser gelöst trinken.

Übelkeit: Hier hilft es, eine frische, dünne Scheibe Ingwer langsam zu kauen.

Bauchweh: Stress oder Sorgen reizen schnell auch den Magen, eine Wärmflasche beruhigt den Bauch und die Nerven. Tipp: Eine Prise Salz im Wasser hält es länger warm.

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