Albträume: So können Sie den Horror besiegen

Albträume lassen sich vorbeugen
Hoffnung für Albtraumgeplagte: Mit der „Vorstellungs-Wiederholungs-Therapie“ kriegen Sie den nächtlichen Schrecken in den Griff © Shutterstock

Schon wieder schweißgebadet und mit Herzrasen aufgewacht? Schlechte Träume können die Nacht zum Horrortrip machen. Erfahren Sie hier, was Sie dagegen tun können.

Albträume hat fast jeder in seinem Leben schon einmal gehabt. Sie sind düster, bedrückend und lassen uns plötzlich aus dem Schlaf aufschrecken. Aber: Schlafforscher haben Methoden untersucht, die mit wenig Aufwand dem Schrecken in der Nacht ein Ende bereiten können. Mit diesen fünf Tipps retten Sie Ihre Nachtruhe:

 

Zeitig ins Bett gehen

US-amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass die Uhrzeit, zu der wir ins Bett gehen, einen entscheidenden Einfluss auf die Entstehung von Albträumen hat. Das Ergebnis: Wer spät ins Bett geht und/ oder wenig schläft, leidet häufig unter einem unruhigen Schlaf, der von Albträumen und negativen Gedanken geprägt ist. Demnach besteht laut der Studie ein signifikanter Unterschied zu jenen, die in der Regel deutlich vor 24 Uhr ins Bett gingen. Diese hatten einen vergleichsweise erholsamen Schlaf.

 

Traum-App

Mit einer Smartphone-App möchten englische Forscher die Träume zahlreicher Schläfer verbessern. Dream:ON heißt die Anwendung, mit der Benutzer ihre Schlafphasen messen und ihre Träume mit speziellen Klanglandschaften positiv beeinflussen können. Die Melodien sollen beim Träumer angenehme Bilder hervorrufen und so Albträumen vorbeugen.

 

Aromatherapie

Wenn Sie häufig unter Albträumen leiden, sollten Sie immer ein Fläschchen mit Blutorangen-Öl in Ihrer Hausapotheke haben. Bevor Sie zu Bett gehen, schnuppern Sie daran. Oder Sie stellen eine Schale mit lauwarmem Wasser auf Ihren Nachttisch und träufeln fünf bis sieben Tropfen des Öls auf die Hautoberfläche. Auf diese Weise atmen Sie während des Schlafes das ätherische Öl aus der Raumluft ein. Auch hilfreich: Genießen Sie vor dem Zubettgehen ein entspannendes Wannenbad mit Lavendelblüten und Melissenblättern.

 

Vorstellungs-Wiederholungs-Therapie

Experten raten allen, die oft schlecht träumen, zur sogenannten „Vorstellungs-Wiederholungs-Therapie“: Im ersten Schritt muss man dafür die bösen Träume leider erst einmal zulassen. Werden Sie z. B. im Traum verfolgt? Dann überlegen Sie sich, wie Sie die Situation im echten Leben aktiv bewältigen könnten – und wie sie dann glücklich endet. Stellen Sie sich in diesem Fall vor, wie Ihnen ein tapferer Helfer zur Seite steht. Spielen Sie diese Situation dann jeden Tag gedanklich durch. So nehmen Sie der Nacht nach und nach ihren Schrecken.

 

Klarträumen

Die Schlafforschung hat bewiesen: Man kann seine Träume beeinflussen. Diese Methode wird als „Klarträumen“ oder „luzides Träumen“ bezeichnet. Menschen, die diese Fähigkeit besitzen, sind sich bewusst, dass sie träumen und können daher selbst steuern, was als nächstes passiert. Klarträume finden während der REM-Phase statt, also im leichten Schlaf. Der Träumer reagiert mit seiner Traumwelt und kann sich daran meist auch erinnern.

 

Inhalte positiv umdeuten

Negative Inhalte des Traumes werden in der Realität positiv umgeschrieben – der Therapieansatz, der sich dahinter verbirgt, heißt Umdeutung. Dabei schreiben die Betroffenen den Traum auf und verändern ihn so, dass er nicht mehr belastend ist. Anschließend prägen sie sich die zweite Geschichte so lange ein, bis das Gehirn die neue Version automatisch abspult.

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